In der Nähe von Seegrenze

Nordkorea startet Militärübung

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Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un bei einem Militär-Treffen.

Seoul - Nordkoreas Militär plant am Dienstag neue Schießübungen in der Nähe der umstrittenen Seegrenze zu Südkorea im Gelben Meer. Südkoreanische Fischerboote wurden gewarnt.

Nordkorea will nach Angaben aus Seoul noch am Dienstag erneut Militärmanöver an der umstrittenen Seegrenze abhalten. Der Norden habe den Süden über die anstehenden Übungen mit scharfer Munition in der Nähe der Inseln Yeonpyeong und Baengnyeong informiert, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. "Unser Militär ist umfassend vorbereitet." Südkoreanische Fischerboote in der Gegend seien aufgefordert worden, sich zurückzuziehen.

Nordkoreas Küstenartillerie habe am Dienstag innerhalb von zehn Minuten nur rund 50 Granaten verschossen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am späten Vormittag mit. Alle seien auf nordkoreanischer Seite ins Wasser gefallen. Südkorea hat deshalb vorerst Entwarnung gegeben. „Südkoreas Streitkräfte sind aber weiter in Alarmbereitschaft“, sagte der Sprecher.

Das zweite Militärmanöver in weniger als einem Monat

Es waren bereits die zweiten Militärmanöver des Nordens an der Seegrenze in weniger als einem Monat. Übungen des nordkoreanischen Militärs am 31. März waren eskaliert - beide Länder lieferten sich einen stundenlangen Schusswechsel mit schwerer Artillerie.

Zuletzt hatte Nordkoreas Führung als Reaktion auf den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Südkorea demonstrativ die militärische Einsatzfähigkeit des Landes überprüft. Seit Tagen warnen Experten zudem vor einem möglichen weiteren Atomwaffentest des stalinistisch geführten Landes.

afp

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