News-Ticker zum Mord in Istanbul

US-Senat: Saudischer Kronprinz für Mord an Khashoggi „verantwortlich“

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Jamal Khashoggi.

Im Fall Khashoggi steht der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman unter Verdacht, den Mord befohlen zu haben. Der US-Senat machte ihn für die Tat verantwortlich. Der News-Ticker.

  •  Nach dem Verschwinden des Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat Saudi-Arabien die Tötung des Mannes bestätigt.
  • Laut türkischen Ermittlungen soll Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul von einem Killerkommando getötet worden sein. Die Leiche sei danach in Säure aufgelöst und in die Kanalisation geschüttet worden.
  • Es mehren sich Hinweise auf eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.
  • Die saudische Staatsanwaltschaft hat für fünf der Tatverdächtigen die Todesstrafe gefordert.
  • Die Bundesregierung zieht nun eine drastische Konsequenz. Es soll keine Waffenlieferungen mehr an Saudi Arabien geben.
  • Die News der vergangenen Tage aus der Türkei lesen Sie hier.

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US-Senat: Kronprinz für Khashoggi-Tod "verantwortlich"

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 21.56 Uhr:

Der US-Senat hat in einer Resolution den saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman als "verantwortlich für den Mord" an dem Journalisten Jamal Khashoggi bezeichnet. Mit ihrem Beschluss stellte sich die Kongresskammer am Donnerstag frontal gegen US-Präsident Donald Trump, der die Beteiligung des mächtigen Thronfolgers an dem Verbrechen anzweifelt. Der von Trumps Republikanischer Partei dominierte Senat befürwortete auch ein Ende der US-Unterstützung für den saudiarabischen Militäreinsatz im Bürgerkrieg im Jemen.

Dienstag, 11. Dezember 2018, 15.15 Uhr:

Der Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi sorgte Anfang Oktober weltweit für Entsetzen. Nun hat das „

Time Magazine

“ den getöteten Korrespondenten, der unter anderem für die „Washington Post“ schrieb, als „Person of the Year“ geehrt.

Neben Khashoggi nennt das Magazin drei weitere „Wächter“ im „Kampf für die Wahrheit“. Die Philippinerin Maria Ressa, das Team der US-amerikanischen Zeitung „Capital Gazette“ sowie zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters.

Es ist das erste Mal, dass "Time" Journalisten als Persönlichkeiten des Jahres auswählte. Auch ist es das erste Mal, dass das Magazin einem Verstorbenen diesen Titel verlieh. Khashoggi war am 2. Oktober im Konsulat seines Landes in Istanbul von saudiarabischen Agenten getötet worden.

US-Präsident Donald Trump zieht trotz zahlreicher Indizien in Zweifel, dass der mächtige saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des regierungskritischen Journalisten in Auftrag gegeben haben könnte. Trump will an seiner engen Allianz mit Riad festhalten.

Jamal Kashoggi: Das waren wohl seine letzten Worte

Montag, 10. Dezember 2018, 8.09 Uhr: Die letzten Worte des getöteten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi sollen einem US-Medienbericht zufolge "Ich bekomme keine Luft" gewesen sein. Das berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Sonntag unter Berufung auf eine Quelle, die eine Abschrift einer Tonaufnahme von Khashoggis Tötung gelesen hat. Demnach dokumentiert die Abschrift auch, wie der regierungskritische Journalist gegen seine Mörder kämpfte und wie sein Leichnam später "mit einer Säge zerteilt" wird.

Den Angaben zufolge macht die Abschrift zudem deutlich, dass die Tötung geplant war, und dass die Täter mehrere Telefonate führten, um über den Stand der Dinge zu informieren. Türkische Behördenvertreter gehen laut CNN davon aus, dass diese Telefonate mit ranghohen saudiarabischen Vertretern geführt wurden.

Die Abschrift wurde dem Bericht zufolge von den türkischen Geheimdiensten angefertigt. Die Quelle las demnach eine übersetzte Version des Textes und wurde über die türkischen Ermittlungen zum Tod des Journalisten unterrichtet.

Fall Khashoggi: Türkei erlässt Haftbefehle für hochrangige Saudis - diese werden aber offenbar nicht ausgeliefert.

Sonntag, 9. Dezember 2018, 21.44 Uhr: Saudi-Arabien hat eine Auslieferung von zwei hohen Beamten aus dem Umfeld des Kronprinzen Mohammed bin Salman wegen des Todes des saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi ausgeschlossen. Der saudische Außenminister Adel al-Dschubair sagte, sein Land werde die Gesuchten nicht überstellen, wie der saudische Sender Al-Arabija online berichtete. „Wir liefern unsere Bürger nicht aus.“

Den Haftbefehlen zufolge, aus denen die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitierte, wirft die Staatsanwaltschaft den beiden prominenten Beamten „geplanten und vorsätzlichen Mord“ vor. Auch von „Folter“ ist die Rede. Die Männer seien unter denjenigen gewesen, die den Mord in Saudi-Arabien geplant hätten. Die Fahndungs- und Haftbefehle wurden allerdings eher als ein politischer Schachzug bewertet, um den Druck auf Saudi-Arabien aufrecht zu erhalten, als ein aussichtsreiches juristisches Manöver.

Fall Khashoggi: Haftbefehle gegen zwei hochrangige saudische Beamte

Mittwoch 5. Dezember 2018, 10.56 Uhr: Der Istanbuler Generalstaatsanwalt hat im Fall des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi Haftbefehle für zwei hochrangige saudische Beamte ausgestellt. Einer von beiden sei Saud al-Kahtani, einer der engsten Berater von Kronprinz Mohammed bin Salman, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch berichtete. Nach offiziellen Angaben ist er mittlerweile entlassen worden.

Der andere Haftbefehl erging demnach gegen den ehemaligen Vize-Chef des Geheimdienstes Ahmed al-Asiri. Beide halten sich in Saudi-Arabien auf. Sprecher des Generalstaatsanwalts wollten die Haftbefehle nicht unmittelbar bestätigen.

Dienstag, 4. Dezember, 6.30 Uhr: CIA-Chefin Gina Haspel wird US-Senatoren über die Erkenntnisse ihres Geheimdienstes zur Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi unterrichten. Haspel werde am Dienstag um 11.00 Uhr (Ortszeit; 17.00 Uhr MEZ) eine "kleine Gruppe" von Parlamentariern informieren, sagte der republikanische Senator Bob Corker am Montag in Washington. Zuvor hatte die US-Zeitung "Wall Street Journal" über das Treffen berichtet.

US-Außenminister Mike Pompeo und Verteidigungsminister Jim Mattis hatten vergangene Woche mit Senatoren über den Fall Khashoggi und die US-Beziehungen zu Saudi-Arabien gesprochen. CIA-Chefin Haspel blieb dem Treffen aber fern und verärgerte damit viele Senatoren.

Video: Putin begrüßt nach Fall Khashoggi Kronprinz aus Riad sehr herzlich

Medienberichten zufolge geht die CIA mit "mittlerer bis hoher" Sicherheit davon aus, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des Regierungskritikers Khashoggi anordnete. So soll der Thronfolger vor und nach der Tat mindestens elf Nachrichten an seinen Berater Saud al-Kahtani verschickt haben, der das 15-köpfige Tötungskommando gesteuert haben soll.

Das waren die News zu Jamal Khashoggi vom Samstag, den 1. Dezember:

Update, 13.10 Uhr: Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat einem US-Medienbericht zufolge mehrere Nachrichten an einen engen Vertrauten geschickt, der das Killerkommando für den Journalisten Jamal Khashoggi gesteuert habe. Das berichtete das Wall Street Journal am Samstag unter Berufung auf CIA-Dokumente.

Konkret gehe es um mindestens elf Nachrichten, die der Kronprinz in den Stunden vor und nach dem Mord an Khashoggi im Oktober an seinen persönlichen Berater Saud al-Kahtani geschickt habe. Ihr Inhalt sei der CIA nicht bekannt. In welcher Form sie gesendet wurden, gehe aus den Dokumenten nicht hervor.

Der US-Auslandsgeheimdienst sei in den bislang nicht veröffentlichten Dokumenten mit „mittlerer bis hoher“ Sicherheit zu der Einschätzung gelangt, dass der saudische Kronprinz Khashoggis Tod „wahrscheinlich angeordnet“ habe. „Um es klar zu sagen, uns fehlen direkte Belege, dass der Kronprinz einen Tötungsbefehl erteilt hat“, zitierte die Zeitung weiter.

In den Dokumenten heiße es zu Khashoggi außerdem: „Wir könnten ihn möglicherweise auch außerhalb Saudi-Arabiens locken (...)“. Ob diese Äußerungen vom August 2017 direkt vom saudischen Thronfolger stammen oder von einem Dritten zitiert worden waren, sei aber nach den Auszügen, die demWall Street Journal vorliegen, unklar.

Das nach Istanbul geschickte Killerkommando bestand aus Personen, die dem engsten Sicherheitszirkel um den Prinzen zugeordnet werden. „Wir bewerten es als sehr unwahrscheinlich, dass dieses Team (...) die Operation ohne die Autorisierung von Mohammed bin Salman durchgeführt hat“, zitiert das Wall Street Journal aus den CIA-Dokumenten.

Handschlag mit Putin: Saudischer Kronprinz sorgt für Erstaunen bei G20-Gipfel

Samstag, 1. Dezember, 11 Uhr: Trotz der weltweiten Empörung über die Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi konnte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman den G20-Gipfel in Buenos Aires für einen großen Auftritt auf der Weltbühne nutzen. 

Demonstrativ herzlich und mit einem kumpelhaften Handschlag empfing Russlands Präsident Wladimir Putin den Kronprinzen zu Beginn der formellen Gespräche lachend vor laufenden Kameras. Salman wird verdächtigt, den Mord am Khashoggi in Auftrag gegeben oder zumindest davon gewusst zu haben.

Schlag ein! So begrüßten sich Putin und Mohammed bin Salman beim G20-Gipfel.

Trump, der weiter zu seinem Verbündeten steht, tauschte nach Angaben aus dem Weißen Haus Freundlichkeiten mit dem saudischen Kronprinzen aus - „wie mit fast jedem anderen der Teilnehmer auch“. Trump selbst sagte: „Es kann sein, dass wir eine Diskussion führen werden, aber wir haben es noch nicht getan.“

Mehr über den G20-Gipfel und Merkels verpatzte Anreise aufgrund einer Flugzeugpanne lesen Sie in unserem News-Ticker.

May will mit saudischen Kronprinz sprechen - Die Meldungen vom 30. November

Update vom 30. November, 15.05 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May will mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi sprechen. Das Treffen sollte am Freitag am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires stattfinden, wie die Regierung in Großbritannien mitteilte. 

