Bayerns Präsident spricht Klartext

Uli Hoeneß verteidigt Putins Krim-Politik

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Uli Hoeneß.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß wirbt für Verständnis für Russland bei der Annexion der Krim und schlägt Kooperation statt Aggression vor.

Düsseldorf - Bayern Münchens Vereinspräsident Uli Hoeneß hat um Verständnis für die russische Annexion der Krim geworben. „Ich bin nicht der Meinung, dass das nur die Russen schuld waren, dass diese Krim-Geschichte passiert ist“, sagte Hoeneß am Montagabend beim Düsseldorfer Ständehaus-Treff der „Rheinischen Post“. „Wenn die NATO immer näher kommt und an die russische Mittelmeerflotte heranrückt, dann möchte ich mal hören, wie Sie reagieren“, sagte Hoeneß im Gespräch mit RP-Chefredakteur Michael Bröcker vor rund 550 Gästen. Es sei aber „nicht in Ordnung“ gewesen, „dass der Krieg passiert ist“.

Russland hatte die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim im März 2014 annektiert. Zudem kämpfen seit mehr als drei Jahren pro-russische Separatisten in der Region Donezk und dem angrenzenden Gebiet Luhansk gegen ukrainische Regierungstruppen. In dem Krieg starben UN-Angaben zufolge bisher mehr als 10 000 Menschen.

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Die EU-Staaten hatten 2014 mit Wirtschaftssanktionen reagiert und diese zuletzt bis zum Sommer verlängert. Derzeit fordern unter anderem ostdeutsche Ministerpräsidenten eine Lockerung der Sanktionen.

Auch Hoeneß kritisierte die scharfe Ablehnung der russischen Politik: „Die Deutschen machen einen Riesenfehler, dass wir die Russen permanent attackieren“, sagte er. „Es wäre viel besser, wenn wir kooperieren würden.“ Nichts werde sich ändern durch Aggression. „Ein Land wie Russland können Sie nicht so führen wie die Demokratie in Deutschland.“

dpa

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