Lafontaine will offenbar Bundestagsmandat abgeben

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Oskar Lafontaine

Frankfurt/Main - Der Chef der Linkspartei, Oskar Lafontaine, will offenbar sein Bundestagsmandat aufgeben. Den Fraktionsvorsitz im saarländischen Landtag will er aber allem Anschein nach behalten.

Das berichtet die Nachrichtenagentur DAPD nach Informationen aus zuverlässiger Quelle. Über diese Entscheidung werde Lafontaine am Samstag den Bundesvorstand in Berlin informieren.


Sprecher von Partei und Fraktion kommentierten diese Informationen auf DAPD-Anfrage am Abend nicht. Zuvor hatte ein Sprecher der

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Linken mit Blick auf den Termin am Samstag gesagt: “Lafontaine als Vorsitzender kann natürlich immer an Vorstandssitzungen teilnehmen.“ Die “Saarbrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) meldete, Lafontaine habe ihr bestätigt, dass er an diesem Samstag in Berlin an der Sitzung des Parteivorstands teilnehmen werde.

Ob er auf dem Bundesparteitag im Mai erneut für den Vorsitz der Linken kandidieren werde, wolle er sich dagegen jedoch vorläufig offenhalten.

Der 66-jährige Politiker hatte sich im Dezember einer Krebsoperation unterziehen müssen. Seine weitere politische Zukunft wollte er von dem Genesungsprozess und den ärztlichen Prognosen abhängig machen. Am Dienstag trat er dann bei einem Neujahrsempfang der Bundestagsfraktion der Linken in Saarbrücken erstmals wieder bei einer politischen Veranstaltung auf.

Am Donnerstag wählte die Bundestagsfraktion der Linken zudem Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch zum neuen stellvertretenden Fraktionschef.

apn

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