Merkur-Exklusiv

Tausende Akten zum Olympia-Attentat offengelegt

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Der gesprengte Helikopter auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck.

München - Gibt es bald neue Erkenntnisse zum Olympia-Attentat von 1972? Denn das Münchner Staatsarchiv hat nun Tausende unbekannte Akten offengelegt.

Das Staatsarchiv München hat Tausende unbekannte Akten zum Olympia-Attentat 1972 offengelegt. Das berichtet der Münchner Merkur (Freitagsausgabe). Die Dokumente schlummerten jahrzehntelang in Archiven des Polizeipräsidiums München und weiterer Behörden. Die Offenlegung erfolgte auf Bitten der israelischen Regierung.

Der Leiter des Staatsarchivs, Christoph Bachmann, ist davon überzeugt, dass die Sichtung der Polizeiprotokolle, Einsatztagebücher und des umfangreichen Schriftverkehrs zwischen den Ermittlungsbehörden neue Erkenntnisse rund um die Spiele und das Attentat zu Tage fördern werde. „Da steckt viel drin. Einige historische Sachverhalte müssten sicher korrigiert werden“, sagte der Chef des Staatsarchivs dem Münchner Merkur. Seit Anfang 2015 stehen die Unterlagen für wissenschaftliche Forschungen, aber auch für Betroffene oder deren Nachkommen zur Einsicht zur Verfügung. Bislang habe aber niemand um Einsicht gebeten, sagte Bachmann der Zeitung, auch nicht israelische Regierungsbehörden, „was mich schon etwas verwundert“. Bei dem Olympia-Attentat am 5. September 1972 starben neun Geiseln und ein deutscher Polizist, außerdem fünf Terroristen.

mm

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