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Stichwahl

Wieder Zweikampf um Präsidentenamt in Kroatien

kroatien-wahl-dpa
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Kolinda Grabar wird den kroatischen Staatschef Ivo Josipovic in zwei Wochen in der Stichwahl herausfordern.

Zagreb - Kroatiens Präsident schwächelt bei seiner geplanten Wiederwahl. Er muss in die Stichwahl. Die ist völlig offen. Es kommt erneut zum Schlagabtausch des linken und rechten politischen Großlagers.

Nach seinem überraschend schwachen Abschneiden bei der Präsidentenwahl am Sonntag muss der kroatische Staatschef Ivo Josipovic in zwei Wochen in die Stichwahl. Dort wird die Kandidatin der konservativen größten Oppositionspartei HDZ, Kolinda Grabar Kitarovic, den Vertreter der regierenden Sozialdemokraten herausfordern.

Josipovic erhielt im ersten Wahlgang mit 38,5 Prozent der Stimmen nur unwesentlich mehr Zustimmung als die HDZ-Vertreterin mit 37,2 Prozent. Für einen Sieg war die absolute Mehrheit erforderlich.

Die Stichwahl werde „ungewisser denn je zuvor“, prognostizierte die Zeitung „Jutarnji list“ am Montag. Alle Umfragen hatten Josipovic einen Vorsprung von bis zu 12 Prozentpunkten vorausgesagt. Tatsächlich wurden es nur 1,3 Punkte. In der entscheidenden zweiten Runde müssen die beiden Bestplatzierten versuchen, die Anhänger der zwei gescheiterten Kandidaten auf sich zu ziehen.

Die Wähler des Konservativen Milan Kujundzic (6,3 Prozent) dürften sich mehrheitlich für die HDZ-Kandidatin Grabar Kitarovic entscheiden, die für das Spektrum Mitte-Rechts steht. Unklar ist, wie sich die Wähler des neuen Politstars Ivan Sincic verhalten werden. Der 25-jährige Student und selbst ernannte Bürgerschreck hatte aus dem Stand und ohne Partei und größere Finanzmittel 16,4 Prozent der Wähler für sich gewonnen. Die etablierten Parteien, die immer weniger Bürger erreichen, könnten von dem Aufsteiger lernen, riet die Zeitung „Slobodna Dalmacija“ am Montag in Split.

dpa

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