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Kommt bezahlter Eltern-Urlaub?

Merkel verkündet Entscheidung: Schulen und Kitas vor der Schließung - „Klare Regelung“ für Bayern

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Der Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel brachte das Ergebnis: Ein harter Lockdown ab dem 16. Dezember soll kommen. Was das für das Bildungssystem bedeutet? Alle News im Schulticker.

  • Am 13. Dezember beriet Kanzlerin Angela Merkel erneut mit den Länderchefs zur Corona*-Lage.
  • Die Corona*-Zahlen sind nach wie vor zu hoch. Deutschland steht vor einem neuen Lockdown.
  • Erste Details - auch zu Schulen und Kitas - stehen nun fest.
  • Hier finden Sie die Corona-News aus Deutschland. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

Update vom 13. Dezember, 18.56 Uhr: Warum gehen die Schulen nicht schon ab Montag in Distanzunterricht? Auf diese Frage antwortet der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im BR-Interview: „Bayern hat schon seit letzter Woche den Unterricht runtergefahren. Was wir jetzt beschlossen haben, ist eine klare Regelung.“

„In Bayern haben wir mit Abstand die höchste Sicherheitsstufe in der Schule“, sagt Söder. „Schulpflicht ist Schulpflicht“ - auch für die kommenden beiden Tage. Auch besorgte Eltern müssen demnach die Kinder noch in die Schule schicken.

Update vom 13. Dezember, 16.59 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gefordert, die Schulen und Kitas rasch wieder zu eröffnen - „sobald die Infektionslage dies zulässt“. An Eltern gerichtet sagte sie:  „Wir tragen dafür Sorge, dass Familien in dieser sehr angespannten und schwierigen Situation nicht alleine sind und wir die Krise solidarisch bewältigen.“ Und sie fügte hinzu: „Bei allen Einschränkungen gerade für die Kinder und Jugendlichen muss das Kindeswohl und der Kinderschutz berücksichtigt werden.“

Auch Schulen und Kitas sollen soweit als möglich geschlossen werden.

Update vom 13. Dezember, 14.58 Uhr: In Brandenburg werden die Schulen schon ab Montag für den Präsenzunterricht größtenteils geschlossen. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke mit. Ausgenommen bleiben Abschlussklassen und Förderschulen. Nach den Weihnachtsferien soll es für alle anderen Schüler bis zum 10. Januar nur noch Distanzunterricht geben.

Corona-Lockdown in Deutschland: Weihnachtsferien in Baden-Württemberg sollen vorverlegt werden

Update vom 13. Dezember, 14.49 Uhr: Nach dem bundesweiten Lockdown-Beschluss werden in Baden-Württemberg von Mittwoch an die Schulen geschlossen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr, sollen die Weihnachtsferien nach vorn verlegt werden. Dadurch sollen weitere Kontakte vermieden werden. Nur für Abschlussklassen solle es Fernunterricht geben.

Merkel verkündet Entscheidung: Schulen und Kitas vor der Schließung - „Klare Regelung“ für Bayern

Update vom 13. Dezember, 11.28 Uhr:  Das Datum steht: Schüler und Kita-Kinder sollen spätestens ab Mittwoch deutschlandweit wann immer möglich für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben (siehe heutige Erstmeldung). Das vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs beim Corona-Gipfel an diesem Sonntag.

Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich und in einigen Bundesländern gelten solche Regeln bereits ab Montag. Womöglich wird auch Wechselunterricht eingerichtet, so Merkel. Als „klare Regelung“ für Bayern kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Schul-und-Kita-Shutdown ab Mittwoch an. Vom 16. Dezember bis 10. Januar sollen Arbeitgeber soweit es geht Homeoffice anbieten.

