Ramsauer unterstützt Zukäufe der Bahn

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Der neue Aufsichtsrat der Bahn Felcht mit Verkehrsminister Peter Ramauer.

Frankfurt/Main - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer steht in Sachen Auslandszukäufe hinter der Bahn. Es geht um den britischen Konkurrenten Arriva. er begrüßte auch den neuen Aufsichtsrat.

Die Bundesregierung unterstützt die Deutsche Bahn bei ihren Plänen zum Kauf des britischen Konkurrenten Arriva. Es sei nicht neu, dass sich das Unternehmen oder eine Spartengesellschaft im angrenzenden Ausland betätigten, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer am Mittwoch in Frankfurt am Main. “Und deswegen stehe ich auch voll und ganz hinter diesem strategischen Ansatz als solchen.“ Zu Einzelheiten wollte sich der CSU-Politiker nicht äußern.


Bus, Bahn und Tram -Metropolen im Test

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Bus, Bahn oder Tram: Beim ÖPNV-Test in 23 europäischen Großstädten schnitt die Isar-Metropole am besten ab. Europas Städte mussten in den Kategorien Reisezeit, Umsteigen, Information und Tickets/Preise bestehen. © dpa
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Platz 1: München. Im Vergleich zur Konkurrenz  ist man hierzulande relativ schnell unterwegs, kann komfortabel umsteigen und  wird gut informiert. Schwachstelle der deutschen Testkandidaten (Ausnahme Leipzig) ist der Fahrpreis. © dpa
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Platz 23: Zagreb - beim Testverlierer gibt es Bushaltestellen, die außer einem Schild mit Bussymbol keinerlei Information zu bieten haben. Wer hier mit der Tram fährt, zuckelt im Schnitt mit 13 Stundenkilometern durch die Innenstadt. © dpa
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Platz 10: Köln. Schwachstelle der deutschen Testkandidaten (Ausnahme Leipzig) ist der Fahrpreis. © dpa
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Platz 18: Lissabon - hier herrscht vor allem ein Tarifchaos. Für Dauerfahrer stehen mehr als 70 verschiedene Monatstickets zur Auswahl. © dpa
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Platz 19: Madrid. In Städten wie Lissabon oder Madrid muss jedes Mal ein neues Ticket kaufen, wer zum Beispiel von der Metro auf den Bus umsteigt. © dpa
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Platz 4: Prag. Das Monatsticket für den Stadtbereich kostet hier 20 Euro. © dpa
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Platz 8: Barcelona © dpa
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Platz 7: Frankfurt © dpa
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Platz 5: Hamburg © dpa
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Platz 9: Leipzig. © dpa
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Platz 16: Warschau. Das Monatsticket für den Stadtbereich kostet hier 20 Euro. © dpa
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Platz 22: Ljubljana Slowenien © dpa

Ramsauer betonte, man könne nicht zusehen, wie der Markt um Deutschland herum besetzt werde, und müsse alles beobachten, was um das eigene Unternehmen herum geschehe. “Der Schienenverkehr ist heute ein europäisierter Markt.“ Voraussetzung ist laut Ramsauer aber, dass der heimische Markt in Ordnung ist. Der Kunde in Deutschland erwarte, dass er pünktlich, schnell, zuverlässig, sicher und sauber ans Ziel komme. Diesen Kundenwünschen müsse man nachkommen. “Nur wenn wir beides tun, sind wir dauerhaft zukunftsfest.“


Neuer Aufsichtsrat gewählt

Ramsauer begrüßte zugleich den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht im Unternehmen, der am Mittwoch in Frankfurt gewählt wurde. Der Minister ist sich mit dem Management nach eigenen Worten einig, dass die Kundenorientierung ein zentraler Punkt sein müsse. Zugleich sagte Ramsauer, dass der Börsengang der Deutschen Bahn zwar nicht abgesagt sei. Es fehle aber derzeit an praktisch allen Voraussetzungen. Niemand könne sagen, wann das Unternehmen an die Börse gehe.

Die Deutsche Bahn überraschte in der vergangenen Woche, als sie bestätigte, dass sie mit Arriva eine der größten privaten Transportgesellschaften in Europa kaufen möchte. Der in England ansässige Konzern betreibt auch in Deutschland zahlreiche Buslinien und Regionalzüge, darunter den Allgäu-Express und die Berchtesgadener-Land-Bahn, und beschäftigt rund 3.500 Menschen in Deutschland. Der Konzern ist auch an Güterverkehrsunternehmen beteiligt.

DAPD

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