Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

US-Kommandeur warnt vor Taliban

+
Der neue US-Kommandeur in Afghanistan, General Stanley McChrystal.

Washington - Der neue Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, hat vor zunehmender Stärke der Taliban gewarnt.

Die Aufständischen würden sich immer mehr außerhalb ihrer Hochburgen im Süden wagen und bislang vergleichsweise ruhige Regionen im Norden und im Westen des Landes bedrohen. “Es handelt sich derzeit um einen sehr aggressiven Feind“, sagte er dem “Wall Street Journal“ (Montag). “Wir müssen ihre Dynamik, ihre Initiative stoppen. Das ist eine hartes Stück Arbeit.“ Derzeit hätten die Taliban die Oberhand. Die US-Truppen müssten sich weiterhin auf hohe Verlusten einstellen.

Änderung der Strategie angekündigt

McChrystal, der sich auf dem NATO-Stützpunkt in Kabul äußerte, kündigte zugleich eine Strategieänderung der Truppen in Afghanistan an, schreibt das Blatt. Demnach würden künftig mehr Soldaten in bedrohten Städten und dicht besiedelten Gebieten eingesetzt. Ausdrücklich nannte der General dabei die Stadt Kandahar im Süden des Landes, einer der Hochburgen der Taliban. “Es ist wichtig, dass wir alles, was zu tun ist, unternehmen, um die Sicherheit von Kandahar zu gewährleisten“, meinte McChrystal. Aufgabe der Soldaten sei es, die Zivilbevölkerung besser vor Bedrohungen und Einschüchterungen der Taliban zu schützen.

McChrystal will sich bis Ende August in Washington über eine strategische Neuorientierung äußern. Vermutlich werde er die Entsendung von weiteren 10 000 Soldaten fordern, schrieb das Blatt unter Berufung auf hohe Militärs. Der Afghanistan-Krieg dauert bereits acht Jahre.

Möglicherweise Widerstand gegen mehr Soldaten

Eine weitere Truppenaufstockung könnte allerdings in Washington auf Widerstand stoßen, schreibt das “Wall Street Journal“ weiter. US-Präsident Barack Obama hat bereits 21 000 zusätzliche US-Soldaten nach Afghanistan geschickt, die bis zum Herbst ankommen werden. Damit erhöht sich die Zahl der amerikanischen Soldaten auf 68 000. Hinzu kommen rund 30 000 Soldaten aus NATO-Staaten und anderen Ländern. Die USA und enge Verbündete griffen das Land nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 an, um die Talibanregierung zu stürzen und die Ausbildung von El-Kaida-Terroristen zu beenden.

dpa