Gedenken am 25. Todestag

Seehofer: Strauß war eine "Ausnahmepersönlichkeit"

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Seehofer erinnerte in Rott am Inn an das CSU-Urgestein Franz Josef Strauß. Dessen Todestag jährte sich am 3. Oktober zum 25. Mal.

Rott am Inn - Zum 25. Todestag von Franz Josef Strauß: Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdigte ihn als europäischen Staatsmann, politischen Visionär und bayerischen Landesvater.

Gedenken an Franz Josef Strauß in der Kirche St. Michael in München.

„Franz Josef Strauß war eine Ausnahmepersönlichkeit in unserer Zeitgeschichte“, sagte Seehofer am Donnerstag bei einer Gedenkfeier für den oft als CSU-Übervater bezeichneten Politiker im oberbayerischen Rott a. Inn (Landkreis Rosenheim). Strauß' Leistungen wirkten bis heute fort. „Aus tiefer Überzeugung hat Franz Josef Strauß gegen die deutsche Teilung und für die Wiedervereinigung des deutschen Volkes gekämpft. Der Tag der deutschen Einheit bleibt daher immer verbunden mit dem tiefen Dank an Franz Josef Strauß für seine Verdienste um unser Vaterland“, sagte der bayerische Ministerpräsident im Beisein zahlreicher politischer Weggefährten des Verstorbenen sowie aktueller CSU-Spitzenpolitiker.

In der Familiengruft auf dem Friedhof legte Seehofer einen Kranz nieder, Gebirgsschützen feuerten Salut. Zuvor war exakt am 25. Todestag des einstigen bayerischen Ministerpräsidenten in der katholischen Pfarrkirche St. Marinus und St. Anianus ein Gottesdienst gefeiert worden. Zudem fand auf Einladung der örtlichen CSU ein Bürgerempfang statt. Bereits am Mittwoch hatten Staatsregierung und CSU in München mit einem Festakt, einem Gottesdienst und einem Empfang an Strauß erinnert.

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Strauß starb am 3. Oktober 1988, zwei Tage nach seinem Zusammenbruch bei einer Jagd. Fünf Tage später wurde er in Rott a. Inn an der Seite seiner vier Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Frau Marianne beerdigt. 27 Jahre lang - von 1961 bis zu seinem Tod - war er Parteichef.

Seine Karriere hatte der Sohn eines Schwabinger Metzgers als Vize-Landrat in Schongau begonnen. Später war er Atomminister und Verteidigungsminister, ehe er 1978 Ministerpräsident wurde und 1980 als Unions-Kanzlerkandidat die Bundestagswahl gegen Helmut Schmidt (SPD) verlor.

dpa

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