„Meine Nachricht an den Kronprinzen ist deutlich“, sagte May mitreisenden Journalisten auf dem Weg nach Argentinien. „Wir wollen eine vollständige und transparente Untersuchung dessen, was passiert ist.“ Die Premierministerin forderte außerdem, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. 

Türkischer Außenminister enthüllt neue grausame Details zum Khashoggi-Mord - „Es ist ekelhaft“ 

Update vom 27. November, 9.30 Uhr: Der türkische Außenminister Mevlüt Cavausoglu hat sich jetzt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zum Mordfall Khashoggi geäußert. Er habe sich die Tonaufnahmen aus dem türkischen Konsulat angehört. „Khashoggi wurde innerhalb von sieben Minuten getötet“, zitiert das Blatt den Außenminister. „Es war vorsätzlicher Mord. Es ist zu hören, wie der Gerichtsmediziner die anderen instruiert: Sie sollten Musik hören, während er den Körper zerteilt. Man merkt, dass er es genießt. Es ist ekelhaft.“ Die Mörder hätten in der Türkei zugeschlagen, da Khashoggi im Konsulat um einen Termin gebeten hätte. „Sie dachten wohl, auf saudischem Territorium kommt niemand an sie heran.“  

Die News vom 26. November

15.54 Uhr: Fast zwei Monate nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat die türkische Polizei zwei Villen südlich der Metropole durchsucht. Die Häuser in der Provinz Yalova gehörten zwei saudischen Geschäftsmännern, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Die Ermittler hätten auch Spürhunde und Drohnen eingesetzt sowie zwei Brunnen in den Gärten der beiden Luxusvillen mithilfe der Feuerwehr entleert. Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft teilte laut Anadolu mit, einer der Verdächtigen habe einen Tag vor dem Mord an Khashoggi mit einem in Yalova lebenden Saudi Kontakt aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft vermute, dass es dabei um die spätere Beseitigung der Leiche gegangen sei. Unklar blieb, um welche Art von Kontakt es sich handelte. Die regierungsnahe Zeitung „Yeni Safak“ berichtete, die Ermittler vermuteten die Leiche Khashoggis auf dem Gelände der Luxusvillen.

Ermittler vermuten vergrabene Leiche von Khashoggi in Garten von Luxus-Villa

11.21 Uhr: Fast zwei Monate nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat die türkische Polizei eine Villa südlich der Metropole durchsucht. Die Ermittler hätten bei der Aktion in der Provinz Yalova auch Spürhunde und Drohnen eingesetzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Angaben zu Besitzern der Villa wurden nicht gemacht.

Die regierungsnahe Zeitung „Yeni Safak“ berichtete, die Behörden konzentrierten sich vor allem auf den Garten der Luxusvilla. Die Ermittler vermuteten demnach, dass die Leiche Khashoggis dort begraben sei. Bereits im Oktober hatten die türkischen Behörden ein Gebäude in Yalova durchsucht. Nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan stellten Verdächtige vor dem Mord an Khashoggi nicht näher bestimmte „Nachforschungen“ in Yalova an.

Grusel-Zitate von Khashoggi-Doppelgänger aufgetaucht: „Es ist unheimlich...“

10.08 Uhr: Nach Donald Trumps umstrittener Stellungnahme zum Khashoggi-Mord wird der US-Präsident vom türkischen Außenminister Cavusoglu heftig kritisiert: „Eigentlich hat Trump gesagt: Ich drücke ein Auge zu, ganz egal, was passiert“, so Cavusoglu zu CNN Türk. Und jetzt wird es brisant: Es sind offenbar weitere Transkripte von Audio-Aufnahmen aus dem Saudi-Konsulat aufgetaucht - die türkische Zeitung Hürriyet Daily News hat diese veröffentlicht. Diese sollen die Grausamkeit der saudischen Agenten bei der Ermordung von Khashoggi belegen. Das wohl unheimlichste Zitat kommt laut Bild von Mustafa al-Madani, der bei der Vertuschung des Mordes als Doppelgänger fungierte. 

„Es ist unheimlich, die Kleidung eines Mannes zu tragen, den wir vor 20 Minuten umgebracht haben“, soll al-Madani während der Vorbereitung auf seinen Doppelgänger-Auftritt zu seinen Kollegen gesagt haben. Dennoch zog sich der 57-Jährige Khashoggis Kleider über und spazierte durch Istanbul, wohl um mögliche Beobachter zu täuschen. Doch dabei beging er einen Fehler: Weil ihm die Schuhe Khashoggis laut Bild zu klein waren, behielt er seine eigenen Turnschuhe an. Doch auch die angeblichen Zitate Khashoggis kurz vor dessen Tod sind zum Schaudern: „Lass meinen Arm los! Was glaubst du, was du da machst?“, soll er kurz nach Betreten des Konsulatsgebäudes gerufen haben. 

Doch damit nicht genug. Auch vom vermeintlichen Anführer des eingeflogenen Tötungs-Kommandos, Maher Mutreb, gibt es laut dem Bericht Zitate: Er soll Khashoggi als „Verräter“ bezeichnet haben. „Du wirst dafür bezahlen“, soll Mutreb dem Journalisten gedroht haben.

26.11.2018 - 09.35 Uhr: Donald Trump stellt sich im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi hinter den saudischen Kronprinzen und erntet dafür weiter Kritik. Unterdessen droht eine Eskalation im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Nach dem Aufbringen mehrer ukrainischer Marineschiffe durch Russland hat Kiew seine Streitkräfte in volle Kampfbereitschaft versetzt.

Die News vom 23. November: „Ich hasse die Vertuschung, aber...“

11.38 Uhr: Für Donald Trump bleibt die Suche nach dem oder den Schuldigen für den Mord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi offenbar eine unmögliche Aufgabe. Deshalb macht der US-Präsident nun einfach jeden für die Tat verantwortlich. Der Republikaner antwortet auf eine entsprechende Frage: „Vielleicht sollte die Welt zur Rechenschaft gezogen werden, denn sie ist ein bösartiger Ort. Die Welt ist ein sehr, sehr böser Ort.“

Er hasse Verbrechen und das, was geschehen ist. Und: „Ich hasse die Vertuschung, aber ich sage ihnen - der Kronprinz tut das noch viel mehr.“ Auf Mohammed bin Salman und dessen Vater König Salman ibn Abd al-Aziz lässt Trump ohnehin nichts kommen: „Es ist eine schreckliche Sache. Ich verachte es mehr als Sie alle. Aber Fakt ist auch: Sie sorgen für enormen Wohlstand, verhelfen vielen Menschen zu Jobs und halten vor allem den Ölpreis niedrig.“ Was dem mächtigsten Mann der Welt ebenfalls wichtig ist: König und Sohn hätten versichert, nicht mit „dieser Gräueltat“ zu tun zu haben.

Brennpunkt Krim: Konflikt droht zu eskalieren - Putin riegelt Meerenge ab

Nach Khashoggi-Ermordung: Türkischer Außenminister schießt gegen Trump

Freitag, 23. November, 10.48 Uhr: Die Türkei kritisiert Donald Trump im Fall Khashoggi wegen seines Bekenntnisses zum Verbündeten Saudi-Arabien scharf. "In gewisser Weise sagt er: 'Ich werde die Augen verschließen'", wettert Außenminister Mevlüt Cavusoglu im Sender „CNN-Türk“. "Geld ist nicht alles", fügt er mit Blick auf die milliardenschweren US-Rüstungslieferungen an Riad hinzu.

Auch für die Türkei sei Saudi-Arabien ein "wichtiges Land", betont Cavusoglu. "Aber wir haben es hier mit einem grausamen Mord zu tun."

Nach Khashoggi-Ermordung: Laut Trump keine Belege für Verwicklung von Kronprinz

18.06 Uhr: US-Präsident Donald Trump weist die Darstellung zurück, der US-Geheimdienst CIA habe Belege für eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi. „Sie sind nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen“, betont Trump in Palm Beach in Florida mit Blick auf die CIA-Ermittler. Niemand sei zu solch einer Schlussfolgerung gekommen, und vielleicht ließen sich die genauen Hintergründe der Tat auch nie aufklären.

17.30 Uhr: Nach Deutschland verhängt auch Frankreich gegen 18 Verdächtige aus Saudi-Arabien Sanktionen im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi. Das teilte das Außenministerium in Paris am Donnerstag mit. Die Bundesregierung hatte am Montag Einreiseverbote gegen 18 mutmaßliche Verantwortliche ausgesprochen.

14.00 Uhr: Erstmals nach dem Mord an dem saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi in Istanbul könnte es beim G20-Gipfel in Buenos Aires ein Treffen zwischen dem saudischen Kronprinzen und dem türkische Staatspräsidenten Erdogan geben. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sagte der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin  „Wir schauen uns das Programm an - könnte sein.“

Es wäre das erste Treffen zwischen Recep Tayyip Erdogan und Mohammed bin Salman seit dem Tod Khashoggis im saudischen Konsulat in Istanbul am 2. Oktober. Der Fall hat sich international zum Skandal ausgewachsen. Der Gipfel beginnt am 30. November.

Die türkische Regierung lanciert seit Wochen Details zu dem Fall, die Saudi-Arabien schwer unter Druck setzen. Angeblich verfügt sie über Tonaufnahmen aus dem Innern des Gebäudes. Erdogan sieht in Saudi-Arabien „höchste Kreise“ involviert und will nicht lockerlassen, bis der Fall aufgeklärt ist.

Nach Khashoggi-Ermordung: Aufnahme von brisantem Gespräch in CIA-Besitz?

13.15 Uhr: Einer großen türkischen Zeitung zufolge hat die CIA Aufnahmen eines brisanten Telefongesprächs des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zum Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi. Darin soll der Kronprinz sagen, Khashoggi solle „so schnell wie möglich zum Schweigen gebracht werden“, wie die Hürriyet am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen berichtete.

Demnach habe die Direktorin des US-Geheimdienstes, Gina Haspel, bei ihrem Türkeibesuch im vergangenen Monat „signalisiert“, dass die CIA ein entsprechendes Gespräch zwischen dem Kronprinzen und seinem Bruder Khalid bin Salman abgehört habe. Khalid ist der Botschafter Saudi-Arabiens in den USA.

In dem Hürriyet-Beitrag heißt es weiter, dass der Kronprinz und sein Bruder in dem angeblichen Gespräch „Unwohlsein“ über die öffentliche Kritik des Journalisten Khashoggi an seinem Land ausgedrückt hätten. Der Autor deutet auch an, dass es weitere „atemberaubende“ Beweise gebe, denn die CIA habe mehr Gespräche abgehört, als die Öffentlichkeit wisse.

12.08 Uhr: Alle "wirklich Verantwortlichen" für die Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi müssen nach den Worten der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zur Rechenschaft gezogen werden. "Die Verantwortlichen, die wirklich Verantwortlichen für diese schreckliche Tötung müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Mogherini am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu in Ankara.

