Merkel glaubt weiter an den Rettungsschirm

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Angela Merkel

Ho-Chi-Minh-Stadt - Trotz des Votums der Slowakei gegen die Erweiterung des EFSF-Rettungsschirms ist Kanzlerin Angela Merkel optimistisch. Sie glaubt, bis zum 23. Oktober alle nötigen Unterschriften zusammen zu bekommen.

"Ich bin sehr gewiss, dass wir bis zum 23. Oktober alle Unterschriften aller Mitgliedsstaaten unter diesem EFSF haben werden“, sagte Merkel am Mittwoch in Ho-Chi-Minh-Stadt. Merkel erklärte auf einem deutsch-vietnamesischen Wirtschaftsforum, sie werde sich bei dem G-20-Gipfel Anfang November in Cannes dafür einsetzen, “dass die Finanzmärkte stärker reguliert werden“.

Der Euro sei eine starke und verlässliche Währung. Aber es sei bekannt, dass die Verschuldung der öffentlichen Haushalte einiger der Mitgliedsstaaaten “uns heute sehr sehr große Probleme bereiten“. Deutschland sei deshalb der Auffassung, dass man die Europäische Union Schritt für Schritt in eine Stabilitätsunion umwandeln müsse.

Schulden können nicht über Nacht abgebaut werden

Das werde man nicht über Nacht schaffen, sagte Merkel. Auch wenn man am 23. Oktober beim Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs wieder “einige wichtige Schritte gehen“ werde, dann werde das “niemals die einzige Lösung sein für das Problem“. Die Verschuldung sei über Jahrzehnte gewachsen. Deshalb könne sie nicht über Nacht abgebaut werden. Merkel sprach von einem “mühsamen, zum Teil sicherlich auch schmerzhaften“ Weg. “Einen Paukenschlag wird es nicht geben.“

dapd

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