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Empfehlung der Stiko

Schäuble rechnet mit Änderung bei Impf-Priorisierungen

Bundestag
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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) spricht sich dafür aus, Ärzte und Pflegepersonal als erste gegen das Coronavirus zu impfen. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Die Ständige Impfkommission empfiehlt in einem ersten Vorschlag, Personengruppen mit besonders hohem Risiko bei den Impfungen gegen das Coronavirus vorzuziehen - sowie Gruppen, die dem Virus besonders stark ausgesetzt sind. Wolfgang Schäuble rechnet mit einer Verfeinerung dieser Liste.

Berlin (dpa) - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rechnet noch mit Änderungen bei der Reihenfolge, in der die Bevölkerung in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden soll. «Die Empfehlung der Experten wird sicher noch verfeinert», sagte der CDU-Politiker der «Welt am Sonntag».

«Ich persönlich würde die Menschen, die mit Infizierten arbeiten müssen oder mit Alten und Kranken zu tun haben, an der ersten Stelle priorisieren. Sie haben ein extrem hohes Risiko, sich mit Corona zu infizieren. Und wenn zu viele Ärzte und Pflegekräfte ausfallen, stehen wir vor einem riesigen Problem», so Schäuble.

Am vergangenen Montag verschickte die Ständige Impfkommission (Stiko) einen Entwurf an Länder und medizinische Fachgesellschaften. Empfohlen wird demnach, Impfungen zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe anzubieten - sowie Gruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben. Bislang gibt es in der EU noch keinen zugelassenen Impfstoff.

Schäuble hält die Frage noch nicht für beantwortet, ob künftig nicht doch ein Impfausweis vorgezeigt werden muss. Zurzeit dominiere in der Politik die Meinung: Wir wollen die Gesellschaft nicht spalten, deshalb soll es keinen Ausweis geben, dass jemand geimpft wurde. «Ich bin allerdings skeptisch, ob das so durchzuhalten ist», so Schäuble. Es werde bald Staaten geben, die einen nur einreisen lassen, wenn man einen Impfausweis vorweisen könne. «Aber so lange nicht ein relevanter Teil der Bevölkerung geimpft ist, würde ich dies nicht zur Voraussetzung für irgendwelche Rechte machen.»

© dpa-infocom, dpa:201213-99-671480/2

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