"Für uns bedeutet Rechenschaft nicht Rache", fügte Mogherini hinzu. Sie forderte eine "vollständig transparente und glaubwürdige Ermittlung" zu dem Fall. Die EU sei "schon immer etwa gegen jegliche Anwendung der Todesstrafe" gewesen, erwarte aber "entsprechend unserer Prinzipien und Werte" eine "umfassende, transparente und faire Ermittlung".

10.33 Uhr: Dänemark hat die Genehmigung für Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien zurückgezogen. „Saudi-Arabien spielt eindeutig eine negative Rolle. Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir auch von europäischer Seite ein deutliches Signal senden, dass die Grenze jetzt erreicht ist“, sagte Außenminister Anders Samuelsen der Nachrichtenagentur Ritzau am Donnerstag. Hintergrund der Entscheidung seien die Situation im Jemen und der Mord an dem saudischen Journalisten Dschamal Khashoggi.

Samuelsen hofft, dass weitere EU-Länder sich dem Ausfuhrstopp anschließen. Deutschland hat den Export bereits gestoppt, während die USA weiterhin Waffen nach Saudi-Arabien liefern.

Nach Khashoggi-Ermordung: Saudi-Arabien warnt die Welt vor „roter Linie“

Donnerstag, 22. November, 9.45 Uhr: Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Dschubeir hat erneut davor gewarnt, Kronprinz Mohammed bin Salman für die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich zu machen. Damit würde eine "rote Linie" überschritten, sagte al-Dschubeir am Mittwoch dem britischen Sender BBC. Der Kronprinz und König Salman würden jeden einzelnen saudiarabischen Bürger repräsentieren. "Und wir werden keine Diskussion oder irgendetwas tolerieren, das unserem König oder unserem Kronprinzen gegenüber verunglimpfend ist."

Khashoggi war am 2. Oktober verschwunden, nachdem er das saudiarabische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Erst nach wochenlangem internationalen Druck gab die Führung in Riad zu, dass der regierungskritische Journalist von Agenten des Königreichs getötet wurde. Der US-Geheimdienst CIA geht Medienberichten zufolge davon aus, dass der Kronprinz hinter der Tat steht.

Al-Dschubeir wies dies gegenüber der BBC zurück. "Wir haben das sehr klar gemacht. Wir haben laufende Ermittlungen und werden diejenigen bestrafen, die dafür (für Khashoggis Tod) verantwortlich sind."

Im Zusammenhang mit der Tötung befinden sich nach Angaben der Behörden in Riad 21 saudiarabische Staatsbürger in Gewahrsam. Elf von ihnen wurden bislang angeklagt, für fünf Beschuldigte fordert die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe.

Nach Khashoggi-Ermordung: Bekommt Bin Salman Konkurrenz aus der eigenen Familie?

21. November 2018 10.10 Uhr: Nachdem sich die Hinweise auf eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in die Ermordung von Khashoggi mehren, wächst auch der Widerstand in der Königsfamilie. Die „Welt“ berichtet unter Berufung auf Insider, dass mehrere Mitglieder des Hauses al-Saud verhindern wollen, dass der Kronprinz König werde. Noch ist König Salman (82), der Vater des Kronprinzen, am Leben und wird sich kaum gegen seinen Sohn stellen. Dutzende Prinzen und Cousins aus der Familie wollen aber eine Änderung der Thronfolge. Sie bevorzugen, dass nach dem Tod des Königs dessen jüngerer Bruder, Prinz Ahmed Bin Abdulasis, den Thron übernimmt.

Der 76-Jährige war fast 40 Jahre lang stellvertretender Innenminister. Hochrangige US-Vertreter hatten laut der Welt angedeutet, dass sie Prinz Ahmed als Nachfolger des Königs unterstützen würden. Sie seien zuversichtlich, dass Ahmed keine Reformen seines Bruder rückgängig machen und bestehende Rüstungsverträge einhalten würde. US-Präsident Donald Trump und sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner haben jedoch eine enge persönliche Beziehung zum Kronprinzen aufgebaut. Mohammed bin Salman zählt immer noch auf ihre Unterstützung.

Stirbt König Salman oder sollte er nicht länger herrschen können, würde der 34-köpfige Familienrat, in dem alle Zweige des Königshauses vertreten sind, nicht automatisch Mohammed zum neuen König erklären. Obwohl dieser Kronprinz sei, müsse der Rat seinen Aufstieg noch absegnen.

18.21 Uhr: Eine türkische Webseite hat erstmals angebliche Zitate aus den Tonaufnahmen von der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi veröffentlicht. Auf den Bändern sei zu hören, wie der Regierungskritiker ruft: „Lassen Sie meinen Arm los, was denken Sie, was Sie da tun“, heißt es in dem Bericht des Mediums „Habertürk“, den die große Zeitung „Hürriyet“ am Dienstag aufgriff. „Habertürk“ berief sich auf Quellen aus Sicherheitskreisen.

Dem „Habertürk“-Bericht zufolge dokumentieren die Tonaufnahmen zunächst eine sieben Minuten lange Auseinandersetzung zwischen Khashoggi und vier Angreifern. Danach sei zu hören, wie Khashoggi in einen anderen Bereich des Hauses gebracht wurde - eine Version, die einer früheren Darstellung widerspricht, wonach er schon kurz nach Betreten des Gebäudes tot gewesen sein soll. Eine zweite Aufnahme aus diesem Teil des Hauses sei vier Minuten lang, berichten„Habertürk“ und „Hürriyet“ weiter. Zu hören seien nun auch die Geräusche von Schlägen und Folter.

Die Aufnahmen seien aber auch fast zwei Stunden lang unterbrochen worden, vermutlich von Störgeräten der Saudis, hieß es weiter. Aufnahmen vom Todeszeitpunkt selbst scheint es also zumindest dieser Darstellung nach nicht zu geben.

Täter nach dem Mord an Jamal Khashoggi: „Unheimlich Kleider eines Mannes zu tragen, den wir getötet haben“

Allerdings soll später einer der mutmaßlichen Täter mit den Worten zu hören sein: „Es ist unheimlich, die Kleider eines Mannes zu tragen, den wir vor 20 Minuten getötet haben.“ Der Sprecher sei kurz darauf als Doppelgänger von Khashoggi aufgetreten. Türkische Medien hatten Bilder von einem angeblichen Doppelgänger Khashoggis auf einer Istanbuler Straße vor einigen Wochen gezeigt.

Insgesamt seien die Stimmen von sieben Männern zu hören, hieß es weiter. Türkische Sicherheitsquellen hätten einen der Sprecher als Mahir Mutrib identifiziert. Er soll gesagt haben: „Verräter. Du wirst zur Rechenschaft gezogen werden.“ US-amerikanische Medien hatten Mutrib als regelmäßigen Begleiter des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman identifiziert. Vom US-Finanzministerium hieß es vergangene Woche, die Mord-Operation sei von Mutrib koordiniert worden.

7.23 Uhr:  Saudi-Arabien verwahrt sich gegen die angebliche Einschätzung des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, Thronfolger Mohammed bin Salman habe die Ermordung des Regierungskritikers Jamal Khashoggi angeordnet. Einen entsprechenden Bericht der „Washington Post“ kommentierte Außenminister Adel al-Dschubair mit den Worten: „Wir im Königreich wissen, dass solche Behauptungen gegen den Kronprinzen völlig falsch sind und wir weisen sie entschieden zurück.“ Es handele sich lediglich um Medienberichte, und es gebe dazu nichts Offizielles vonseiten der USA. Der Diplomat äußerte sich in einem Interview der vom saudischen Staat finanzierten Zeitung „Al-Sharq al-Awsat“, das am Montagabend veröffentlicht wurde.

Darin stellte Al-Dschubair klar, dass die Monarchie in Riad keine Anschuldigungen gegen ihre höchsten Würdenträger dulden werde: „Ich möchte betonen, dass die Führung des Königreichs Saudi-Arabien, vertreten durch den König und den Thronfolger, ein rote Linie ist. Wir werden keine Versuche zulassen, sie anzutasten, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer.“

7.10 Uhr: Sieben Wochen nach der Tötung des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat Deutschland mit 18 Einreiseverboten für saudische Tatverdächtige und einem vollständigen Rüstungsexportstopp reagiert. Bei den von dem Einreiseverbot betroffenen Personen handelt es sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes um das mutmaßliche 15-köpfige Mordkommando sowie um drei weitere Personen, die an der Organisation beteiligt gewesen sein sollen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman gehört allerdings nicht dazu.

Außenminister Heiko Maas verkündete die Einreiseverbote am Montag am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. „Nach wie vor gibt es für uns mehr Fragen als Antworten bei der Aufklärung dieses Falles“, erklärte Maas. Dies gelte sowohl für die Tat als solche als auch für die Frage: „Wer sind die Hintermänner?“.

Am Abend kündigte auch Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian baldige Strafmaßnahmen an. „Wir arbeiten derzeit mit Deutschland zusammen“, sagte Le Drian im Sender Europe 1. „Wir stimmen mit ihnen (Deutschland) überein, und wir werden unsererseits sehr rasch über eine gewisse Zahl von Sanktionen entscheiden“, sagte der Außenamtschef. Le Drian forderte: „Die gesamte Wahrheit muss bekannt werden.“ Saudi-Arabien ist einer der wichtigsten Kunden der französischen Rüstungsindustrie und hat ihr im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben Waffen im Wert von 1,38 Milliarden Euro abgekauft.

Als weitere Sanktion gegen Saudi-Arabien hat die Bundesregierung die Rüstungsexporte in den ölreichen Wüstenstaat nun komplett gestoppt. Ein Ministeriumssprecher sagte in Berlin, dass die Bundesregierung „auf die Inhaber von gültigen Einzelgenehmigungen hinwirkt mit dem Ergebnis, dass es derzeit keine Ausfuhren von Deutschland nach Saudi-Arabien gibt“. Das geschehe mit „unterschiedlichen Instrumenten“, die aus verfassungsrechtlichen Gründen aber nicht genannt werden könnten.

Wie viele bereits genehmigte Exporte betroffen sind, ist nicht bekannt.

Grausamer Khashoggi-Mord: Deutschland stoppt Waffenlieferungen an Riad

20.09 Uhr: Der in der Khashoggi-Affäre unter Druck geratene saudische Kronprinz Mohammed bin Salman wird sein Land beim G20-Gipfel in Argentinien vertreten. Die Teilnahme des Kronprinzen erfolge im Rahmen einer Auslandsrundreise, erklärte der saudische Energieminister Chalid al-Falih, wie der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtensender Al-Arabija am Montag berichtete.

