Erste Bewährungsprobe für ÖVP-FPÖ

Landtagswahl in Österreich: Konservative wollen neuen Triumph

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In Niederösterreich wird am Sonntag der neue Landtag gewählt.

In Österreich hat eine auch bundespolitisch bedeutsame Landtagswahl begonnen. Im Bundesland Niederösterreich sind 1,4 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen.

St. Pölten - Es ist die erste Abstimmung nach dem Amtsantritt der neuen rechtskonservativen Bundesregierung. Daher gilt die Wahl auch als erster Stimmungstest für die ÖVP-FPÖ-Koalition im Bund.

Die konservative ÖVP will ihre absolute Mehrheit verteidigen. ÖVP-Spitzenkandidatin ist die ehemalige Innenministerin und jetzige Ministerpräsidentin Johanna Mikl-Leitner. Umfragen sagen ihr ein Ergebnis von etwa 45 Prozent voraus. Die SPÖ hofft auf Platz zwei mit etwa 26 Prozent. Grüne und die liberalen Neos liegen knapp über der Vier-Prozent-Hürde.

Er ist der umstrittene Kandidat, der in Niederösterreich ein Rekordergebnis für die FPÖ einfahren soll: Udo Landbauer.

Mit Spannung wird das Abschneiden der FPÖ erwartet. Deren Spitzenkandidat Udo Landbauer war in einen Skandal um antisemitische Liedtexte in seiner Burschenschaft verwickelt. Rücktrittsforderungen von Opposition und von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ließ der 31-Jährige unbeachtet. Vielmehr plakatierte die FPÖ im Schlussspurt den Slogan „Jetzt erst recht!“. Laut Umfragen konnte die FPÖ - vor Bekanntwerden der Vorwürfe - mit einer Verdoppelung der Stimmen auf etwa 16 Prozent rechnen.

dpa

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