Fasching, Bund und Modesünden

Vom Haudrauf zum Landesvater - Söders Leben in Bildern

Stationen von Markus Söder: Als Baby mit Großvater Theodor...
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Stationen von Markus Söder: Als Baby mit Großvater Theodor...
...1976 im Fasching...
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...1976 im Fasching...
...mit Vater Max...
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...mit Vater Max...
...1986 beim Bund...
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...1986 beim Bund...
...Modesünden in den 80ern...
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...Modesünden in den 80ern...
...als bekennender Elvis-Fan mit Tolle...
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...als bekennender Elvis-Fan mit Tolle...
...als Europaminister 2008...
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...als Europaminister 2008...
...als Gymnasiast vor dem Nürnberger Fernsehturm...
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...als Gymnasiast vor dem Nürnberger Fernsehturm...

An diesem Freitag steigt Markus Söder zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten auf. Wir haben das bunte Leben des Nachfolgers von Horst Seehofer in Bildern aufgearbeitet.

München - Man kennt ihn als giftgrünen Shrek, Punk oder Prinzregent Luitpold - in seiner Jugend übte er sich als Elvis-Double. Markus Söder (51) fühlte sich schon immer in allen möglichen Rollen wohl. Politisch machte er sich als Haudrauf einen Namen, der polarisierte. An diesem Freitag bekommt Söder die Traumrolle, auf die er seit Jahren hingearbeitet hat: Die Landtags-CSU wird ihn zum Ministerpräsidenten wählen.

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Der Weg dahin war lang. Als Sohn einer frommen protestantischen Familie, die ein kleines Baugeschäft betrieb, wuchs er im Nürnberger Stadtteil Schweinau auf. Mit 16 trat er der JU bei, studierte nach dem Abi Jura, wurde 1992 Journalist beim BR und 1994 in den Landtag gewählt, 1995 bis 2004 war er Bayerns JU-Chef. 2003 bis 2007 machte er sich als CSU-Generalsekretär mit deftigen Sprüchen bundesweit einen Namen: 2004 forderte er, 14-Jährige sollen nach 20 Uhr nicht mehr ohne Erwachsene aus dem Haus. 2007 forderte Söder: „Ab dem Jahr 2020 dürfen nur noch Autos zugelassen werden, die über einen umweltfreundlichen Antrieb verfügen.“ Von alldem hört man nichts mehr.

Hier gibt es alle wichtigen Infos rund um die bayerische Landtagswahl 2018.

88.600 Kilometer pro Jahr

Seit 2007 ist er Minister - und im Dauerwahlkampf mit dem Ziel: Ministerpräsident. Einmal für Europa und Bund zuständig, einmal für Umwelt und Gesundheit und seit 2011 für Finanzen. 2013 erfand er auch noch das Heimatministerium in Nürnberg. 88.600 Kilometer legt er im Jahr zurück, etwa 1000 Termine, davon 400 öffentlich. Jeder Radweg wird persönlich eingeweiht, Söder kennt jeden Winkel und knüpft überall Kontakte, erweitert sein Netzwerk.

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Als Seehofer ins Wanken gerät, kommt seine Stunde, er wird für sein Dauerwerben belohnt. Auf einmal beantwortet er Journalistenfragen ruhig und bedacht, übt ernste Mine, spart sich Polemik. Vom Haudrauf zum Landesvater: Die Metamorphose ist abgeschlossen. Ob sie geglückt ist, das entscheiden im Herbst die Wähler.

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Johannes Welte

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