Mohammed bin Salman steht unter Verdacht, Drahtzieher des Mordes an dem saudischen Journalisten Dschamal Khashoggi gewesen zu sein. Der im US-Exil lebende Regierungskritiker war Anfang Oktober im Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul umgebracht worden.

Saudi-Arabien räumte die Tat ein, bestreitet aber jede Verbindung zum Kronprinzen. US-Medien berichteten hingegen, der Auslandsgeheimdienst CIA sei zu der Einschätzung gelangt, der Thronfolger selbst habe die Tötung Khashoggis angeordnet. Präsident Donald Trump kündigte einen „umfassenden Bericht“ an, der bis Dienstag vorliegen soll.

In Buenos Aires kommen am 30. November und 1. Dezember die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zusammen. Der 33 Jahre alte Kronprinz gilt als starker Mann Saudi-Arabiens. Sein Vater, der 82 Jahre alte König Salman, reist nur noch selten ins Ausland.

14.15 Uhr: Die Bundesregierung zieht eine drastische Konsequenz im Fall Khashoggi. Als Reaktion auf die Tötung des saudischen Journalisten hat die Bundesregierung die Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien komplett gestoppt, berichtet die Bild. Davon sollen laut Wirtschaftsministerium auch Waffen oder andere Rüstungsgüter betroffen sein, deren Export eigentlich bereits genehmigt wurde. Bisher hatte die Bundesregierung lediglich keine neuen Exportgenehmigungen erteilt. 

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte am Montag, dass die Bundesregierung „auf die Inhaber von gültigen Einzelgenehmigungen hinwirkt mit dem Ergebnis, dass es derzeit keine Ausfuhren von Deutschland nach Saudi-Arabien gibt“. Die Ausfuhren seien mit unterschiedlichen Instrumenten unterbunden worden, zu denen er aus verfassungsrechtlichen Gründen keine Angabe machen könne. Wie lange der Exportstopp gilt, ist noch unklar. Ebenso ist nicht bekannt, wie viele bereits genehmigte Exporte betroffen sind. 

Montag, 19. November, 11.30 Uhr: Deutschland belegt wegen der Tötung des saudi-arabischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi 18 saudische Staatsangehörige mit Einreisesperren. Die Betroffenen stünden mutmaßlich in Verbindung zu der Tat, sagte Außenminister Heiko Maas am Montag am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Er betonte, die Bundesregierung stimme sich in der Frage eng mit Frankreich und Großbritannien ab und behalte sich "weitere Schritte" vor.

Mit der Maßnahme reagiert die Bundesregierung auf die bislang vorliegenden Ermittlungsergebnisse zu dem Fall. Demnach war der im US-Exil lebende Khashoggi am 2. Oktober im Konsulat seines Heimatlandes Saudi-Arabien in Istanbul umgebracht worden.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt hochrangige Regierungsmitarbeiter, eigenmächtig ein 15-köpfiges Spezialteam zur Ausführung der Tat geschickt zu haben. Riads Generalstaatsanwalt hatte zuletzt für fünf Beteiligte die Todesstrafe gefordert - angeklagt würden elf. Auch der saudische Kronprinz könnte nach Medienberichten in den Fall verwickelt sein.

Ermordung von Khashoggi: Die Meldungen vom Sonntag, 18. November

10.54 Uhr: Die US-Regierung will laut Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen die Verantwortlichen für den gewaltsamen Tod des regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi identifizieren. Ein "vollständiger Bericht" darüber, "wer es getan hat", werde am Montag oder Dienstag zum Abschluss gebracht, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) bei einem Besuch im kalifornischen Malibu. Er sei über die Aufnahme umfassend informiert worden und wisse genau, was passiert sei, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit Fox News. "Es war sehr gewalttätig, sehr bösartig und schrecklich." Er wolle sich den Mitschnitt aber nicht persönlich anhören, weil es eine "Aufzeichnung des Leidens" sei.

Das waren die Khashoggi-News aus der Türkei vom Samstag

21.08 Uhr: Die USA haben nach Darstellung des Außenministeriums noch keine abschließende Bewertung im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi getroffen. „Die jüngsten Berichte, wonach die US-Regierung eine finale Schlussfolgerung gezogen hat, sind falsch“, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert, am Samstag in einer Mitteilung. Es gebe in Bezug auf die Ermordung des Journalisten noch „zahlreiche unbeantwortete Fragen“. Man sei entschlossen, alle Beteiligten zur Verantwortung zu ziehen.

14.26 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben noch nicht vom Auslandsgeheimdienst CIA über dessen Einschätzung zur Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi unterrichtet worden. Trump sagte am Samstagmorgen (Ortszeit) vor seinem Abflug nach Kalifornien, er werde noch am selben Tag über die Erkenntnisse informiert werden. Bislang sei ihm gesagt worden, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman keine Rolle bei der Tötung gespielt habe.

8.37 Uhr: Die USA werden die Verantwortlichen für die Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi nach Worten von US-Vize-Präsident Mike Pence zur Rechenschaft ziehen. "Die USA sind entschlossen, all diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für diese Tötung verantwortlich sind", sagte Pence am Samstag am Rande des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Papua Neuguinea. Medienberichten zufolge geht der US-Geheimdienst CIA davon aus, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des regierungskritischen Journalisten angeordnet hat.

8.40 Uhr: Die CIA geht Medienberichten zufolge davon aus, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet hat. Die "Washington Post" berichtete am Freitag (Ortszeit), der US-Geheimdienst stütze sich dabei unter anderem auf ein Telefonat von Khashoggi mit dem saudiarabischen Botschafter in den USA, einem Bruder des Kronprinzen. Laut "New York Times" hat die CIA allerdings keinen eindeutigen Beweis für ihre These.

Die CIA geht Medienberichten zufolge davon aus, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet hat.

Laut "Washington Post" kam die CIA nach Auswertung mehrerer Quellen zu dem Schluss, dass 15 saudiarabische Agenten in einer Regierungsmaschine nach Istanbul geflogen waren und Kashoggi dort im Konsulat ihres Landes töteten. Zuvor habe der saudiarabische Botschafter in den USA, Kronprinz Mohammeds Bruder Chalid bin Salman, Khashoggi zugesichert, dass keine Gefahr bestehe, wenn er in dem Istanbuler Konsulat Papiere für seine Hochzeit besorge.

Chalid bin Salman wies den Bericht der "Washington Post" über sein Telefonat mit Khashoggi zurück. "Das ist eine schwere Anschuldigung, die nicht anonymen Quellen überlassen werden sollte", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter und fügte eine Erklärung seiner Botschaft bei. Ein Botschaftssprecher versicherte darin, Chalid bin Salman habe "niemals irgendein Telefonat" mit Khashoggi geführt.

Das waren die Khashoggi-News aus der Türkei vom Freitag

14.39 Uhr: Rund 40 Tage nach dem Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi haben Freunde, Kollegen und Politiker in mehreren Moscheen in Istanbul Trauergebete für ihn gesprochen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, fand die Hauptzeremonie nach dem Freitagsgebet in einer großen Moschee im Viertel Fatih statt. Dort hätten auch viele Istanbuler Bürger an der Zeremonie teilgenommen.

14.36 Uhr: Aus der Zeit der Ermordung des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul gibt es einem türkischen Medienbericht zufolge nicht nur eine, sondern zwei Audioaufnahmen. Bisher war nur bekannt gewesen, dass die Türkei über Aufnahmen vom Mord selbst verfügt. Der Zeitung „Hürriyet“ zufolge gibt es auch ein Band aus der Zeit davor, dessen Inhalt der saudischen Darstellung des Tathergangs angeblich widerspricht.

„Hürriyet“ berichtete am Freitag, in der 15 Minuten langen Aufnahme sei zu hören, wie das aus Saudi-Arabien angereiste Spezialkommando schon vor Khashoggis Ankunft im Konsulat von der bevorstehenden Tötung spricht. Die Darstellung konterkariert eine saudische Version der Ereignisse vom Donnerstag, in der es hieß, dass Khashoggi spontan getötet worden sei, nachdem er es abgelehnt habe, mit nach Saudi-Arabien zu reisen, und die Situation eskaliert sei.

Türkei hat weitere Beweise im Fall Khashoggi - News-Ticker

13.15 Uhr: Der Auswärtige Amt hat Saudi-Arabien nach der Anklage von elf Beschuldigten im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi zu einer lückenlosen und transparenten Aufklärung aufgefordert. Zusammen mit den europäischen Partnern werde Deutschland Erkenntnisse bewerten und Schlussfolgerungen ziehen, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. „Ich glaube, sowohl zum Tathergang als auch zu den Hintergründen der Tat, als auch zu den Fragen der letztendlichen Verantwortung gibt es bisher noch offene Fragen“, sagte er.

11.27 Uhr: Die Türkei verfügt laut einem Pressebericht im Fall des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi über weitere Beweise, die die Darstellung Saudi-Arabiens widerlegen. Der einflussreiche Kolumnist Abdulkadir Selvi schrieb am Freitag in der Zeitung "Hürriyet", eine Tonaufnahme der Tat im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens zeige, dass es keinen Versuch zu Verhandlungen mit Khashoggi gegeben habe, sondern er umgehend nach Betreten des Konsulats am 2. Oktober erdrosselt oder erstickt worden sei.

Zudem verfügten die türkischen Ermittlungsbehörden über eine zweite 15-minütige Audioaufnahme, auf denen zu hören ist, wie die Mitglieder des saudiarabischen Mordkommandos vor der Tat ihren "vorbereiteten Plan" durchgingen, um den "Washington Post"-Kolumnisten zu töten, schrieb Selvi. Auch gebe es Mitschnitte von Telefongesprächen, die Mitglieder des Mordkommandos nach der Tat mit Gesprächspartnern im Ausland geführt hätten.

Das waren die News aus der Türkei zu Jamal Khashoggi vom Donnerstag

19.10 Uhr: Außenminister Adel al-Dschubair beteuerte erneut, dass Kronprinz Mohammed bin Salman nichts von der Mission gewusst habe: „Seine königliche Hoheit, der Kronprinz, hatte nichts mit dieser Sache zu tun“. Wegen der internationalen Empörung will das Königreich den Thronfolger nach Einschätzung von Beobachtern aus der Schusslinie heraushalten.

16.50 Uhr: Im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die US-Regierung Sanktionen gegen 17 ehemalige saudische Regierungsmitarbeiter verhängt. Sie seien „an der abscheulichen Tötung von Jamal Khashoggi“ beteiligt gewesen, teilte US-Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag in Washington zur Begründung mit. „Diese Personen, die einen Journalisten, der in den Vereinigten Staaten lebte und arbeitete, angriffen und brutal töteten, müssen für ihre Taten die Folgen tragen.“

Der saudische Journalist Jamal Khashoggi wurde Anfang Oktober im Konsulat seines Landes in Istanbul von saudischen Agenten getötet.

