Nordkorea fordert Anerkennung als Atomwaffenstaat

Seoul - Im Streit um seine Waffenprogramme hat Nordkorea seine Forderung bekräftigt, international als Atomwaffenstaat anerkannt zu werden.

Neue Provokation aus Pjöngjang: Nordkorea fordert nach seinen Kriegsdrohungen in den vergangenen Wochen eine Anerkennung als internationaler Atomwaffenstaat. „Falls die Volksrepublik an einem Tisch mit den USA sitzt, muss es ein Dialog zwischen Atomwaffenstaaten sein“, hieß es am Dienstag in einem Kommentar der offiziellen Zeitung „Rodong Sinmun“. Es dürfe nicht sein, dass eine Seite die andere zur Aufgabe von Atomwaffen zwinge. Internationale Experten sprachen am Dienstag von weiteren Hinweisen, dass Nordkorea im Februar tatsächlich seinen dritten Atomtest durchgeführt habe.

Die USA hatten mehrfach betont, das kommunistische Land niemals als Atommacht anerkennen zu wollen. „Rodong Sinmun“ wies jetzt die Forderung Südkoreas und der USA nach konkreten Schritten zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramm zurück. Das Blatt unterstellte den USA zudem erneut, einen Nuklearkrieg vorzubereiten.

Nach ihren Kriegsdrohungen hatte die Führung in Pjöngjang am vergangenen Donnerstag weitreichende Bedingungen für einen Dialog gestellt. Dazu gehören die Aufhebung der UN-Sanktionen, die wegen der nordkoreanischen Raketenstarts und Atomtests verhängt worden waren. Die USA und Südkorea sollten außerdem ein Ende gemeinsamer Militärübungen garantieren und alle „Atomkriegsmittel“ aus Südkorea abziehen.

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

Kim Jong Un besucht ein Munitionsdepot im Süd-Westen Nordkoreas. Alle Bilder wurden von der offiziellen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA herausgegeben und können als Propagandamaterial verstanden werden, das den jungen Diktator im besten Licht zeigen soll © dpa/AP
Bevor er das Depot besichtigt, hält er vor den Soldaten eine Ansprache und ermahnt sie zu "höchster Wachsamkeit" angesichts des potenziellen Krieges © dpa/AP
Anschließend lässt er sich von den anwesenden Militärs als Herrscher des Landes feiern © dpa/AP
Kim Jong Un wird bei einem Besuch des Militärstützpunktes auf der Insel Mu von Offizieren umringt © dpa/AP
Zusammen mit ranghohen Militärs inspiziert er in Pjöngjang die Langstrecken-Artillerie © dpa/AP
Es ist beinahe immer das selbe Bild: Egal wo Kim Jong Un auftaucht, jubeln ihm die Soldaten zu - hier bei einem Besuch des Stützpunktes auf der Insel Jangjae © dpa/AP
Es ist beinahe immer das selbe Bild: Egal wo Kim Jong Un auftaucht, jubeln ihm die Soldaten zu - hier bei einem Besuch des Stützpunktes auf der Insel Jangjae © dpa/AP
Kim Jong Un bei einer Besprechung mit Offizieren. Scheinbar fachmännisch erteilt er Anweisungen © dpa/AP
Auch auf der Insel Wolnae schaut der junge Diktator bei seinen Truppen vorbei © dpa/AP
Kim Jong Un nimmt eine Waffe genauer unter die Lupe © dpa/AP
Ein Lächeln für die Kamera: Kim Jong Un zeigt sich gerne mit Militärs und insziniert sich dabei als gelassener Machthaber, der der Lage Herr ist © dpa/AP
Kim Jong Un hat alles genau im Blick. Das zumindest scheint dieses Foto ausdrücken zu wollen. © dpa/AP
Überhaupt lässt sich Kim Jong Un gerne mit einem Fernglas vor dem Gesicht ablichten © dpa/AP
Hier beobachtet er eine Truppenübung, bei der auch geschossen wird © dpa/AP
Kim Jong Un beobachtet Störe in einem Becken auf einer Fisch-Farm im Süd-Westen des Landes © dpa/AP
Während Kim Jong Un seinen Soldaten auf der Insel Wolnae zuwinkt, müssen sich mehrere Männer die Füße naßmachen, damit der Diktator trockenen Fußes über das Meer schippern kann © dpa/AP
Kim Jong Un mit ernster Miene auf einem Boot © dpa/AP
Kim Jong Un im Gespräch mit Offizieren, die ihn auf der Bootsfahrt begleiten © dpa/AP
Und tatsächlich: Dann finden die Männer doch noch etwas, worüber es sich zu lachen lohnt. © dpa/AP
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un grüßt im April 2012 bei einer Parade in Pjöngjang sein Volk © dpa/AP

Seoul hatte die Forderungen als „absurd“ zurückgewiesen. Die Lage in der Region gilt seit dem Atomtest in Nordkorea im Februar als extrem gespannt. Nordkorea hatte unter anderem den Waffenstillstandsvertrag von 1953 gekündigt.

