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"Massaker" an Zivilisten?

Luftangriffe auf IS-Hochburg - 95 Tote

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Szenen aus einer zerstörten Stadt: Al-Rakka nach den Luftangriffen.

Al-Rakka - Bei Luftangriffen der syrischen Armee auf die inoffizielle Hauptstadt des Islamischen Staates sind mindestens 95 Menschen gestorben. Menschenrechtler sprechen von einem Massaker.

Bei einem der schwersten Angriffe der syrischen Luftwaffe auf die Extremistenhochburg Al-Rakka sind mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen. Die Bomben hätten in der von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Stadt zudem 120 Menschen verletzt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete sogar von 170 Toten, die meisten von ihnen Zivilisten.

Syrische Flugzeuge hätten am Dienstag mindestens zehn Angriffe auf Al-Rakka im Nordosten des Landes geflogen, erklärte die Beobachtungsstelle. Demnach bombardierte die Luftwaffe ein Industriegebiet, einen Markt und eine Moschee. Unter den Toten seien auch drei Kinder. Die Menschenrechtler warfen dem Regime in Damaskus ein „Massaker“ vor.

Der syrische Außenminister Walid al-Muallim traf am Mittwoch in Sotschi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen, wie der Kreml mitteilte. Al-Muallim hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Russland auf. Moskau will laut Medienberichten die Friedensgespräche zwischen Regime und Opposition wiederbeleben, die im Frühjahr gescheitert waren.

Im benachbarten Nordirak wehrten kurdische Peschmerga-Kämpfe einen IS-Angriff auf den strategisch wichtigen Mossul-Staudamm und den Ort Sumar ab. Dabei seien sie von Luftangriffen der USA und ihrer Verbündeten unterstützt worden, erklärte ein kurdischer Offizieller. Mindestens 30 Extremisten kamen demnach ums Leben.

Der Mossul-Staudamm ist die größte Talsperre des Landes. IS-Kämpfer hatten ihn bereits Anfang August unter Kontrolle gebracht, rund zwei Wochen später jedoch wieder an die Peschmerga-Kämpfer verloren.

Irak: IS-Milizen sprengen Nonnen-Kloster in die Luft

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der nordirakischen Stadt Mossul ein Nonnenkloster in die Luft gesprengt. Das Frauenkloster Al-Nasir sei bereits Anfang der Woche vollständig zerstört worden, sagte ein Priester der chaldäisch-katholischen Kirche am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Nach Angaben der Assyrian International News Agency (Aina) war ein erster Sprengversuch erfolglos geblieben. Erst ein zweiter Sprengsatz habe massiven Schaden verursacht, hieß es. Eine chaldäische Internetseite verbreitete im Internet ein Video, das die Explosion zeigen soll. Die Nonnen waren bereits im Juni geflohen, als der IS Mossul überrannte. Die Extremisten gehen in den Gebieten unter ihrer Kontrolle immer wieder mit brutaler Gewalt gegen Andersgläubige vor.

Laut Aina war das Kloster einst mit einer Zuwendung von Iraks früherem Langzeitherrschers Saddam Hussein gebaut worden.

dpa

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