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Von der Leyen sagt Kosovo-Besuch ab

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihre für Montag geplante Kosovo-Reise wegen der Festsetzung mehrerer deutscher Militärbeobachter durch prorussische Separatisten in der Ostukraine abgesagt.

Das sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin.

Die Separatisten halten die OSZE-Militärbeobachter seit Freitag fest und planen nach eigenen Aussagen keine schnelle Freilassung der Männer. Unter ihnen sind auch vier deutsche Bundeswehrangehörige. Die bewaffneten Aktivisten werfen den Beobachtern „Spionage für die Nato“ vor und erwägen einen Austausch mit inhaftierten Gesinnungsgenossen.

Von der Leyen hatte ursprünglich am Montagmittag zu einem zweitägigen Kosovo-Besuch aufbrechen wollen, um sich ein Bild von dem Bundeswehreinsatz in dem Balkanstaat zu machen. Die Reise war aus Sicherheitsgründen nicht vorher öffentlich angekündigt worden.

Fast 700 deutsche Soldaten beteiligen sich im Kosovo an der von der Nato geführten internationalen KFOR-Truppe. Sie überwachen und unterstützen die Entwicklung der Sicherheitsstrukturen im Land. Der Einsatz läuft seit dem Ende des Kosovo-Krieges 1999.

dpa

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