Appell im Ersten

Coronavirus: „Tagesthemen“-Kommentator stellt klare Schul-Forderung - „Brauchen Gemeinschaft“

Journalist Thomas Berbner spricht in einem Beitrag der ARD-Sendung Tagesthemen in die Kamera
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„Tagesthemen“-Kommentator Thomas Berbner hat eine klare Vorstellung zur Schulrückkehr.

In einigen Bundesländern laufen noch die Sommerferien, woanders geht es zurück in die Schule. Ein „Tagesthemen“-Journalist fordert die Rückkehr zur Normalität.

  • Für einige Schulen in Deutschland geht der Unterricht wieder los.
  • In mehreren Bundesländern beginnt nach dem Ende der Sommerferien das neue Schuljahr.
  • Ein ARD-Kommentator wünscht sich nach dem viermonatigen Corona-bedingten Lockdown eine schnelle Rückkehr zum Alltag.

Berlin/München - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Schulbetrieb waren in den vergangenen Monaten deutschlandweit enorm. Zeitweise mussten die Schulen in den Lockdown gehen, Unterricht fand zumeist nur via Internet statt.

In einigen Bundesländern geht es nach dem Ende der Sommerferien jetzt in das neue Schuljahr. Weiterhin wird der Schulalltag von Einschränkungen bestimmt. Lehrer und Ärzte zeigten sich bereits extrem besorgt - doch „Tagesthemen“-Kommentator Thomas Berbner forderte am Montag im Ersten eine schnelle Rückkehr zur Normalität.


Video: Schulbeginn nach Coronapause in Deutschland - Maskenpflicht in vielen Bundesländern

Der NDR-Journalist ist der Überzeugung: „Es muss wieder regelmäßig Unterricht im Klassenverband geben, die Kinder brauchen endlich wieder die Gemeinschaft mit ihren Mitschülern und auch die Anwesenheit ihrer Lehrer.“

Zwar seien die ersten Maßnahmen der Bundesländer, mit Schulschließungen zu Beginn der Corona-Pandemie auf das Virus zu reagieren, richtig gewesen. Damals habe man fatale Folgen befürchtet.

„Tagesthemen“ (ARD) zu Schulöffnung nach Corona-Lockdown: „Kinder sich nicht wie befürchtet die Hauptverbreiter“

Allerdings sieht Berbner aufgrund neuer Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus* die Zeit gekommen, den Schulunterricht wieder in gewohntem Klassenverbund aufzunehmen. „Immer mehr deutsche Studien zeigen, Kinder sich nicht wie befürchtet die Hauptverbreiter der gefährlichen Krankheit“, führte der Journalist in der ARD-Sendung aus.

Zwar sei das Coronavirus nach wie vor nicht gänzlich erforscht*, so hat man auch über eine mögliche Immunität bei bereits Erkrankten* keine gesicherten Informationen. Die Öffnung der Schulen sei trotzdem die richtige Entscheidung, findet Berbner. Es brauche nun „pragmatische Konzepte und klare Ansagen durch die Kultusminister“ der Länder.

„Tagesthemen“ (ARD) zu Schule trotz Corona: „Es wird keine einhundert prozentige Sicherheit geben“

Zudem bedürfe es der Disziplin aller Beteiligten im täglichen Umgang mit den Corona-Regeln. Im Schulalltag sollten Kinder vorwiegend innerhalb ihres Klassenverbandes bleiben, durch häufiges Händewaschen die Hygieneregeln einhalten. Außerdem fordert Berbner, dass auch die Lehrer durch geeignete Maßnahmen wie das Tragen von Mund-Nasen-Masken und Abstandhalten zu einer Verringerung des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus* beitragen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus unter Kindern und Jugendlichen besser erforschen zu können, schlägt Berbner begleitende wissenschaftliche Studien nach Wiedereröffnung der Schulen vor. „Es wird keine einhundertprozentige Sicherheit geben“, ist sich der Journalist sicher.

Allerdings hätten „die sozialen und gesellschaftlichen Folgen“, die Kindern und Jugendlichen ohne regelmäßigen Kontakt mit Gleichaltrigen drohen, bei der Entscheidung der Landespolitiker zur Rückkehr in den Schulbetrieb womöglich eine gewichtige Rolle gespielt. (kh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Im Zuge der Berichterstattung über die Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut ernteten ARD und ZDF viel Kritik. Einige Zuschauer ließen ihrem Unmut in den sozialen Medien freien Lauf.

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