Rennen um Fahrenschon-Nachfolge weiter offen

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Der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer (r) im Juli in Münchenmit dem bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon. Noch immer steht kein Nachfolger für Fahrenschon fest.

München - Finanzminister verzweifelt gesucht: Noch immer ist keine Nachfolge-Lösung für Georg Fahrenschon in Sicht. Haderthauer, Söder, Aigner: Diese drei Namen schienen zuletzt zum engeren Favoritenkreis zu gehören - wobei Aigner jegliches Interesse dementieren lässt.

Fahrenschon hatte am vergangenen Freitag angekündigt, der Politik den Rücken kehren und deutscher Sparkassenpräsident werden zu wollen. Seehofer sucht deshalb seit dem Wochenende nach einer Nachfolge-Lösung. In der “Augsburger Allgemeinen“ gekündigte er an, an diesem Mittwoch eine Entscheidung zu treffen und diese spätestens am Donnerstag der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Berichte von “Münchner Merkur“ und “Süddeutscher Zeitung“, wonach Aigner seit einigen Tagen ihre Chancen sondiere, wurden der Nachrichtenagentur dpa in CSU-Kreisen bestätigt. Ein Sprecher Aigners betonte dagegen: “Solche Spekulationen entbehren jeder Grundlage.“

Nach dpa-Informationen soll Aigner intern bekundet haben, erste Ministerpräsidentin in Bayern werden zu wollen. In diesem Zusammenhang soll sie die Frage gestellt haben, ob das Finanzministerium dazu nicht das geeignete Sprungbrett wäre. Aigners Sprecher sagte dazu: “Das ist kompletter Unsinn und frei erfunden.“

“Focus online“ und der Bayerische Rundfunk hatten bereits am Montag gemeldet, dass Haderthauer ins Finanzressort wechseln soll. Von der Staatskanzlei hieß es aber am Dienstag, die in den Medien gehandelten Namen seien “reine Spekulation“. Seehofer selbst nannte diese Spekulationen “eher erheiternd als Ärger auslösend“. Zu einzelnen Namen nahm der Ministerpräsident nicht Stellung.

dpa

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