Donnerstag, 15. November, 11.38 Uhr:  Die Staatsanwaltschaft in Saudi-Arabien hat am Donnerstag ihre Version zu den Todesumständen des Journalisten Jamal Khashoggi dargelegt und die Todesstrafe für fünf Verdächtige gefordert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Riad sagte, der inzwischen entlassene Vize-Geheimdienstchef, General Ahmed al-Assiri, habe den Einsatz angeordnet, um Khashoggi nach Saudi-Arabien zu bringen. Kronprinz Mohammed bin Salman habe aber keine Kenntnis davon gehabt.

Der Befehl zur Tötung Khashoggis sei dann vom "Leiter des Verhandlungsteams" erteilt worden, das für den Einsatz nach Istanbul geflogen war, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Der "Washington Post"-Kolumnist sei im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens von den Tätern betäubt, getötet und zerteilt worden. Die Körperteile seien dann an einen Agenten außerhalb des Konsulatsgeländes übergeben worden.

Es ist das erste Mal, dass sich offizielle Stellen in Riad zu den genauen Umständen von Khashoggis gewaltsamem Tod äußern und Verantwortliche benennen. Unter internationalem Druck hatte Riad nach wochenlangen Dementis bestätigt, dass Khashoggi am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat zu Tode kam, dies jedoch zunächst als Folge eines Streits dargestellt. Zudem wurden 18 Verdächtige festgenommen und al-Assiri und der königliche Medienberater Saud al-Kahtani entlassen.

In Türkei ermordeter Journalist Khashoggi: Die News vom 14. November

10.35 Uhr: Spritzen, Defibrillatoren, Funkgeräte, Tacker, Scheren und einen Störsender soll das Kommando aus Saudi-Arabien im Gepäck gehabt haben, das den saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi im Konsulat seines Landes in Istanbul getötet haben soll. Dies berichtete am Dienstag die türkische Zeitung "Sabah" und veröffentlichte Scans, die den Inhalt der Koffer des Kommandos zeigen sollen. Demnach waren auch zehn Telefone in den Koffern.

Fall Khashoggi: Eiskalte Worte des Killer-Kommandos

7.25 Uhr: Im Fall des getöteten Journalisten und Regimekritikers Jamal Khashoggi gibt es laut einem Zeitungsbericht starke Hinweise auf eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Ein Mitglied des Kommandos, das Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul umgebracht habe, habe kurz nach der Tat Anfang Oktober einem Vorgesetzten am Telefon gesagt, er möge „seinem Chef“ folgendes ausrichten: „Das Werk ist vollbracht“, schrieb die New York Times (Dienstag). Eiskalte Worte wenn man bedenkt, welch grausame Tat hinter der Tötung Khashoggis steckt. Amerikanische Geheimdienstler glaubten, dass mit dem „Chef“ Salman gemeint sei, auch wenn dieser nicht namentlich genannt wurde.

Khashoggi, ein Kritiker Salmans, hatte am 2. Oktober das Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul betreten, um Dokumente für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er tauchte nie wieder auf. Saudi-Arabien bestritt lange, mit seinem Verschwinden etwas zu tun zu haben. Auf internationalen Druck gab Riad eine offizielle Erklärung, wonach es zwischen Khashoggi und mehreren Personen zu einer Schlägerei mit tödlichem Ausgang gekommen sei.

Das waren die News aus der Türkei vom 12. November 2018

21.24 Uhr: Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat bestätigt, dass die kanadischen Geheimdienste türkische Aufnahmen im Zusammenhang mit der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gehört haben. „Ja“ antwortete Trudeau am Montag auf einer Pressekonferenz in Paris auf eine entsprechende Frage, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. „Kanadas Geheimdienste haben sehr eng mit den türkischen Diensten zusammengearbeitet und sind vollständig über das informiert worden, was die Türkei zu teilen hatte“, sagte Truedau.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag erklärt, die Türkei habe unter anderem Tonaufnahmen mit einigen Ländern geteilt, darunter Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien und Saudi-Arabien. „Sie haben die (aufgezeichneten) Gespräche gehört und kennen sie“, sagte Erdogan.

Die Bundesregierung wollte das weder bestätigen noch dementieren und sprach von nachrichtendienstlichem Austausch. Der französische Außenminister Jean-Yves le Drian bestritt Erdogans Aussagen dagegen. Wenn Erdogan Informationen für Frankreich habe, solle er sie geben, sagte Le Drian am Montag im Fernsehen (France2). „Bisher weiß ich nichts davon.“

Erdogan bestätigte Existenz der Aufnahmen zu Khashoggi-Tod - Deutsche Geheimdienste im Bilde

12.41 Uhr:

Deutschland hat sich mit der Türkei über den Tod des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ausgetauscht. "Ich kann Ihnen sagen, dass es da einen nachrichtendienstlichen Austausch gegeben hat", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Details wollte er allerdings nicht nennen. "Wie bei allen Fragen der operativen Tätigkeit der Nachrichtendienste geben wir dazu in der Öffentlichkeit keine Auskunft", sagte er.

Am Wochenende hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erstmals die Existenz von Tonaufnahmen der Ermordung Khashoggis bestätigt. Sein Land habe diese Aufnahmen Deutschland, den USA, Frankreich, Saudi-Arabien und Großbritannien zur Verfügung gestellt, sagte Erdogan am Samstag in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "Sie haben die Gespräche gehört, die hier stattfanden. Sie wissen Bescheid."

10.55 Uhr:

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsboots werden vor der türkischen Küste zehn Menschen vermisst. Wie die türkische Küstenwache mitteilte, hatten sich nach dem Unglück vor der Küste von Izmir im Westen der Türkei am Montagmorgen zwei Flüchtlinge schwimmend ans Ufer gerettet. Sie alarmierten in der Stadt Dikili die Behörden, die eine Such- und Rettungsaktion starteten. Nach Angaben der beiden Überlebenden waren insgesamt zwölf Menschen auf dem Boot.

Im Nordwesten der Türkei wurden unterdessen 73 Flüchtlinge festgenommen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden die Menschen aus dem Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan in der Provinz Kirklareli an der Grenze zu Bulgarien aufgegriffen. 21 weitere Flüchtlinge, darunter Syrer, Palästinenser und Somalier, wurden demnach in Mugla im Südwesten der Türkei festgenommen. Sie wollten demnach mit einem Boot in die Europäische Union gelangen.

Jetzt sind die letzten Worte Khashoggis bekannt

10.26 Uhr: Er wurde erstickt, zerstückelt und in Säure aufgelöst. Nun sind offenbar die letzten Worte des  saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi (59) laut Bild bekannt. „Ich ersticke! Nimm diese Tüte von meinem Kopf, ich habe Platzangst!“ Nazif Karaman, Reporter der türkischen Zeitung „Sabah“, zufolge stammen die letzten Worte Khashoggis aus einer Audioaufnahme aus dem saudischen Konsulat in Istanbul. Sie dokumentieren seinen qualvollen Tod.

Den Tonaufnahmen zufolge habe die Ermordung etwa sieben Minuten gedauert. Danach legte das Spezialteam die Botschaft mit weiteren Plastiktüten aus, um Khashoggis Leiche zu zerstückeln. 15 Minuten lang zerteilte Salah Muhammed A. Tubaigy (47), der Chef forensischer Beweisaufnahme des saudischen Innenministeriums, den leblosen Körper mit einer Knochensäge.

Das waren die News zu Erdogan und Khashoggis Mord in der Türkei vom 11.11.2018

22.56 Uhr: Im Fall des ermordeten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi wollen die USA alle Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Das kündigte US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntag in einem Telefonat mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an, wie Außenamtssprecherin Heather Nauert mitteilte. Pompeo habe "betont, dass die USA alle, die an der Tötung von Jamal Khashoggi beteiligt waren, zur Rechenschaft ziehen, und dass Saudi-Arabien dasselbe tun muss", erklärte Nauert.

Pompeo hatte bereits zuvor gesagt, dass der Mord an dem Journalisten gegen "internationale Rechtsnormen" verstoße und die USA Sanktionen gegen Verantwortliche in dem Fall in Erwägung zögen.

11. November, 11.40 Uhr: Bei der Explosion sind nach neusten Informationen sieben Soldaten getötet und etwa 25 weitere verletzt worden. Gestern ging man noch von vier Toten aus. Wie Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag in einer Fernsehansprache mitteilte, ereignete sich die Detonation am Freitag im Stützpunkt Süngü Tepe in der Provinz Hakkari. Ein Expertenteam befinde sich vor Ort. Verteidigungsminister Hulusi Akar und Armeechef Yasar Güler begaben sich noch am Freitag zum Militärstützpunkt.

Der Stützpunkt Süngü Tepe liegt in einem bergigen und schwer zugänglichen Gebiet im Dreiländereck mit dem Iran und dem Irak. Dort kommt es immer wieder zu Feuergefechten zwischen den türkischen Streitkräften und Kämpfern der von Ankara und seinen Nato-Verbündeten als "terroristisch" eingestuften Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Türkei bombardiert zudem von dort aus immer wieder mutmaßliche Stellungen der PKK im Nordirak.

Das waren die News zu Erdogan aus der Türkei vom 10.11.2018

14.45 Uhr: Bei einer Explosion auf einem Stützpunkt der türkischen Armee im Südosten des Landes sind vier Soldaten getötet und etwa 20 weitere verletzt worden. Bei der Explosion im Munitionslager der Basis seien vier Soldaten als "Märtyrer" gefallen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag in einer Fernsehansprache. Unklar war, ob die Ursache der Explosion im Zusammenhang mit den Kampf der türkischen Armee gegen die kurdische Rebellengruppe PKK stand oder ob es sich um einen Unfall handelte.

Das Verteidigungsministerium hatte am Freitag berichtet, ein Artilleriegeschoss sei "versehentlich" detoniert. Es ließ dabei offen, ob die Artilleriegranate während einer Übung oder eines Kampfeinsatzes explodiert war.

13.45 Uhr: Die Türkei hat Aufnahmen im Zusammenhang mit der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi mit einer Reihe von Ländern geteilt - darunter auch Deutschland. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Samstag in Ankara, die Informationen seien auch an Saudi-Arabien, die USA, Frankreich und Großbritannien weitergegeben worden. „Sie haben die (aufgezeichneten) Gespräche gehört und kennen sie“, sagte Erdogan vor einer Reise nach Paris.

1 0. November, 11.27 Uhr: Die Leiche des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ist einem türkischen Medienbericht zufolge in Säure aufgelöst und in die Kanalisation geschüttet worden. Wie die regierungsnahe Zeitung "Sabah" am Samstag berichtete, wurden in Proben aus der Abwasserleitung der Residenz des saudiarabischen Konsuls in Istanbul Spuren von Säure gefunden. Die türkischen Ermittler vermuteten daher, dass die verflüssigte Leiche über die Kanalisation entsorgt wurde.

