Gouverneurswahl in Louisiana

US-Präsident unter Druck: Trotz Trump-Hilfe wieder verloren - nächste Wahlschlappe für Republikaner

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Donald Trump auf Wahltour vor der Gouverneurswahl in Louisiana.

Trumps Republikaner fahren in Kentucky einen herben Verlust ein. Dennoch feiert der US-Präsident auf Twitter einen Sieg. 

  • Der US-Staat Kentucky gilt traditionell als Hochburg der Republikaner. 
  • Überraschend haben die Kentuckys Bürger den demokratischen Herausforderer Andy Beshear zu ihrem Gouverneur gewählt.
  • Der republikanische Amtsinhaber und Trump-Unterstützer Matt Bevin reagiert überraschend auf seine Niederlage.
  • Bei der Gouverneurswahl in Louisiana blieb den Republikanern erneut nur das Nachsehen.

Update vom 17. November 2019: Trotz intensiver Wahlkampfunterstützung von US-Präsident Donald Trump für seinen republikanischen Parteikollegen hat sich beim Gouverneursrennen im US-Bundesstaat Louisiana der demokratische Kandidat durchgesetzt. Der amtierende Gouverneur John Bel Edwards gewann die Wahl am Samstag (Ortszeit) ganz knapp gegen seinen republikanischen Herausforderer Eddie Rispone. Edwards kam nach offiziellen Angaben auf 51 Prozent der Stimmen, Rispone auf 49 Prozent. Rispone räumte noch am Samstagabend (Ortszeit) seine Wahlniederlage ein.

Donald Trump im Fokus: Trotz intensiver Wahlkampagnen erneut erfolglos

Für Trump, der wegen der Ermittlungen der Demokraten für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren derzeit unter Druck steht, sind das keine guten Nachrichten. Er hatte bei der Wahl eifrig für Rispone geworben, war in den vergangenen Tagen für mehrere Wahlkampfauftritte nach Louisiana gereist und hatte noch am Samstag auf Twitter intensiv um Stimmen für seinen republikanischen Parteikollegen gebuhlt. Bei der Präsidentschaftswahl 2016 hatte Trump in dem konservativ geprägten Bundesstaat mit deutlichem Abstand gewonnen. Beobachter warnten aber davor, den Ausgang der Gouverneurswahl mit Blick auf die nächste Präsidentschaftswahl 2020 überzubewerten.

Donald Trump auf Wahltour vor der Gouverneurswahl in Louisiana.

Dass der republikanische Kandidat trotz seines eigenen intensiven Wahlkampfeinsatzes verlor, ist für Trump dennoch schmerzhaft. Erst Anfang November war Trumps Werben im Gouverneursrennen im US-Staat Kentucky erfolglos geblieben: Dort gewann der demokratische Herausforderer Andy Beshear ganz knapp gegen den bisherigen republikanischen Gouverneur, Matt Bevin (siehe Erstmeldung). Parallel dazu fuhren die Demokraten Anfang November auch im Bundesstaat Virginia einen Wahlsieg ein: Ihnen gelang es dort, die bislang knapp von den Republikanern gehaltene Mehrheit in beiden Parlamentskammern zu übernehmen.

Nach Wahlschlappe in Kentucky: Trump feiert auf Twitter einen großen Erfolg

Erstmeldung vom 6. November 2019:

Frankfort/Richmond - Rund ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl feiern die Demokraten Erfolge bei Wahlen in den Bundesstaaten Kentucky und Virginia. Bei der Gouverneurswahl in der Republikanerhochburg Kentucky erklärte der demokratische Herausforderer Andy Beshear seinen Wahlsieg, wie US-Medien am Dienstag (Ortszeit) berichteten. Er lag demnach mit einigen tausend Stimmen vorne.

Der republikanische Amtsinhaber Matt Bevin, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump gilt, erklärte jedoch, er werde „auf keinen Fall“ eine Niederlage einräumen. Er deutete an, dass er das Ergebnis anfechten werde und sprach von „mehr als nur einigen Unregelmäßigkeiten“. Auch der US-Präsident, der derzeit mit der Ukraine-Affäre massiv unter Druck steht, will die Niederlage nicht ganz akzeptieren und feiert auf Twitter, ungeachtet der Machtverschiebung in Kentucky, einen Erfolg. 

Trump verliert die Republikanerhochburg Kentucky: Ein Demokrat wird Gouverneur

Das offizielle Ergebnis steht noch aus. Dennoch löste Bevins schwaches Abschneiden US-Medien zufolge Besorgnis unter seinen Parteikollegen aus. Bei der Präsidentenwahl 2016 hatte der Republikaner Trump in Kentucky knapp 30 Prozent mehr Stimmen erhalten als seine demokratische Rivalin Hillary Clinton.

In Virginia gelang es den Demokraten, bei der Parlamentswahl des Bundesstaats die bislang knapp von den Republikanern gehaltene Mehrheit in beiden Kammern zu übernehmen. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge unterlagen in mindestens zwei Bezirken republikanische Senatoren des Bundesstaats ihren jeweiligen demokratischen Herausforderern. Im Unterhaus erlangten die Demokraten demnach mindestens fünf zusätzliche Mandate.

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