Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

«Kräfte für Frühling sammeln»

«Querdenken»-Initiator Ballweg kündigt Pause an

"Querdenken"-Initiator Ballweg
+
Michael Ballweg, Initiator der Initiative «Querdenken». Foto: Christoph Schmidt/dpa

Für die «Querdenker» ist es zuletzt nicht gut gelaufen. Mehrere Demos wurden verboten, im Südwesten hat der Verfassungsschutz die Bewegung ins Visier genommen. Nun tritt der Gründer auf die Bremse.

Stuttgart/Berlin (dpa) - Der Gründer der «Querdenken»-Initiative, Michael Ballweg, will vorerst keine großen Demonstrationen mehr anmelden. Das kündigte er in einer Heiligabend veröffentlichen Videobotschaft auf der Seite der Gruppe «Querdenken 711» aus Stuttgart an.

Er wolle den Winter stattdessen nutzen, um Kräfte für den Frühling zu sammeln, begründete er sein Vorgehen. Dies empfehle er auch anderen «Querdenken»-Gruppen in Deutschland. Ballweg rief zugleich dazu auf, sich an das Verbot der Demonstration in Berlin zum Jahreswechsel zu halten.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die für den 30. Dezember in Berlin geplante Demo gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise verboten worden war. «Ich möchte euch bitten, das Verbot zu akzeptieren» sagte Ballweg in dem Video. Er freue sich aber, wenn es weiter an vielen Ort in Deutschland kleine Versammlungen gebe, die im Einklang mit den Verordnungen der Länder stünden.

Mehrere «Querdenken»-Demonstrationen waren zuletzt von Gerichten unter Hinweis auf die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus verboten worden. Bei der großen Kundgebung am 29. August in Berlin hatten sich viele Teilnehmer nicht an die Abstandsregel gehalten. Am 18. November war in Berlin eine ähnliche Demonstration von der Polizei mit Hilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden.

In Baden-Württemberg wird die Bewegung mittlerweile vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Das Landesamt rechnet mehrere maßgebliche Akteure dem Milieu der Reichsbürger und Selbstverwalter zu, die die Existenz der Bundesrepublik leugnen und demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negieren. Die Stuttgarter Gruppe «Querdenken 711» ist so etwas wie die Keimzelle der mittlerweile bundesweit aktiven Protestbewegung.

© dpa-infocom, dpa:201226-99-814547/2

Video von Ballweg

Kommentare