Operation „Olivenzweig“ in Afrin

Türkei fliegt weiter Luftangriffe gegen kurdische Milizen in Syrien

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Türkische Panzer überqueren bei Kilis (Türkei) die Grenze nach Syrien. Die Türkei fliegt im Rahmen der Offensive "Olivenzweig" auch Luftangriffe gegen kurdische Milizen in der syrischen Provinz Afrin.

Die türkische Luftwaffe hat in der Nacht zu Sonntag erneut Stellungen kurdischer Milizen in Syrien bombardiert.

Istanbul - Eine Woche nach Beginn des Militäreinsatzes der Türkei in Nordwestsyrien hätten die Angriffe Verstecken und Waffenlagern der kurdischen Volksschutzeinheiten YPG gegolten, teilten die Streitkräfte mit.

Seit Beginn der Offensive am Samstag vor einer Woche seien 484 gegnerische Kämpfer „neutralisiert“ worden, hieß es weiter. Mit „neutralisiert“ ist in der Regel getötet gemeint, der Begriff kann aber auch verletzt oder gefangen genommen bedeuten. Die kurdischen Milizen bestätigten das zunächst nicht.

Die YPG ist mit den USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbündet. Für das Nato-Mitglied Türkei ist die YPG der verlängerte Arm der kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation.

Die Türkei hatte die Offensive am 20. Januar zunächst mit Luftangriffen begonnen und rückte einen Tag später unterstützt von der Freien Syrischen Armee (FSA) mit Bodentruppen in Nordwestsyrien vor. Nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wurden seit Beginn des Einsatzes 20 Soldaten und verbündete FSA-Kämpfer getötet.

Die kurdische Miliz YPG kontrolliert entlang der syrisch-türkischen Grenze große Gebiete. Die Türkei will eine langfristige kurdische Kontrolle der Grenzgebiete verhindern.

dpa

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