Unter internationalem Druck gab Saudi-Arabien nach wochenlangen Dementis die Tötung des 59-jährigen "Washington Post"-Kolumnisten zu. Bisher ist aber ungeklärt, was mit der Leiche Khashoggis geschah.

News zu Erdogan, Türkei und Khashoggi - die Meldungen bis einschließlich 9. November

06.05 Uhr: Die Bundesregierung hat eine Einflussnahme türkischer Sicherheitsbehörden auf die Planung der Pressekonferenz anlässlich des Staatsbesuchs von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Deutschland abermals vehement bestritten. In einer der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Antwort des Bundespresseamts auf eine Anfrage der Linken heißt es, die türkische Seite sei weder an der Vergabe von Akkreditierungen, noch an den Einlasskontrollen im Bundeskanzleramt oder an Sicherheitsüberprüfungen beteiligt gewesen.

Erdogan war Ende September auf Staatsbesuch in Deutschland gewesen. Für Aufsehen sorgte der Ablauf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Zu den akkreditierten Journalisten zählte auch der im Exil in Deutschland lebende türkische Journalist und Regierungskritiker Can Dündar. Er sagte seine Teilnahme jedoch kurzfristig ab, nachdem bekannt wurde, dass Erdogan seinetwegen mit einer Absage der Pressekonferenz gedroht haben soll.

4.52 Uhr: Der Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Ende September kostet das Auswärtige Amt mehr als 160.000 Euro. Das teilte der Haushaltsausschuss nach Angaben der „Bild-Zeitung“ (Mittwoch) mit. Zu diesen Kosten gehöre etwa das Staatsbankett in Berlin, bestätigte eine Sprecherin des Bundespräsidenten der Zeitung. Die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen würden derzeit im Bundesfinanzministerium ermittelt, hieß es. Allein in Berlin waren laut dem Bericht 4.200 Beamte der Bundespolizei im Einsatz.

Eklat um Erdogan-Bild in Deutschland - Künstler sollte Ausstellung stoppen

2.53 Uhr: Eklat um ein künstlerisches Werk, das den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit einer Brille zeigt, in der sich ein weinendes Kind als Symbol für den Krieg und ein inhaftierter Oppositionspolitiker spiegeln. In der Hand hält Erdogan ein heiliges Buch mit seinem Fingerabdruck. Das Werk steht in einer Ausstellung in Linz am Rhein. Die türkische Generalkonsulin in Mainz, Sibel Müderrisoglu, habe die Stadt Linz dringend ersucht, das Bild des kurdischen Künstlers Ali Zülfikar nicht zu zeigen, weil es ehrverletzend und herabwürdigend für Erdogan und die Türkei sei, sagte der Linzer Bürgermeister Hans Georg Faust (CDU), lautWelt.

Eklat um Erdogan-Zeichnung: Eine kritische Zeichnung des des kurdischen Künstlers Ali Zülfikar, die den türkischen Präsidenten Erdogan zeigt, hat in einer Ausstellung in der Stadthalle Linz am Rhein einen Eklat ausgelöst. Das Kunstwerk zeigt Erdogan mit einer Brille, in der sich ein weinendes Kind als Symbol für den Krieg und ein inhaftierter Oppositionspolitiker spiegeln. In der Hand hält Erdogan ein heiliges Buch mit seinem Fingerabdruck.

Wegen rechtlicher Bedenken und aus Sorge um mögliche Konflikte zwischen Erdogan-Gegnern und -Anhängern habe er den Kölner Künstler gebeten, sein Werk vorerst nicht zu präsentieren. Das sei bei der Vernissage am vergangenen Sonntag in der Linzer Stadthalle auf Kritik gestoßen. Tatsächlich hatte der Künstler offenbar mitgeteilt, das Werk sei an der Wand umgedreht worden – auf der Rückseite habe er den Vermerk „Zensiert von der Stadt Linz“ angebracht. Das berichtet die Welt unter Bezug auf die „Rhein-Zeitung“.

Nach Einschätzungen des Auswärtigen Amtes sowie von Juristen und der Polizei könne die Zeichnung jedoch wieder gezeigt werden, erklärte Faust. Die Ausstellung endet am 18. November.

Das waren die News vom Dienstag zu Erdogan und der Türkei

23.12 Uhr: Die USA bieten Millionen von Dollar für Hinweise zu den Aufenthaltsorten dreier führender Vertreter der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Gesucht würden die drei PKK-Kommandeure Murat Karayilan, Cemil Bayik und Duran Kalkan, erklärte der Vertreter des US-Außenministeriums, Matthew Palmer, am Dienstag nach einem Besuch in Ankara. Er fügte hinzu, die USA schätzten ihre Zusammenarbeit mit ihrem Nato-Partner Türkei im Kampf gegen den Terrorismus.

Der Schritt könnte zu einem Abbau der Spannungen zwischen den USA und der Türkei führen, die ihre westlichen Verbündeten schon seit längerem zu einer härteren Haltung gegenüber der PKK aufruft. Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan reagierte allerdings "zurückhaltend" auf die Ankündigung der USA. Ankara lasse sich nicht täuschen, sollten die USA mit dem Schritt versuchen, einen Unterschied zwischen der PKK und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) herzustellen, sagte er dem Fernsehsender HaberTürk.

16.01 Uhr: Die Türkei hat angekündigt, weitere „bestimmte Beweise“ im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi der Öffentlichkeit vorzulegen. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen seien, werde dies geschehen, kündigte Außenminister Mevlut Cavusoglu am Dienstag an. Laut Informationen der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wurden die Beweise der saudischen Regierung und anderen Staaten vorgelegt, die sie untersuchten wollten.

Fall Khashoggi - Saudi-Arabien macht Versprechen - die News vom 5. November 2018

15.53 Uhr: Während der Fall Khashoggi weiter die Gemüter erhitzt stehen in den USA die wichtigen Midterm-Wahlen an. Verfolgen Sie die für Donald Trump möglicherweise schicksalhafte Wahl in unserem Ticker.

14.43 Uhr: Fünf Wochen nach der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi haben zahlreiche Staaten Saudi-Arabien vor dem UN-Menschenrechtsrat zur Aufklärung aufgefordert. „Wir sind zutiefst erschüttert über das Schicksal von Jamal Khashoggi und wir rufen Saudi-Arabien dazu auf, eine detaillierte und vollständige Erklärung in diesem Fall zu liefern“, hieß es von der deutschen Delegation. Kroatien empfahl den Saudis, die Umstände aufzuklären und die Täter „eines solch abscheulichen Verbrechens“ zur Rechenschaft zu ziehen.

Mehrere Länder forderten Saudi-Arabien zudem dazu auf, die Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen und die Presse- und Meinungsfreiheit zu garantieren. Auch die Kriegsführung des saudischen Militärs im Konflikt im Jemen wurde scharf kritisiert.

10.54 Uhr: Mehr als einen Monat nach der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabien vor dem UN-Menschenrechtsrat Aufklärung versprochen. „König Salman hat Anweisungen erteilt und die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen in diesem Fall eingeleitet, um alle Wahrheiten zu erlangen und alle Angeklagten vor Gericht zu stellen und die nachgewiesenen Schuldigen zu verurteilen“, sagte Bandar al-Aiban, der Vorsitzende der saudischen Menschenrechtskommission, am Montag. Bei der Verlesung eines Berichts Saudi-Arabiens zur Lage der Menschenrechte in der absoluten Monarchie betonte er, dass die Führung des Königreichs bereits früher ihren Schmerz angesichts des Mordes ausgedrückt habe.

In der Kritik: Der Präsident der saudi-arabischen Menschenrechtskommission, Bandar bin Mohammed Al-Aiban, bei einer Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat am Montag in Genf.

Türkei: Lira-Crash lässt Inflation weiter steigen

08.53 Uhr: Der Absturz der türkischen Landeswährung Lira hat die Inflation in der Türkei weiter steigen lassen (alle Infos zur Lage in der Türkei im News-Ticker). Wie das nationale Statistikamt am Montag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im Oktober 25,24 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate 24,52 Prozent betragen. Der Preisanstieg im Oktober ist der stärkste seit Mitte 2003, also seit gut 15 Jahren.

Fall Khashoggi - Söhne fordern von Saudi-Arabien Leichnam ihres Vaters - News aus der Türkei

5. November, 07.16 Uhr: Die Söhne des getöteten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben Riad aufgefordert, ihnen den Leichnam ihres Vaters zu übergeben. Sie wollten ihren Vater auf einem Friedhof im saudiarabischen Medina beisetzen, auf dem auch andere Familienangehörige bestattet sind, sagte Salah Khashoggi dem US-Nachrichtensender CNN in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. „Ich habe darüber mit den saudiarabischen Behörden gesprochen und ich hoffe, dass es bald passiert."

Salahs Bruder Abdullah sagte CNN, er hoffe, sein Vater sei „ohne Schmerz oder schnell" gestorben. „Oder dass er einen friedlichen Tod hatte." 

Nach türkischen Angaben wurde die Leiche des Regierungskritikers anschließend zerstückelt. Der türkische Präsidentenberater Yasin Aktay sagte kürzlich zudem, die Leichenteile seien mit Säure zersetzt worden, um alle Spuren zu verwischen. Die Tötung Khashoggi hat international Entsetzen und empörte Reaktionen hervorgerufen.

Fall Khashoggi - Erdogan fordert Aufklärung: „Identität der Marionettenspieler offenlegen“ - die News vom 3. November

3. November, 19.55 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die saudische Regierung für die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich. Der Befehl, Khashoggi zu töten, sei von den „höchsten Ebenen“ der saudischen Regierung gekommen, schrieb Erdogan in einem am Freitag veröffentlichten Gastkommentar der „Washington Post“. Erdogan fügte hinzu, dass in dem Fall noch wichtige Fragen offen seien, etwa was mit der Leiche des Journalisten passiert sei. „Bedauerlicherweise haben die saudischen Behörden diese Fragen nicht beantwortet.“

„Als verantwortungsbewusste Mitglieder der internationalen Gemeinschaft müssen wir die Identität der Marionettenspieler hinter Khashoggis Tötung offenlegen und diejenigen finden, die immer noch versuchen, den Mord zu vertuschen", so der türkische Präsident laut t-online.de weiter.

Rund einen Monat nach der Tat verurteilte auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Freitag die Tat. Gleichzeitig verwies er aber auch auf eine entscheidende Rolle Saudi-Arabiens im Kampf gegen den Iran. „Was im Istanbuler Konsulat geschehen ist, ist fürchterlich, und damit sollte gebührend umgegangen werden“, sagte Netanjahu. Doch zur gleichen Zeit sei es „sehr wichtig für die Stabilität in der Region und der Welt, dass Saudi-Arabien stabil bleibt“.

