Vorstoß für doppelte Staatsbürgerschaft

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Osnabrück - Die Integrationsminister der SPD wollen mit einem Vorstoß auf der Integrationsministerkonferenz am Donnerstag das Recht auf doppelte Staatsbürgerschaften durchsetzen.

 Die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht: “Es ist an der Zeit, Migranten auch in Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft zu gewähren.“ Das Optionsmodell, das Migrantenkinder zwischen 18 und 23 Jahren zur Entscheidung für eine Staatsangehörigkeit zwinge, solle abgeschafft werden. “Es ist absurd, von den betroffenen jungen Menschen zu verlangen, sich wegen des deutschen Passes von ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit zu trennen“, sagte Dreyer.

Nach ihren Angaben mussten sich 2010 rund 3.000 Migranten für eine Staatsbürgerschaft entscheiden, bis zum Jahr 2018 werde die Zahl der Betroffenen auf etwa 40.000 drastisch steigen. “Die Optionsregelung bedeutet also zu allem Überfluss auch noch gewaltigen bürokratischen Aufwand für die Behörden“, sagte Dreyer. Doppelte Staatsbürgerschaften seien in Deutschland vielfach längst Realität. “Italiener, Spanier oder andere EU-Bürger bekommen schon heute zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit“, sagte sie. “Für Türken und Menschen anderer Nationalität sollte nichts anderes gelten.“

dapd

Rubriklistenbild: © ap

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