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Medienbericht

Spahn: Tun alles für Impfstart noch im Dezember

Jens Spahn
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn arbeitet an einem möglichst schnellen Impfstart. Foto: Daniel Karmann/dpa-POOL/dpa

Immer stärker häuften sich in den vergangenen Tagen Schlagzeilen, die Hoffnung machen: Bald rollen Impfungen gegen Corona an. Doch wann genau? Und wieso eigentlich noch immer nicht?

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält einen Beginn von Impfungen gegen das Coronavirus noch im Dezember für denkbar.

«Wir tun alles dafür», dass es noch im Dezember losgehen könne mit dem Impfen, sagte der CDU-Politiker am Montag im «Polittalk aus der Hauptstadt», einer Kooperation des RBB-Inforadios mit der «Süddeutschen Zeitung». Spahn machte erneut deutlich, dass es keine Notfallzulassung für Deutschland, sondern eine europäische bedingte Zulassung für den ersten Impfstoff geben solle. «Damit sind wir mit allen 27 Mitgliedstaaten angetreten, nicht zuletzt um Vertrauen zu erhalten. Ich bin mir sehr sicher, bei einer Notzulassung würde manche Debatte sicherlich darüber geführt: Ist da genug geprüft worden, wurde da tief genug hineingegangen in die Daten?», betonte Spahn.

Am Montag hatte die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA deutlich gemacht, dass das Zulassungsverfahren für einen Corona-Impfstoff kaum zu beschleunigen ist. Spätestens am 29. Dezember werde das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen, erklärte die Direktorin der EMA, Emer Cooke, am Montag in Amsterdam. «Wir arbeiten rund um die Uhr für die Zulassung des ersten Covid-19-Impfstoffes». Die Fristen würden allerdings im Laufe des Prüfverfahrens «ständig neu bewertet».

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Christine Aschenberg-Dugnus, sagte: «Es kann nicht sein, dass ein in Deutschland entwickelter Impfstoff erst im Januar zugelassen und verimpft werden kann.» Der Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech ist bereits in Großbritannien, Kanada und den USA mit einer Notzulassung auf dem Markt. Es sei unverständlich, warum Deutschland seine EU-Ratspräsidentschaft nicht nutze, um auf eine schnelle europäische Zulassung hinzuwirken, sagte Aschenberg-Dugnus. Spahn hatte zuvor eine Beschleunigung des Verfahrens gefordert.

© dpa-infocom, dpa:201214-99-683817/5

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