Die News aus der Türkei vom 2. November 2018: Khashoggis Leiche wohl in Säure aufgelöst - Woher kam Befehl zur Tötung?

21.00 Uhr: Die Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ist nach Einschätzung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip von höchster Regierungsebene in Riad angeordnet worden. In einem Gastbeitrag für die "Washington Post" vom Freitag schrieb Erdogan: "Wir wissen, dass sich die Täter unter den 18 in Saudi-Arabien festgenommenen Verdächtigen befinden. Wir wissen auch, dass sie kamen, um ihre Befehle auszuführen: Khashoggi töten und abhauen."

"Schließlich wissen wir, dass der Befehl zur Tötung Khashoggis von den höchsten Ebenen der saudiarabischen Regierung kam", fügte Erdogan hinzu. Zugleich glaube er "nicht eine Sekunde lang", dass der saudiarabische König Salman den Befehl erteilt habe.

19.50 Uhr: "Wir wissen jetzt, dass sie seine Leiche nicht nur zerstückelt haben", sagte der türkische Präsidentenberater Yasin Aktay am Freitag der Zeitung "Hürriyet". Vielmehr sei sie zusätzlich mit Säure zersetzt worden, um alle Spuren zu verwischen.

Aktay bestätigte damit einen Bericht der "Washington Post", wonach die Ermittler im Garten des saudiarabischen Konsulats in Istanbul "biologische Beweise" gefunden haben, die diese These stützten. Türkischen Medienberichten zufolge durften die türkischen Ermittler einen Brunnen im Garten des Konsulats nicht untersuchen, doch wurde ihnen Wasserproben genehmigt.

15.15 Uhr: Die Türkei und die USA haben ihre Sanktionen gegen Minister des jeweils anderen Landes aufgehoben. Das teilte das türkische Außenministerium am Freitag in Ankara mit. Während das US-Finanzministerium entschieden habe, die Sanktionen gegen den türkischen Justizminister Abdulhamit Gül und Innenminister Süleyman Soylu aufzuheben, habe das türkische Außenministerium die Strafmaßnahmen gegen US-Justizminister Jeff Sessions und die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen aufgehoben.

Die Sanktionen waren wegen des Streits um den mittlerweile freigelassenen US-Pastor Andrew Brunson verhängt worden. Brunson saß seit Oktober 2016 unter dem Vorwurf der Spionage und der Unterstützung einer Terrororganisation in türkischer U-Haft und später im Hausarrest. Mitte Oktober wurde er freigelassen und kehrte in die USA zurück.

Türkischen Medienberichten zufolge durften die türkischen Ermittler einen Brunnen im Garten des Konsulats nicht untersuchen, doch wurde ihnen Wasserproben genehmigt.

14.50 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat rund einen Monat nach dem gewaltsamen Tod des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul die Tat verurteilt. Gleichzeitig verwies er aber auch auf eine entscheidende Rolle Saudi-Arabiens im Kampf gegen den Iran. „Was im Istanbuler Konsulat geschehen ist, ist fürchterlich, und damit sollte gebührend umgegangen werden“, sagte Netanjahu am Freitag nach Angaben seines Büros. Doch zur gleichen Zeit sei es „sehr wichtig für die Stabilität in der Region und der Welt, dass Saudi-Arabien stabil bleibt“.

Bisher hatte sich der israelische Regierungschef nicht zu der Tat geäußert. „Ich denke, es muss ein Weg gefunden werden, um beide Ziele zu erreichen“, sagte Netanjahu, „weil der Iran das größere Problem ist“.

Fall Khashoggi: Leiche zerstückelt und in Säure aufgelöst? Neue Enthüllungen aus der Türkei

12.07 Uhr: Die Leiche des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi ist nach Angaben eines Beraters des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zunächst zerstückelt und dann in Säure aufgelöst worden. "Sie sind den Leichnam losgeworden, indem sie ihn aufgelöst haben", sagte Yasin Aktay der Zeitung Hürriyet am Freitag. Seine Aussage deckt sich mit einem Bericht der  Washington Post, für die Khashoggi geschrieben hatte.

Neuesten Informationen zufolge "haben sie die Leiche zerstückelt, damit sie sich einfacher auflösen lässt", sagte Aktay. "Sie wollten sichergehen, dass nichts von der Leiche übrigbleibt." Die Washington Post zitierte eine türkische Quelle, wonach "biologische Beweise" im Garten des saudiarabischen Konsulats in Istanbul gefunden worden seien.

Fall Khashoggi: Saudischer Kronprinz soll ihn „Islamist“ genannt haben - was wusste Trump?

10.46 Uhr: Brisante Infos zum Fall Khashoggi: Wie die Washington Post und die New York Times unter Berufung auf Insider berichten, hatte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Khashoggi in einem Gespräch mit US-Präsident als „gefährlichen Islamisten“ tituliert und als Mitglied der Muslimbruderschaft bezeichnet. Das Telefonat soll sich wenige Tage vor dem Verschwinden des Journalisten zugetragen haben.

Damit habe die Trump-Administration frühzeitig von einem möglichen Mordmotiv der saudischen Führung gewusst, schlussfolgert die Times. Dennoch sei die US-Regierung - auch unter dem Einfluss anderer Verbündeter wie Israel und Ägypten - zu dem Schluss gekommen, Salmans Macht auch nach dem mutmaßlichen Mord nicht sinnvoll begrenzen zu können oder wollen. Stattdessen wolle man von einer Schwächung des Kronprinzen profitieren.

Saudia-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman.

In späteren offiziellen Statements sprach Saudi-Arabien von Khashoggi als einem „Freund“, der „einen großen Teil seines Lebens dem Dienst an seinem Land gewidmet habe“, wie die Washington Post notiert. Die Familie des früheren Post-Journalisten dementierte gegenüber der Zeitung die Darstellung Khashoggi sei Islamist gewesen: „Jamal Khashoggi war kein Mitglied der Muslimbruderschaft“, erklärten die Familie in einem Statement. „Jamal Khashoggi war in keinster Weise ein gefährlicher Mensch. Etwas anderes zu behaupten wäre lächerlich.“

Ausgerechnet Orban hilft Türkei und Erdogan in Sachen Justiz

10.44 Uhr: Das EU-Land Ungarn hilft der Türkei unter ihrem zusehends autoritären Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei der Reform des Justizwesens. „Ungarn verfügt über die Expertise, mit deren Hilfe es bei der Stärkung des Vertrauens in die Justiz Hilfe leisten kann“, sagte der ungarische Justizminister Laszlo Trocsanyi am Donnerstagabend in Ankara der ungarischen staatlichen Nachrichtenagentur MTI. Ungarn wolle seine Erfahrungen zur Verfügung stellen. Wie das konkret aussehen soll, führte er nicht aus. Innerhalb der EU steht Ungarn wegen Eingriffen der Regierung in die Justiz selbst in der Kritik.

6.46 Uhr: Die von Kurdenmilizen geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vorerst ausgesetzt. Grund seien die neuerlichen Angriffe aus der Türkei, hieß es in einer Mitteilung. Die Fortsetzung der Angriffe werde auch den Kampf gegen den IS für eine längere Zeit zum Stillstand bringen.

Zuvor hatte die türkische Armee zum zweiten Mal binnen einer Woche Stellungen der Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien beschossen. Die Region Kobane sei getroffen worden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch. Dabei seien vier YPG-Kämpfer getötet und sechs weitere verletzt worden. Die YPG bestätigte den Artilleriebeschuss aus der Türkei, nannte jedoch keine Opferzahlen.

Erdogan und Trump telefonieren wegen Syrien - News-Ticker

06.00 Uhr: Der türkische Armee teilte am Donnerstag mit, sie habe gemeinsame Patrouillen mit den USA in der nordsyrischen Region Manbidsch begonnen. Bislang hatten türkische und amerikanische Soldaten unabhängig voneinander patrouilliert.

Das Büro des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan teilte am Donnerstag mit, dieser habe mit US-Präsident Donald Trump telefoniert und unter anderem über Manbidsch (Syrien) gesprochen. Die beiden hätten sich zudem darauf verständigt, die Beziehungen der beiden Länder zu stärken.

Die gemeinsamen Militäreinsätze in Manbidsch waren im Juni vereinbart worden. Sie sollen unter anderem helfen, Spannungen zwischen der Türkei und den USA zu reduzieren sowie Kämpfe verschiedener Aufständischengruppen in der Gegend zu verhindern. Die YPG hatte Manbidsch im August 2016 von der Terrormiliz IS befreit. Im Juni hatte die YPG-Führung mitgeteilt, dass sie die Ausbildung lokaler Kräfte abgeschlossen und „Militärberater“ aus Manbidsch abgezogen habe.

Das waren die News aus Erdogans Türkei vom Donnerstag

16.00 Uhr: Angesichts einer drohenden Eskalation zwischen der Türkei und den syrischen Kurden will sich die internationale Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) als Vermittler einbringen. "Wir stehen im Kontakt mit der Türkei und den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF), um eine Deeskalation der Situation zu erreichen", erklärte der Sprecher des US-geführten Bündnisses, Oberst Sean Ryan, am Donnerstag. Die US-Regierung hatte sich zuvor besorgt über türkische Angriffe auf kurdische Stellungen geäußert.

Die SDF sind ein kurdisch-arabisches Bündnis, dessen Rückgrat die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bilden. Nach dem Beschuss von YPG-Stellungen nahe der nordsyrischen Grenzstadt Kobane durch die Türkei erklärte das SDF-Bündnis, ihre Offensive gegen die IS-Miliz im Osten Syriens auszusetzen. Die von den USA unterstützte Allianz belagert seit Wochen die IS-Bastion Hadschin, erlitt dort aber kürzlich einen schweren Rückschlag.

09.12 Uhr: US-Präsident Donald Trump fühlt sich im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi nicht von Saudi-Arabien betrogen. „Sie haben mich nicht betrogen. Ich meine, vielleicht haben sie sich selbst betrogen“, sagte Trump am Mittwoch auf die Frage von Journalisten. „Wir müssen sehen, wie sich alles entwickelt“, fügte er hinzu. Es gebe viele Fakten, die sich die USA nun anschauen müssten.

15.06 Uhr: Der saudiarabische Journalist Jamal Khashoggi ist nach Erkenntnissen der türkischen Justiz kurz nach Betreten des Konsulats seines Landes in Istanbul erwürgt worden. Anschließend sei der 59-jährige Regierungskritiker zerstückelt und die Körperteile seien fortgeschafft worden, erklärte die Istanbuler Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Demnach erfolgte die Tötung und die Beseitigung der Leiche gemäß einem "vorgefassten Plan".

