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100.000 Flugblätter sorgen für Wirbel

Propagandavideo: Nordkorea simuliert Atomangriff auf die USA

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Washington - Eine Atomrakete schlägt ins vor dem Lincoln-Denkmal in Washington ein. Mit diesem Bild aus einem Propagandavideo will Nordkorea den USA Angst einjagen.

Nordkorea hat in einem neuen Propagandavideo einen Atomangriff auf die USA simuliert. In dem am Samstag veröffentlichten vierminütigen Film wird die Geschichte der US-koreanischen Beziehungen dargestellt, bevor am Ende in einer Animation eine Atomrakete vor dem Lincoln-Denkmal in der US-Hauptstadt Washington einschlägt. Das Kapitol, in dem beide Kammern des US-Kongresses untergebracht sind, explodiert durch den Einschlag.

Im Bild wird auf Koreanisch der Satz eingeblendet: "Wenn US-Imperialisten sich nur einen Zentimeter auf uns zubewegen, werden wir sie umgehend mit Atomwaffen angreifen." Das Video wurde auf einer nordkoreanischen Propaganda-Website veröffentlicht. Es zeigt unter anderem Bilder aus dem Koreakrieg, die Gefangennahme des US-Spionageschiffs "Pueblo" 1968 und zum Atomkonflikt.

In den vergangenen Wochen intensivierte Nordkorea seine Propaganda-Attacken auf die USA. Die Spannungen zwischen beiden Ländern nahmen seit dem vierten Atomwaffentest Nordkoreas im Januar, auf den weitere Raketentests folgten, wieder deutlich zu.

Südkoreanische Aktivisten werfen Flugblätter über Nordkorea ab

Radikale südkoreanische Aktivisten haben erneut zehntausende Pjöngjang-kritische Flugblätter über

die Grenze nach Nordkorea geschickt. Die Aktivisten, unter denen zahlreiche Flüchtlinge aus Nordkorea waren, ließen die rund 100.000 Flugblätter am Montag mittels Gasballons aufsteigen, um sie über die Grenze nach Norden zu tragen. Die Gruppe, die sich Kämpfer für eine freies Nordkorea nennt, hatte bereits am Samstag 50.000 Flugblätter über die Grenze geschickt.

Auf den Flugblätter standen Slogans wie "Wir wollen Kim Jong Uns Kopf" und "Schickt einen gnadenlosen Feuerstoß gegen den nuklearen Irren Kim Jong Un". Die Gruppe kündigte an, in den kommenden drei Monaten zehn Millionen Flugblätter über die Grenze zu schicken, um Nordkoreas Machthaber Kim zur Aufgabe seines Atomprogramms zu drängen. Die Aktionen sorgen seit Jahren für Ärger mit Nordkorea, das bereits versucht hat, die Ballons abzuschießen.

Im Oktober 2014 hatten nordkoreanische Grenzsoldaten Ballons mit Flugblättern abgeschossen, was einen kurzen Schusswechsel an der Grenze auslöste

afp

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