Vorwürfe eines Mitarbeiters

Fahrer beschimpft: Antisemitismus in Merkels Kanzleramt? Regierungsbeauftragter nimmt Stellung

Gab es im Kanzleramt von Angela Merkel Antisemitismus? (Archivbild)
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Gab es im Kanzleramt von Angela Merkel Antisemitismus? (Archivbild)

Im Kanzleramt von Angela Merkel soll es offenbar einen schlimmen Vorfall gegeben haben: Ein Mitarbeiter der Fahrbereitschaft soll antisemitisch beleidigt worden sein.

  • Im Bundeskanzleramt von Angela Merkel gab es einen antisemitischen Vorfall.
  • Das Kanzleramt äußerte sich dazu bereits.
  • Der Vorfall hat Folgen. 

Berlin - Gab es im Bundeskanzleramt von Angela Merkel einen schwerwiegenden Vorfall? In der Fahrbereitschaft des Kanzleramts soll es einen Fall von Antisemitismus gegen einen Mitarbeiter gegeben haben. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ wandte sich vor einem Jahr ein aus dem Libanon stammender Mann jüdischen Glaubens an den Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein. Der Mann arbeitete in der Fahrbereitschaft des Kanzleramts - und erhebt schwere Vorwürfe. Demnach hätten ihn mehrere Kollegen in der Fahrbereitschaft unter anderem als „Judensau“ und „Kanake“ bezeichnet. Er sei von seinen Kollegen gemobbt worden.

Merkel: Mitarbeiter beschwerte sich über antisemitischen Vorfall im Kanzleramt

Eine Sprecherin von Klein bestätigte der „Bild am Sonntag“ den Vorgang. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes würde sie allerdings keine Details nennen. 


Laut Bericht arbeiten gut 500 Mitarbeiter im Bundeskanzleramt. Der Fuhrpark besteht aus 27 Autos. Kanzlerin Angela Merkel stehen mehrere Wagen zur Verfügung. Einen eigenen Chauffeur haben auch die Bundesminister.  

Berlin: Vorfälle in Merkels Kanzleramt - Behörde nimmt Stellung

Auch das Kanzleramt wurde um eine Stellungnahme zu den Vorfällen gebeten. Ein Sprecher machte die Haltung des Kanzleramts deutlich: „Es duldet als Arbeitgeber weder Mobbing noch Antisemitismus oder Rassismus.“ Grundsätzlich äußere sich das Bundeskanzleramt nicht öffentlich zu Personalangelegenheiten.  

Nach den Geschehnissen wurden laut dem Bild-Bericht erste Konsequenzen gezogen. Demnach soll der Mann nicht mehr mit den betreffenden Kollegen im Kanzleramt zusammen gearbeitet haben müssen. Allerdings würde der Betroffene mittlerweile gar nicht mehr im Kanzleramt arbeiten, wie die Bild laut eigenen Informationen berichtet.

mlu/dpa

Erst vor kurzem sorgte ein Bericht der „New York Times“ für Aufsehen. Der Grund: Die US-amerikanische Zeitung fällte ein verheerendes Urteil über Angel Merkels (CDU) Bundesregierung. Doch es bliebt nicht nur bei dieser Kritik, auch aus Großbritannien musste Merkel deutliche Worte wegstecken.

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