Die Gespräche mit dem saudiarabischen Generalstaatsanwalt Saud bin Abdullah al-Muadschab zu dem Fall hätten in den vergangenen Tagen "trotz unserer guten Absichten, die Wahrheit zu enthüllen, keine konkreten Ergebnisse ergeben", hieß es in der Erklärung der Staatsanwaltschaft. Demnach wurde der Istanbuler Staatsanwalt nach Saudi-Arabien eingeladen.

Jamal Khashoggi.

Khashoggi war am 2. Oktober ins Istanbuler Konsulat seines Landes gegangen, um ein Dokument für seine Heirat abzuholen, aber nicht wieder herausgekommen. Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem "politischen Mord", der Tage im Voraus von einem aus Saudi-Arabien angereisten Kommando geplant worden sei. Unter internationalem Druck gestand Riad nach wochenlangen Dementis die Tötung des Journalisten ein.

31. Oktober 2018, 12:19 Uhr: Die Türkei hat Zweifel an der Kooperationsbereitschaft Saudi-Arabiens bei den Ermittlungen zur Tötung von Jamal Khashoggi geäußert. "Die saudiarabischen Vertreter scheinen vorwiegend daran interessiert herauszufinden, was für Beweise die türkischen Behörden gegen die Täter haben", sagte ein türkischer Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben nicht den Eindruck gewonnen, dass sie tatsächlich bei den Ermittlungen kooperieren."

Der türkische Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, bezog sich auf den Besuch von Saudi-Arabiens Generalstaatsanwalt Saud bin Abdullah al-Muadschab in Istanbul. Nach Gesprächen mit dem leitenden türkischen Staatsanwalt in dem Fall am Montag und einem Besuch am Tatort im saudiarabischen Konsulat am Dienstag traf al-Muadschab am Mittwoch in Istanbul mit Vertretern des türkischen Geheimdienstes zusammen.

Die Türkei-News vom 30. Oktober: Erdogan droht mit neuer Kurden-Offensive

16.22 Uhr: Die zyprische Küstenwache hat 17 Migranten von einem Boot gerettet, das wegen starken Seegangs rund 40 Seemeilen südöstlich vor Zypern Gefahr zu kentern lief. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren an Bord auch fünf Minderjährige im Alter zwischen drei und 15 Jahren.

Die Migranten gaben an, sie seien am 29. Oktober vom Libanon aus in See gestochen und hätten an Schleuser im Libanon 1000 Euro pro Kopf bezahlt. Aus welchen Staaten sie stammen, blieb zunächst unklar.

In den vergangenen Wochen haben die zyprischen Behörden eine erhöhte Anzahl ankommender Migranten registriert. Diese setzen überwiegend aus Syrien, der Türkei oder dem Libanon über. Die libanesische Küste liegt von Zypern aus rund 170 Kilometer entfernt, die türkische nur etwa 70 Kilometer.

14.54 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einer neuen Offensive auf die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Nordsyrien gedroht. "Wir werden die Terrorstrukturen östlich des Euphrat zerstören. Wir haben dazu unsere Vorbereitungen, unsere Pläne und Programme abgeschlossen", sagte Erdogan am Dienstag vor der Fraktion der Regierungspartei AKP in Ankara mit Blick auf die von den USA unterstützte Kurdenmiliz.

News aus Erdogans Türkei: Erdogan fordert vollständige Aufklärung im Fall Khashoggi

14.06 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den saudiarabischen Generalstaatsanwalt während dessen Besuch in Istanbul zur vollständigen Aufklärung des Falls Jamal Khashoggi aufgerufen. Als Generalstaatsanwalt müsse er die Frage klären, wer in Saudi-Arabien die 15 Mitglieder des Killer-Kommandos zur Tötung des Journalisten in die Türkei entsandt habe, sagte Erdogan am Dienstag. Khashoggis Verlobte warnte derweil US-Präsident Donald Trump davor, eine Vertuschung der Tat hinzunehmen.

Erdogan nahm den Generalstaatsanwalt aus Riad direkt in die Verantwortung: "Wer hat die 15 Leute entsandt? Als saudiarabischer Generalstaatsanwalt müssen Sie dies fragen, müssen Sie dies klären", sagte Erdogan vor Journalisten in Ankara mit Blick auf Saud bin Abdullah al-Muadschab, der am Montag zu Gesprächen über den Fall nach Istanbul gereist war.

"Dieser Fall muss nun aufgeklärt werden", sagte der Präsident weiter. "Es ist sinnlos auszuweichen. Es macht keinen Sinn zu versuchen, gewisse Leute zu schützen."

Lesen Sie auch: Unter Tränen: Khashoggis Verlobte gibt TV-Interview - Saudi-Arabien liefert Verdächtige nicht aus

14.05 Uhr: Die Hamburger Ausländerbehörde hat Berichte über eine angebliche Ausweisung des türkischen Journalisten Adil Yigit dementiert. Für Yigit sei keine Ausweisung angeordnet worden, auch eine Abschiebung des Manns sei nicht geplant, erklärte die Behörde am Montag. Am Wochenende hatte die Zeitung "taz", für die der Kritiker des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan schreibt, darüber berichtet.

Nach Angaben der Hamburger Ausländerbehörde wurde Yigits Antrag auf eine Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt, weil die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt seien. Diese Ablehnung sei "standardmäßig" auch mit einer Ausreiseaufforderung verbunden. In dem Bescheid werde ihm aber "gleichzeitig schriftlich zugesichert", dass ihm "nach Eintritt der Bestandskraft eine andere Aufenthaltserlaubnis erteilt wird".

Der türkische Journalist und Erdogan-Kritiker Adil Yigit.

"Diese Vorgehensweise hat die zuständige Ausländerbehörde mit Herrn Y. und seinem Rechtsanwalt im Vorfeld so abgesprochen. Herr Y. hat somit keine Ausweisung erhalten, und auch eine Abschiebung ist nicht vorgesehen", teilte die Behörde mit. "Die Ablehnung der Verlängerung der bisherigen Aufenthaltserlaubnis steht in keinem Zusammenhang mit den politischen Ansichten oder Tätigkeiten des Herrn Y."

Yigit lebt seit Jahren in Hamburg und gibt von dort aus eine Onlinezeitung heraus. Bekannt wurde er Ende September während Erdogans Staatsbesuch in Deutschland, als er sich bei einer Pressekonferenz in einem T-Shirt zeigte, mit dem er die Freilassung von Journalisten in der Türkei forderte. Er wurde daraufhin von Sicherheitsleuten aus dem Saal im Bundeskanzleramt geführt.

14.00 Uhr: Herzlich Willkommen zu unserem neuen News-Ticker aus der Türkei.

News aus Erdogans Türkei: Erdogan weiht neuen Flughafen in Istanbul ein

Zum türkischen Nationalfeiertag am Montag hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den neuen Istanbuler Airport am offiziell einweiht. Wenn er einmal komplett fertiggestellt ist, soll der Flughafen am Schwarzen Meew der größte der Welt sein. Zwei Terminals, sechs Startbahnen und eine Kapazität von 200 Millionen Passagieren im Jahr soll er erreichen. 

Für Erdogan ist es ein wichtiger Schritt zur Schaffung einer „neuen Türkei“. "Dieses Projekt ist einzigartig", sagte er am Montag im Beisein der Regierungschefs aus Serbien, Bulgarien und Albanien. "Der Flughafen ist ein Dienst an der Welt." 

Der türkische Präsident Erdogan bei der Eröffnung des neuen Flughafens in Istanbul.

Bis Ende Dezember wird Turkish Airlines nur fünf Ziele anfliegen, dann der große Umzug und ab Januar wird der reguläre Flugbetrieb starten. 

Mit dem Airport, der den kleineren Atatürk-Flughafen am Marmarameer ersetzen wird, soll Istanbul zu einem Luftdrehkreuz zwischen Europa und Asien werden. Zunächst sollen dort 90 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden, nach Fertigstellung der letzten Baustufe 2028 soll diese Zahl auf 200 Millionen steigen.

Nur drei Jahre hat der Bau des neuen Mega-Airports gedauert, doch am Ende gab es einige Verzögerungen. Proteste der Arbeiter gegen die miserablen Unterkünfte, die schlechten Arbeitsbedingungen und den hohen Zeitdruck, der immer wieder zu tödlichen Unfällen führte, sorgten im September für Unruhe. Die Polizei nahm hunderte protestierende Arbeiter fest, dann verschob die Flughafenleitung die Inbetriebnahme um zwei Monate.

News aus Erdogans Türkei: Syrien-Gipfel in Istanbul - Waffenruhe in Idlib soll bewahrt werden

Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Türkei haben bei ihrem Syrien-Gipfel in Istanbul am Samstag die Notwendigkeit betont, die Waffenruhe in der syrischen Provinz Idlib zu bewahren. Der Gipfel "betone die Bedeutung einer dauerhaften Waffenruhe und unterstreiche die Notwendigkeit, den Kampf gegen den Terror fortzuführen", hieß es in der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verlesenen Abschlusserklärung des Gipfels.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach bei der Pressekonferenz von einer "großen Verpflichtung, dass weitere humanitäre Katastrophen nicht passieren". Bei dem Gipfel hätten sie sich verpflichtet, dass die bisherige Feuerpause zu eine "nachhaltigen dauerhaften Waffenstillstand" werde. Es seien bereits "wichtige Fortschritte" bei der Schaffung einer demilitarisierten Zonen um Idlib erreicht worden, sagte Merkel.

News aus Erdogans Türkei: So verlief Altmaiers Besuch in der Türkei

Begleitet von Kritik der Opposition ist Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in die Türkei gereist, um sich für den Ausbau der Handelsbeziehungen einzusetzen. Es habe zuletzt "schwierige Momente" gegeben, doch seien die Handelsbeziehungen trotz aller Probleme stabil geblieben, sagte Altmaier am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem Kollegen Berat Albayrak. 

Bundeswirtschaftsminister Altmaier in der Türkei.

Die Bundesregierung habe ein hohes Interesse am Ausbau der Zusammenarbeit, "denn die Türkei ist ein Land, das Deutschland seit vielen Jahrzehnten freundschaftlich verbunden ist", sagte Altmaier. Er sprach von einer "großartigen Erfolgsgeschichte" in der 15-jährigen Regierungszeit von Präsident Recep Tayyip Erdogan und begrüßte, dass sich nach dem dramatischen Verfall der Lira im August die Währung zuletzt wieder gefangen habe.

Altmaier sprach von einer "Stabilisierung" der Situation und sagte, die "Maßnahmen der türkischen Regierung haben gewirkt". Sein Kollege Albayrak äußerte die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit nach dem "Win-Win-Prinzip". Deutschland sei als größter Handelspartner der Türkei von besonderer Bedeutung. Seit seinem Besuch und dem Besuch Erdogans in Deutschland im September gebe es einen "neuen Prozess", sagte er.

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fm/afp

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