Umfrage: Obama in wichtigen Staaten vorn

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Barack Obama ist laut Umfragen in den wichtigen Bundesstaaten Ohio und Florida vor Herausforderer Mitt Romney

Washington - US-Präsident Barack Obama liegt wenige Tage vor der Wahl nach einer Umfrage in den beiden besonders heiß umkämpften Bundesstaaten Ohio und Florida vorn.

Endspurt im Kampf ums Weiße Haus: Vier Tage vor der US-Wahl buhlen die beiden Kandidaten vor allem um die neun entscheidenden Swing States. Laut einer neuen Umfrage liegt Amtsinhaber Barack Obama in den zwei besonders umkämpften Staaten Florida und Ohio vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Landesweit liefern sich die beiden weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Ungeachtet des Wahlkampf-Endspurts widmete sich Obama am Samstag jedoch zunächst den Aufräumarbeiten entlang der Ostküste nach Megasturm „Sandy“. Dazu berief er am Morgen im Hauptquartier der Katastrophenschutzbehörde FEMA eine Sitzung ein. Der Wiederaufbau sei noch lange nicht abgeschlossen, sagte Obama. Zugleich versprach er, dass sich alle Beteiligten zu „120 Prozent“ einsetzen würden. „Es gibt nichts Wichtigeres für uns, als das in Ordnung zu bringen“, erklärte Obama weiter. An der Sitzung nahmen unter anderem Heimatschutzministerin Janet Napolitano und der Leiter der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Craig Fugate, sowie weitere Kabinettsmitglieder teil.

Kurz darauf stürzte sich Obama wieder in den Wahlkampf. Bei einemAuftritt in Ohio kritisierte er seinen Kontrahenten wegen dessen Äußerungen zur Autoindustrie. Romney hatte General Motors und Chrysler zuletzt vorgeworfen, Arbeitsplätze zulasten des Standorts Ohio nach China zu verlagern. Das entspreche nicht den Tatsachen und die Konzerne hätten die Berichte bereits dementiert, sagte Obama.

„Ich weiß, dass wir kurz vor einer Wahl stehen, aber das ist kein Spiel“, sagte der Präsident. „Das sind die Jobs von Menschen. Es geht um das Leben von Menschen (...) Man verschreckt keine hart arbeitenden Amerikaner, nur um ein paar Stimmen abzugreifen.“

Die Wahl am kommenden Dienstag sei „nicht nur einfach eine Wahl zwischen zwei Kandidaten oder zwei Parteien“, erklärte Obama bei einem Auftritt in der Stadt Mentor. „Es ist eine Wahl zwischen zwei verschiedenen Visionen für Amerika.“ Er hingegen sei der Kandidat, dem die Wähler vertrauen könnten.

Romney verspricht bessere Zusammenarbeit mit dem Kongress

Romney kritisierte derweil ebenfalls in Ohio, der Präsident habe in den vergangenen vier Jahren den Kongress ignoriert und angegriffen. „Er hat niemals geführt, niemals über Parteigrenzen hinweg gearbeitet, niemals verstanden, wie Arbeitsplätze in der Wirtschaft geschaffen werden“, sagte der Republikaner.

Er sei derjenige, der einen Stillstand verhindern könne und mit dem Kongress zusammenarbeiten würde, sagte Romney bei einem Wahlkampfauftritt. „Wenn ihr des Müdeseins müde seid, dann bitte ich euch, stimmt für den echten Wandel“, rief er rund 18.000 Anhängern zu. „Ich zähle auf euren Staat.“

Romney plant ein intensives Wahlkampfwochenende mit Auftritten in New Hampshire, Iowa und Colorado am Samstag sowie Iowa, Pennsylvania, Ohio und Virginia am Sonntag.

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

Obama wollte am Samstagabend mit Expräsident Bill Clinton in Virginia auftreten, am Sonntag in New Hampshire sprechen und erneut nach Ohio reisen. Auftritte waren auch in Florida und Colorado geplant.

Umfragen zufolge liegen Obama und Romney dennoch wenige Tage vor der Wahl in der Gunst der Wähler nahezu gleich auf. Laut einer Erhebung der Zeitung „Washington Post“ und des Senders ABC vom Freitag liegt der Amtsinhaber mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Prozentpunkten vor Romney.

Nach einer Umfrage des „Wall Street Journals“ und des Fernsehsenders NBC hat Obama jedoch in den zwei besonders umkämpften US-Staaten Florida und Ohio die Nase vorne. Demnach liegt der Amtsinhaber in Florida mit 49 zu 47 Prozent in Führung. Deutlicher fällt der Vorsprung demnach in Ohio aus, wo der Amtsinhaber mit 51 zu 45 Prozent die Nase vorn hat. Wähler in beiden Staaten hätten Obama vor allem sein Krisenmanagement nach den Verwüstungen an der Ostküste durch Megasturm „Sandy“ zugutegehalten, berichtete das „Wall Street Journal.“

Sein Herausforderer Romney muss indes mehr der besonders umkämpften Staaten gewinnen, um die 270 Wahmännerstimmen zusammen zu bekommen, die für einen Wahlsieg nötig sind. Nach der jüngsten Berechnung der „New York Times“ kann Obama bereits ziemlich sicher mit 243 Wahlmännerstimmen rechnen, sein Herausforderer hat erst 206 Stimmen auf der Haben-Seite.

dapd/dpa

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