Deutscher Soldat bei Anschlag der Taliban getötet

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Kundus - Fünf Tage nach dem verheerenden Anschlag in Nordafghanistan ist in der Region erneut ein deutscher Soldat getötet worden. Die Bundeswehr bestätigte den Tod des Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag in der Provinz Baghlan am Donnerstag.

Der Tote ist somit der vierte gefallene deutsche Soldat innerhalb von neun Tagen. Demnach wurden außerdem zwei deutsche Soldaten schwer und drei weitere leicht verletzt.

Der Sprengstoffanschlag ereignete sich nach Angaben der Bundeswehr etwa 36 Kilometer südlich von Kundus.

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Am vergangenen Samstag waren bei einem Anschlag am Sitz des Gouverneurs der Provinz Tachar zwei deutsche Soldaten getötet und sechs weitere verletzt worden. Unter den Verletzten des Anschlags von Talokan ist der deutsche Regionalkommandeur der Internationalen Schutztruppe für Nordafghanistan, General Markus Kneip.

Baghlans Gouverneur Munschi Abdul Madschid sagte, ein Sprengsatz am Straßenrand habe am Donnerstagmorgen in dem Ort Anarchel im Distrikt Baghlan-e-Markasi ein gepanzertes Fahrzeug ausländischer Truppen zerstört. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

De Maiziére: Keine Änderung der Strategie

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will trotz des Anschlages am bisherigen Kurs des Bundeswehreinsatzes festhalten. “Unsere Strategie ist richtig, sie greift, die Taliban verlieren an Boden“, sagte de Maizière am Donnerstag in Dresden. “Vor Gewalt darf man nicht weichen. Wenn wir jetzt gingen, würde das Vertrauen der Afghanen erschüttert.“ Die deutschen Soldaten würden weiter auf Patrouille gehen, kündigte er an. “Wir wollen Sicherheit und Entwicklung, nicht Terror und Unterdrückung.“

“Wir trauern um den gefallenen Soldaten“, sagte der Minister. “In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei dem Gefallenen und seinen Angehörigen.“ Bei dem Anschlag in Nordafghanistan waren am Donnerstag ein Soldat getötet und fünf verwundet worden. Einer davon befinde sich in einem kritischen Zustand, meinte de Maizière. Zu welcher Einheit und welchem Heimatstützpunkt in Deutschland die Soldaten gehören, wollte er mit Rücksicht auf die Angehörigen nicht sagen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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