Schock: Brandenburgs Grünen fehlen 202.000 Euro

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In der Parteikasse klafft jetzt ein Riesenloch: Ehemaliger Schatzmeister der Brandenburger Grünen soll seine Partei um einen ganzen Batzen Geld gebracht haben.

Potsdam - In der Parteikasse klafft jetzt ein Riesenloch: Ehemaliger Schatzmeister der Brandenburger Grünen soll seine Partei um einen ganzen Batzen Geld gebracht haben.

Der Ex-Schatzmeister hat wohl mehr als viermal so viel Geld veruntreut wie bislang angenommen. Einer Rechnungsprüfung zufolge soll der 33-Jährige den Landesverband um rund 202.000 Euro gebracht haben. Er sei „mit offensichtlich krimineller Energie systematisch“ vorgegangen, teilte der Vorstand den Mitglieder am Dienstag mit.

Die Partei war bisher von rund 40.000 Euro ausgegangen. “Staatsanwaltschaft und Polizei haben wir über die neuen Erkenntnisse informiert“, sagte Grünen-Landeschef Benjamin Raschke. Seine Partei hatte den Fehlbetrag erst entdeckt, als der Schatzmeister im Februar plötzlich verschwunden war. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt seitdem wegen Untreue.

Nachdem der 33-Jährige wochenlang nicht erreichbar gewesen war, tauchte er Ende März in Berlin auf und wurde festgenommen. Er kam aber wieder frei, da der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Laut Staatsanwaltschaft erfüllt das Parteimitglied der Grünen diese Auflagen. Die neuen Angaben zum Schadensausmaß hätten darauf keinen Einfluss.

Nach Erkenntnissen des brandenburgischen Grünen-Vorstands hat der Ex-Schatzmeister die Partei systematisch betrogen und gefälschte Kassenberichte vorgelegt. Rücklagen für den Landtagswahlkampf 2014 von rund 140 000 Euro sollen aber wie geplant gebildet werden können. Als Konsequenz werden nun die Regeln für die Kassenführung verschärft.

dpa

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