Neuer Stimmkreis für Ingolstadt

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Ingolstadt, die Heimat von von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), erhält einen zusätzlichen Stimmkreis.

München - Ingolstadt ist der große Gewinner der Stimmkreisreform in Bayern. Die Großstadt, in der CSU-Chef Seehofer wohnt, erhält einen zusätzlichen Stimmkreis. Es gibt aber auch einige Verlierer.

Nämlich Oberfranken und die Oberpfalz. Sie müssen je einen Stimmkreis abgeben, weil beide Regierungsbezirke Bevölkerung verlieren. Sie bekommen künftig nur noch je 16 Landtagsmandate.

Ein weiterer Verlierer: Garmisch-Partenkirchen, das ebenfalls als weiterer Stimmkreis für Oberbayern im Gespräch war. Der Kreis ging leer aus. Im Südwesten Oberbayerns sollen die Bevölkerungszahlen stagnieren, begründete Herrmann. Oberbayern erhält außerdem ein weiteres Listenmandat. 

Zudem schlägt das Innenministerium kleine Änderungen in Oberbayern und Unterfranken vor: In München sollen drei Stimmkreise neu geordnet werden, in Unterfranken der Stimmkreis “Würzburg-Land“ zwei Gemeinden an “Würzburg-Stadt“ abgeben. Über den Neuzuschnitt der Stimmkreise beschließt letztendlich der Landtag.

Sieger Ingolstadt wurde erwartungsgemäß von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Kabinett am Mittwoch in einem Vorentwurf zum Neuzuschnitt der Landtags-Stimmkreise vorgeschlagen. Die Wahl fiel deshalb auf Ingolstadt, weil dort die Bevölkerung am stärksten wachsen dürfte. Ingolstadt ist auch die Heimat von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der bisher kein Landtagsmandat hat. Seehofer bekräftigte aber laut Herrmann am Mittwoch erneut, er strebe keinen eigenen Stimmkreis an.

“Dass gerade in Ingolstadt eine zusätzliche CSU-Hochburg kreiert werden soll, das ist bemerkenswert“, sagte hingegen der Fraktionschef der Landtags-SPD, Markus Rinderspacher, der Nachrichtenagentur dpa. “Das wirft tatsächlich Fragen auf.“

dpa

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