Raketensysteme in Kaliningrad

Nato kritisiert Russland für Verlegung von Iskander-Raketen

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Seit der russischen Annexion der Krim fühlen sich vor allem Polen und die baltischen Länder von Moskau bedroht. Foto: Daniel Naupold

Brüssel (dpa) - Die Nato hat scharfe Kritik an der Verlegung russischer Iskander-Raketensysteme in die Exklave Kaliningrad geübt. "Mit Atomsprengköpfen bestückbare Raketen nahe der Bündnisgrenze zu stationieren, trägt nicht zum Spannungsabbau bei", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Solche Manöver würden das Risiko von Missverständnissen und Zwischenfällen bergen.

Russland hatte am Samstag bestätigt, mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Iskander-Raketen für Trainingszwecke in das Gebiet um das frühere Königsberg gebracht zu haben. Die russische Ostsee-Exklave grenzt unmittelbar an die Nato-Länder Polen und Litauen.

Der litauische Außenminister Linas Linkevicius vermutete, dass die jüngsten russischen Militärmanöver eine Reaktion auf die Aufrüstung der Nato in dem Gebiet sind. Das Bündnis hatte im Sommer beschlossen, erstmals in großem Stil Truppen nach Osteuropa zu verlegen. Mit diesem Schritt soll vor allem auf die Sorgen der baltischen Länder und von Polen reagiert werden. Sie fühlen sich von Russland verstärkt bedroht, seit sich der große Nachbar 2014 die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte.

Website der Nato

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