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Über Ostukraine abgeschossenes Flugzeug

Putin lehnt MH17-Tribunal erneut ab

Brennende Wrackteile der abgeschossenen Boeing in der Ostukraine.
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Brennende Wrackteile der abgeschossenen Boeing in der Ostukraine.

New York - Am 17. Juli 2014 stürzte eine Maschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine ab. Alle 298 Menschen an Bord starben. Wird ein internationales Tribunal den Fall untersuchen?

Kurz vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates hat der russische Präsident Wladimir Putin ein internationales Tribunal zum Absturz der malaysischen Boeing MH17 erneut abgelehnt. Ein solches Gericht wäre unzweckmäßig, sagte Putin laut Kreml in einem Telefonat mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte. Rutte appellierte nach Angaben Den Haags dringend an den Kremlchef, einem UN-Tribunal doch noch zuzustimmen. Russland hatte zuvor mit einem Veto dazu im Sicherheitsrat gedroht, der Mittwoch in New York zusammentreten sollte.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über dem Kriegsgebiet Ostukraine vermutlich von einer Rakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord starben. Russland und die Ukraine machen sich für den Abschuss gegenseitig verantwortlich. Die Umstände sind nicht eindeutig geklärt. Da die meisten Opfer Niederländer waren, wurde das Land mit der Leitung der Ermittlungen beauftragt.

Dem Kreml zufolge hatten die Niederlande um das Telefonat gebeten. „Es war ein offenes und ausführliches Gespräch“, hieß es in einer in Den Haag verbreiteten Erklärung. Rutte habe Putin daran erinnert, dass er im vergangenen Jahr einer UN-Resolution über eine strafrechtliche Verfolgung zugestimmt habe. „Das sind wir alle auch den Opfern und Angehörigen dieser entsetzlichen Katastrophe schuldig“, wird Rutte zitiert.

Putin sagte im Telefonat mit Rutte, es gebe noch zahlreiche Fragen an die Ermittler - darunter in Bezug auf die gesammelten Beweise und auf den Ausschluss Russlands von den Ermittlungen. Russland sei zu einer engen Kooperation bereit, um die Tragödie aufzuklären, betonte der Präsident in der am Mittwoch in Moskau veröffentlichten Mitteilung.

Putin bedauerte in dem Gespräch, dass ein von Russland vorgelegter MH17-„Kompromissvorschlag“ im Weltsicherheitsrat abgelehnt wurde.

dpa

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