Die UN-Behörde zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststopp-Abkommens (CTBTO) in Wien wollte den Atomtest der Nordkoreaner am Dienstag nicht abschließend bestätigten. Allerdings würden vorliegende Messwert keine andere Erklärung zulassen, hieß es. Zwei Messstationen in Japan und Russland hätten radioaktive Gase erkannt. An einer Messstelle in Takasaki in Japan, rund 1000 Kilometer vom nordkoreanischen Testgelände entfernt, gab es Anfang April einen deutlichen Nachweis. Etwas schwächere Werte wurden in Russland registriert. Die zeitliche Verzögerung bis zur Entdeckung lasse darauf schließen, dass die unterirdische Testanlage gut isoliert sei, sagte ein Experte der Behörde.

Im südkoreanischen Verteidigungsministerium sorgte am Dienstag ein an Ressortchef Kim Kwan Jin adressiertes Paket für Aufregung. Dieses enthielt einen Drohbrief und ein „verdächtiges weißes Pulver“. Das Pulver entpuppte sich später als Weizenmehl, wie ein Sprecher bestätigte. Das Ministerium hatte zuvor von einem „versuchten Terrorakt“ gesprochen. Die Ermittlungen dauerten noch an.

dpa

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

Kim Jong Un besucht ein Munitionsdepot im Süd-Westen Nordkoreas. Alle Bilder wurden von der offiziellen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA herausgegeben und können als Propagandamaterial verstanden werden, das den jungen Diktator im besten Licht zeigen soll © dpa/AP
Bevor er das Depot besichtigt, hält er vor den Soldaten eine Ansprache und ermahnt sie zu "höchster Wachsamkeit" angesichts des potenziellen Krieges © dpa/AP
Anschließend lässt er sich von den anwesenden Militärs als Herrscher des Landes feiern © dpa/AP
Kim Jong Un wird bei einem Besuch des Militärstützpunktes auf der Insel Mu von Offizieren umringt © dpa/AP
Zusammen mit ranghohen Militärs inspiziert er in Pjöngjang die Langstrecken-Artillerie © dpa/AP
Es ist beinahe immer das selbe Bild: Egal wo Kim Jong Un auftaucht, jubeln ihm die Soldaten zu - hier bei einem Besuch des Stützpunktes auf der Insel Jangjae © dpa/AP
Es ist beinahe immer das selbe Bild: Egal wo Kim Jong Un auftaucht, jubeln ihm die Soldaten zu - hier bei einem Besuch des Stützpunktes auf der Insel Jangjae © dpa/AP
Kim Jong Un bei einer Besprechung mit Offizieren. Scheinbar fachmännisch erteilt er Anweisungen © dpa/AP
Auch auf der Insel Wolnae schaut der junge Diktator bei seinen Truppen vorbei © dpa/AP
Kim Jong Un nimmt eine Waffe genauer unter die Lupe © dpa/AP
Ein Lächeln für die Kamera: Kim Jong Un zeigt sich gerne mit Militärs und insziniert sich dabei als gelassener Machthaber, der der Lage Herr ist © dpa/AP
Kim Jong Un hat alles genau im Blick. Das zumindest scheint dieses Foto ausdrücken zu wollen. © dpa/AP
Überhaupt lässt sich Kim Jong Un gerne mit einem Fernglas vor dem Gesicht ablichten © dpa/AP
Hier beobachtet er eine Truppenübung, bei der auch geschossen wird © dpa/AP
Kim Jong Un beobachtet Störe in einem Becken auf einer Fisch-Farm im Süd-Westen des Landes © dpa/AP
Während Kim Jong Un seinen Soldaten auf der Insel Wolnae zuwinkt, müssen sich mehrere Männer die Füße naßmachen, damit der Diktator trockenen Fußes über das Meer schippern kann © dpa/AP
Kim Jong Un mit ernster Miene auf einem Boot © dpa/AP
Kim Jong Un im Gespräch mit Offizieren, die ihn auf der Bootsfahrt begleiten © dpa/AP
Und tatsächlich: Dann finden die Männer doch noch etwas, worüber es sich zu lachen lohnt. © dpa/AP
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un grüßt im April 2012 bei einer Parade in Pjöngjang sein Volk © dpa/AP

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