Verfolgte Muslim-Minderheit

Unicef: Schon bis zu 400 000 Rohingyas aus Myanmar geflohen

Mit weniger mehr als dem nackten Leben erreichen Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya erreichen die Küste von Bangladesch. Foto: Dar Yasin
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Mit weniger mehr als dem nackten Leben erreichen Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya erreichen die Küste von Bangladesch. Foto: Dar Yasin
Flüchtlingslager in Bangladesch: Die Zahl der aus Myanmar nach Bangladesch geflüchteten Rohingya ist nach UN-Angaben auf etwa 370 000 gestiegen. Foto: Dar Yasin
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Flüchtlingslager in Bangladesch: Die Zahl der aus Myanmar nach Bangladesch geflüchteten Rohingya ist nach UN-Angaben auf etwa 370 000 gestiegen. Foto: Dar Yasin
Ein Rohingya-Kind steht im bangladeschischen Ukhia an einem Holzzaun im Flüchtlingslager Kutupalong, nachdem es kurz zuvor die Grenze von Myanmar nach Bangladesch überquert hat. Foto: Bernat Armangue
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Ein Rohingya-Kind steht im bangladeschischen Ukhia an einem Holzzaun im Flüchtlingslager Kutupalong, nachdem es kurz zuvor die Grenze von Myanmar nach Bangladesch überquert hat. Foto: Bernat Armangue
Diese Zelte in Kutupalong im Bezirk Cox&#39s Bazar (Bangladesch) wurden von Rohingya-Flüchtlingen als provisorische Unterkunft errichtet. Foto: Nazrul Islam
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Diese Zelte in Kutupalong im Bezirk Cox's Bazar (Bangladesch) wurden von Rohingya-Flüchtlingen als provisorische Unterkunft errichtet. Foto: Nazrul Islam
Etwa 300 000 Rohingya sind nach neuesten Schätzungen aus Myanmar ins bitterarme Nachbarland Bangladesch geflohen. Foto: Nazrul Islam
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Etwa 300 000 Rohingya sind nach neuesten Schätzungen aus Myanmar ins bitterarme Nachbarland Bangladesch geflohen. Foto: Nazrul Islam
Grenzsoldat in einem Flüchtlingslager für Rohingyas an der Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire
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Grenzsoldat in einem Flüchtlingslager für Rohingyas an der Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire
Sie haben nichts mehr: Flüchtlinge der Rohingya tragen eine alte Frau über einen schlammigen Weg, nachdem sie die Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar überquert haben. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire
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Sie haben nichts mehr: Flüchtlinge der Rohingya tragen eine alte Frau über einen schlammigen Weg, nachdem sie die Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar überquert haben. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire
Ein Mitglied der muslimischen Minderheit der Rohingyas protestiert unter Tränen vor der Botschaft von Myanmar im malaysischen Kuala Lumpur gegen die Unterdrückung und Gewalt gegenüber der Volksgruppe in Myanmar. Foto: Daniel Chan
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Ein Mitglied der muslimischen Minderheit der Rohingyas protestiert unter Tränen vor der Botschaft von Myanmar im malaysischen Kuala Lumpur gegen die Unterdrückung und Gewalt gegenüber der Volksgruppe in Myanmar. Foto: Daniel Chan

Hunderttausende Rohingya sind mittlerweile aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen, doch der UN-Sicherheitsrat war bislang stumm geblieben. Jetzt trat das Gremium zusammen, aber mehr als eine dürre Erklärung kam nicht dabei heraus. Der UN-Chef wird da deutlicher.

Genf/New York (dpa) - Die Anzahl der geflüchteten muslimischen Rohingyas aus Myanmar steigt immer weiter. Nach UN-Angaben befinden sich bereits bis zu 400 000 Rohingyas im Nachbarland Bangladesch, wie das Kinderhilfswerk Unicef in Genf mitteilte. Am Vortag war die Zahl noch auf 370 000 geschätzt worden.

Jeden Tag kämen Tausende Hilfsbedürftige hinzu. Unter den Geflüchteten befinden sich laut Unicef rund 60 Prozent Kinder. "Die Situation vor Ort setzt die Kinder einem großen Risiko aus, Krankheiten durch verseuchtes Wasser zu bekommen", sagte der zuständige Unicef-Vertreter.

Die UN-Organisation hat nun damit begonnen, Wasser und Sanitärbedarf in den am stärksten betroffenen Bezirk in Bangladesch, Cox's Bazar, zu liefern.

Seit dem 25. August ist mehr als ein Drittel der Angehörigen der muslimischen Minderheit aus Myanmars Bundesstaat Rakhine nach Bangladesch geflohen. Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Die Rohingya sind staatenlos, seit das damalige Birma ihnen 1982 die Staatsbürgerschaft aberkannte. Die jüngste Gewaltwelle hatte mit Angriffen von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten begonnen.

Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch ein Ende der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar gefordert. UN-Generalsekretär António Guterres rief die Regierung des Landes in New York dazu auf, den Militäreinsatz gegen die Rohingya zu beenden und ihre Rechte anzuerkennen.

"Dies ist eine dramatische Tragödie, die Menschen sterben und leiden in furchtbaren Zahlen und das muss aufhören." Die humanitäre Situation für die Rohingya sei "katastrophal". Er fordere alle Länder auf, "zu unternehmen, was sie können, damit humanitäre Hilfe geleistet werden kann".

Der UN-Sicherheitsrat befasste sich am Mittwoch erstmals seit der Eskalation des Konflikts mit dem Thema, allerdings hinter verschlossenen Türen. Es habe einen "sehr ausgedehnten Austausch von Ansichten" gegeben, sagte der äthiopische UN-Botschafter und derzeitige Ratspräsident Tekeda Alemu nach dem Treffen. Die Mitglieder des Rates seien "sehr besorgt" und forderten alle Beteiligten auf, Schutz und Sicherheit der Rohingya sicherzustellen.

Beobachter kritisierten die Erklärung des Sicherheitsrats als nicht weitreichend genug. Er hätte sich gewünscht, "dass es ein bisschen weitergeht", sagte Alemu. Als Präsident des Sicherheitsrats könne er aber nur mitteilen, worauf sich das Gremium geeinigt habe.

Zwei hochrangige Treffen zu dem Konflikt seien am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung, die am kommenden Dienstag beginnt, angesetzt worden, sagte der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft. Manmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte ihre Teilnahme an der Vollversammlung allerdings abgesagt.

Myanmar steht wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die muslimische Minderheit der Rohingya derzeit massiv in der Kritik. Die Rohingya werden von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens.

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