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Nach Giftanschlag

Nawalny wirft Putin «Staatsterrorismus» vor

Alexej Nawalny
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«Ein handfester terroristischer Akt»: Kreml-Kritiker Alexej Nawalny. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

Am 20. August 2020 wurde Alexej Nawalny Opfer eines Giftanschlages und entging nur knapp dem Tod. Der Kreml sieht keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Der Oppositionspolitiker selbst wird deutlich.

Moskau (dpa) - Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat Präsident Wladimir Putin nach dem gescheiterten Mordanschlag «Staatsterrorismus» vorgeworfen.

Eine ganze Abteilung des Inlandsgeheimdienstes FSB sei als «Killerkommando» fast vier Jahre auf ihn angesetzt worden, um ihn zu vergiften, sagte Nawalny dem Sender Echo Moskwy in einem Video-Interview. «Sie hätten das nie ohne einen Befehl Putins getan. Das ist ein handfester terroristischer Akt.» Der Kreml-Kritiker hält sich derzeit noch zur Reha in Deutschland auf.

In einem am Montag veröffentlichten Video hatte Nawalny auf Grundlage von Recherchen eines Netzwerks internationaler Medien und eigener Daten acht FSB-Mitarbeiter mit Namen und Geburtsdaten als Tatverdächtige genannt. In dem wie ein Spionagethriller aufgezogenen Video sprach Nawalny von «Staatsterrorismus». Der Oppositionelle hatte Putin zuvor bereits als «Mörder» bezeichnet. Die nun vorgelegten Daten sollen als Beweise dienen. Aus Moskau gab es dazu zunächst keine offizielle Reaktion.

Die gesammelten Dokumente, darunter Reisenachweise und telefonische Verbindungsdaten der Agenten, sollen genutzt werden, um Ermittlungen in Russland gegen den FSB zu erzwingen. Die russische Führung hat Ermittlungen bisher abgelehnt, weil es dem Kreml zufolge keinen Hinweis auf ein Verbrechen gebe. Deutschland hingegen sieht Russland in der Verantwortung, den Anschlag aufzuklären. Die EU hat wegen des Mordversuchs Sanktionen gegen ranghohe Beamte verhängt.

Nawalny bekräftigte in dem Interview, dass er nach Ende der Reha die Rückkehr nach Russland plane. Der Zeitpunkt sei abhängig von der Zustimmung der Ärzte. Es gebe zwar mehrere Strafverfahren, um ihn abzuschrecken. Aber er betonte: «Ich kehre nach Russland, das mein Land ist, zurück - und ich habe etwas zu tun in meinem Land.»

© dpa-infocom, dpa:201215-99-699336/3

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