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Schon jetzt unrealistisch

Renten-Hammer: Merkels CDU überlegt festen Richtwert abzuschaffen - Linken platzt der Kragen

  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Die Menschen werden immer älter und könnten sich so über einen längeren Ruhestand freuen. Weil aber auch das Renteneintrittsalter steigt, bleibt von dem Plus nicht viel übrig.

  • Die CDU überlegt in einem Positionspapier das feste Renteneintrittsalter abzuschaffen.
  • Die gestiegene Lebenserwartung soll teilweise in Arbeitszeit umgemünzt werden.
  • Für den Linken-Bundestagsabgeordneten Birkwald ein Unding.

München - Durch bessere medizinische Versorgung und gesündere Lebensweise steigt die Lebenserwartung auch in Deutschland immer weiter an. Ein Segen für die Senioren, eine Belastung für die Rentenkasse. Nun gibt es einen Vorstoß in der CDU. Man will das feste Rentenalter in ein flexibles umwandeln. So soll die längere Lebenszeit in längere Arbeitszeit umgemünzt werden.

Rente: Schon jetzt sinkt die Zeit, in der man seinen Ruhestand genießen kann

Verrechnet sich die CDU* da nicht? Der Linken-Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald wollte es genau wissen. Ihn trieb die Frage um, ob Menschen schon jetzt länger ihre Rente bei gestiegener Lebenserwartung genießen können. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus. So haben langjährig versicherte Männer heute im Schnitt 18,1 Rentenjahre vor sich. 2035 werden es nur noch 18 Jahre sein. Und das, obwohl die Lebenserwartung im selben Zeitraum bei Männern über 60 Jahren um 1,6 auf 23,6 Jahre steigt. Bei den Frauen sieht es sogar noch schlimmer aus. Haben sie 2035 im Schnitt noch 20,8 Rentenjahre vor sich, sind es heute 21,3. Im selben Zeitraum steigt ihre Lebenserwartung über 60 aber von 25,6 auf 26,9 Jahre.

Hat sich mit der Rente befasst: Linken-Bundestagsabgeordneter Matthias W. Birkwald.

Die Differenz kommt zustande, weil schon jetzt das Renteneintrittsalter erhöht wurde. Zahlt man heute 35 Jahre in die Rentenkasse ein, ist man langjährig Versicherter. Man kann also abschlagsfrei mit 65,7 Jahren in den Ruhestand gehen. 2035 geht das aber erst mit 67 Jahren. Sollte man 45 Jahre eingezahlt haben und ist damit ein besonders langjährig Versicherter, könnte man etwas früher in Rente gehen. Aber auch hier steigt das Renteneintrittsalter und frisst somit die zusätzlichen Jahre auf.

Hier erfahren Sie, wie viel Ihnen wirklich von Ihrer Rente überbleibt.

Rente: Gewonnene Lebenszeit soll teilweise in Arbeit verbracht werden

In einem Positionspapier der CDU zur Rente heißt es jedoch: „Gewonnene Lebenszeit muss (...) zum Teil in Erwerbstätigkeit verbracht werden.“ Und weiter steht dort: „Daher ist zu prüfen, in welchem Umfang die gewonnene Lebenszeit ausgewogen auf Erwerbsphase und Rentenphase verteilt werden kann.“ Dieses Papier soll Einzug in das CDU-Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2021 finden.

Für den Linken* Birkwald ist schon das jetzige Rentensystem geprägt von einer unsozialen Rentenkürzung. Nach dem Motto: „Länger einzahlen, kürzer Rente erhalten.“ Da ist das CDU-Papier nur ein weiterer Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. „Damit sollen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber einseitig von Beiträgen entlastet werden während die hart arbeitenden Beschäftigten in die Röhre gucken“, so Birkwald. (tel/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Mr. Tagesschau, Jan Hofer, hat sich in seinen Ruhestand verabschiedet. Der 68-Jährige moderierte 35 Jahre lang die Nachrichten der ARD.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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