Merkels Corona-Gipfel: Auch Schulen und Kitas vor der Schließung - „Kinder sollen in dieser Zeit ...“

Erstmeldung vom 13. Dezember: Berlin - Die Corona-Zahlen in Deutschland sind nach wie vor zu hoch. Der Teil-Lockdown hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Seit zehn Uhr am Sonntagmorgen (13. Dezember) berät Kanzlerin Angela Merkel* nun mit den Länderchefs. Deutschland steht kurz vor einem harten Lockdown. Bereits vorab sickerten erste Details durch - auch zum Thema Schulen und Kitas.

Corona in Deutschland: Lockdown steht bevor - Geschäfte, Schulen und Kitas müssen wohl schließen

Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) liegt ein Beschlussentwurf vor. Dieser wurde am Morgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickt. Darin wird beispielsweise vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf, von Mittwoch (16. Dezember) bis 10. Januar zu schließen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert schon seit Tagen einen kompletten Lockdown.

Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel: Schulen werden wohl geschlossen - Präsenzpflicht ausgesetzt

Für eben diesen Zeitraum empfiehlt der Entwurf auch deutliche Kontakteinschränkungen an den Schulen und Kitas. „Kinder sollen in dieser Zeit wenn immer möglich zu Haus betreut werden. Daher werden in diesem Zeitraum die Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt“, heißt es in dem Papier. Für Eltern sollten nach diesen Vorstellungen zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden, für die Betreuung der Kinder in diesem Zeitraum bezahlten Urlaub nehmen zu können.

Generell werden Arbeitgeber „gebeten zu prüfen“, ob während der Zeit des Lockdowns entweder Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Lösungen möglich seien.

Corona in Deutschland: Leopoldina empfiehlt Schließung der Schulen

Mit einem Schließen der Schulen würde die Politik einer Empfehlung der Wissenschaftsakadamie Leopoldina folgen. Denn: Anders als noch im Frühjahr deutet vieles darauf hin, dass Kinder und Jugendliche in bisher nicht vermutetem Ausmaß zum Verbreiten von Corona* beitragen. So belegt ein noch unveröffentlichter Massentest aus Österreich, dass Schüler genauso häufig infiziert werden, wie Lehrer. Studienleiter Michael Wagner, Mikrobiologieprofessor an der Uni Wien, sagte dem Spiegel: „Schulen sind keine Insel der Seligen. Wenn man sie nicht schließt, geht man ein erhebliches Risiko ein.“

In Kanada zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Präsident des Verbands der Mikrobiologen und Infektiologen in Québec sagte, nachdem die Fallzahlen* nach dem Schul-Neustart in die Höhe schnellten: „Die Schulen waren entscheidend daran beteiligt, die zweite Welle in Québec auszulösen.“ 

Corona-Gipfel in Deutschland: Lockdown? „Kann nicht sein, dass es nur die Schulen oder die Kitas sind“

Am Donnerstag (11. Dezember) tagte die Kultusministerkonferenz unter dem Vorsitz von Präsidentin Stefanie Hubig. Sie erklärte, dass der Teil-Lockdown nicht die nötigen Ergebnisse gebracht hätte. Am Freitagmorgen äußerte sie sich zu den Beschlüssen und Strategien, auch bezüglich weiterer Corona*-Maßnahmen.

Bei den Entscheidungen, die am Wochenende zum harten Lockdown anstünden, müssen aber alle Lebensbereiche gleichermaßen in den Blick genommen werden. „Es kann nicht sein, dass es nur die Schulen oder die Kitas sind“, sagte sie. Bei Einschränkungen des Regelbetriebs, „wenn es notwendig ist“, sollten die Ferien nicht verlängert werden, sondern lieber Fernunterricht, Wechselunterricht oder gegebenenfalls eine Befreiung von der Schulpflicht möglich sein. In den unteren Jahrgangsstufen brauche es auch eine Notbetreuung für Schüler. Alle Maßnahmen müssen laut Hubig möglichst kurz gehalten werden. Ein besonderes Augenmerk müsse auch auf die Abschlussklassen gelegt werden. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa/dpa-Bildfunk

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