Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Rosenheim-Ost

24 Fragen an Klaus Stöttner (CSU)

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Klaus Stöttner, Direktkandidat der CSU im Stimmkreis Rosenheim-Ost hat sich den Fragen von rosenheim24.de gestellt.

Landkreis Rosenheim/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis Rosenheim-Ost bewerben sich zwölf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Klaus Stöttner (CSU).

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Die Antworten auf den Fragebogen von rosenheim24.de

1. Name

Klaus Stöttner 

2. Partei 

CSU 

3. Alter

55 Jahre

4. Wohnort

Prutting 

5. Familienstand 

Verheiratet 

6. Kinder

Zwei Söhne   

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

Erste Verantwortung habe ich in der Katholischen Landjugend als Kreisvorsitzender übernommen. Diese Erfahrungen prägten meine weitere ehrenamtliche und politische Arbeit sehr. Die Menschen für eine gute Sache begeistern und dann gemeinsam Erfolg zu haben, macht richtig Freude. 

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Als Ortsvorsitzender der Jungen Union in Prutting und später als Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis Rosenheim konnte ich auch mit den jetzigen Landtagskollegen, wie beispielsweise der heutigen stellvertretenden Ministerpräsidentin Ilse Aigner aktiv Politik für die Interessen der Jugend gestalten. 2001 wurde ich erstmals in den Gemeinderat meiner Heimatgemeinde Prutting gewählt. 

Seit 2002 darf ich Kreisvorsitzender der CSU Rosenheim-Land, des größten CSU- Kreisverbandes in Bayern, sein. Außerdem gehöre ich seit 2002 dem Kreisrat des Landkreises Rosenheim an. Meine kommunalpolitischen Mandate haben mich sehr geprägt. Die Erfahrungen helfen mir auch jeden Tag im Bayerischen Landtag, dem ich nun seit 15 Jahren angehöre. Meine politische Arbeit ist geprägt von interessanten Themen und guten Gespräche mit vielen Bürgerinnen und Bürgern. Ich würde mich freuen, wenn ich meine Arbeit erfolgreiche Arbeit für unsere Region fortsetzen dürfte.   

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ein großes Vorbild ist mein Vater, Hans Stöttner, der unter anderem als Bezirksrat nachhaltig viel Gutes für meine Heimatgemeinde und für den Landkreis bewirkt hat. Als die CSU bei meiner ersten Landtagswahl 2003 das beste Ergebnis der Parteigeschichte einfahren konnte, war das für mich als neuen, jungen Abgeordneten ein unglaublicher Moment. Dieser Erfolg ist maßgeblich durch den damaligen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber ermöglicht worden. 

Selbstverständlich schaut man sich von solchen Persönlichkeiten auch ein bisschen etwas ab! Mir ist jedoch auch immer wichtig, dass man sich selbst treu bleibt und nicht versucht, andere Politiker zu kopieren.   

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns? 

Das Motto, „Leben und Leben lassen“. Die gelebte Tradition und die Offenheit für Neues. Laptop und Lederhose, Dirndl und Digitalisierung, Gautrachtenfest und Gründerzentrum. Die Schönheit unserer Natur und der Zusammenhalt untereinander.   

10. Warum sind genau Sie der Richtige? 

Ich kämpfe jeden Tag sehr erfolgreich mit Herz, Leidenschaft und Einsatz für meine Heimat und unser Bayernland. Die Wählerinnen und Wähler aus meinen Stimmkreis haben mir den wohl interessantesten Arbeitsauftrag erteilt, den man sich vorstellen kann und setzen viel Vertrauen in mich. Dieses Vertrauen will ich auch in den nächsten fünf Jahren wieder rechtfertigen!  

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

Mein größtes Ziel ist immer die konsequente Weiterentwicklung unserer Heimat. Wir haben in vielen Bereichen bereits vieles erreicht, dürfen uns aber auf den Erfolgen der Vergangenheit nicht ausruhen. Besonders für den ländlichen Raum stellt sich immer die Frage nach einer nachhaltigen und belastbaren Infrastruktur. Hier habe ich mich in den letzten Jahren im Landtag eingesetzt, dass auch der Freistaat besonders in die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis investiert. 

Zur Verkehrsinfrastruktur muss zudem auch der ausreichende Wohnraum gestellt werden. Aufgrund der attraktiven Voraussetzungen und unserer schönen Natur erleben wir nicht nur eine florierende Wirtschaft, sondern auch einen enormen Zuzug von Menschen, die gerne in Rosenheim wohnen und leben möchten. Es ist daher für mich sehr wichtig, dass besonders junge Familien noch stärker gefördert werden, wenn es um die Wohneigentumsbildung geht. Die passiert aktuell mit dem Baukindergeld plus, sowie der bayerischen Eigenheimzulage. 

Als drittes möchte ich in dieser Reihe vor allem den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Rosenheim nennen, der maßgeblich von der Hochschule Rosenheim geprägt wird, die jüngst durch meine Unterstützung sogar zur Technischen Hochschule aufgewertet wurde. Das hervorragende Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in der Region ist Grundvoraussetzung für eine dynamische Weiterentwicklung der gesamten Wirtschaftsregion. Zudem bieten wir mit dem „Digitalem Gründerzentrum dem Stellwerk18“ in Rosenheim als gelebtes Gründerland Bayern beste Startvoraussetzungen für junge Unternehmer, die nicht in die Zentren auswandern müssen, sondern hier bei uns vor Ort bleiben können.

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen? 

Bildungspolitik von heute ist die Wirtschaftspolitik von Morgen. Mein großes Ziel ist, dass die Region Rosenheim weiter Arbeiten und Wohnen vernünftig verbindet und somit für Familien lebenswert bleibt. Ich möchte weniger Auspendler nach München und mehr Arbeitsplätze bei uns schaffen, denn „Sozial ist, was Arbeit schafft“. 

13. Thema Infrastruktur: Wie stehen Sie zu den vorgestellten ersten Grobtrassenentwürfen zum Brenner-Nordzulauf, welche Probleme bleiben bestehen, welche kommen hinzu und welche Lösungen haben Sie?

Grundsätzlich brauchen wir ein Konzept, das die Notwendigkeit des zukünftigen Alpentransitverkehrs schlüssig aufzeigt, um den Bedarf des Brennerzulaufs aufzuzeigen. Viele dieser Grobtrassenvorschläge durch die Bahn sind für mich nicht vorstellbar, zumal noch viele Grundlagen, wie die Raumwiderstände noch nicht eingearbeitet wurden. 

Den Planungsdialog finde ich wichtig und richtig, damit die Landkreisbürger ihre Interessen mit einbringen können. Ein Planungsdialog muss aber auch ergebnisoffen sein. Die Bestandsstrecke der Bahn muss unabhängig einer möglichen Neubaustrecke bei steigendem Verkehr mit verbessertem Lärmschutz ausgestattet werden, um die Belastung der Anwohner an der bestehenden Bahnstrecke zu verringern. 

14. Thema Verkehr: Ist der sechsspurige Ausbau der A8 dringend erforderlich, welche Alternativen sehen Sie? 

Der Voll-Ausbau ist für mich absolut notwendig und alternativlos. Selbst die Ausbaugegner gehen von einer derart hohen Verkehrsbelastung aus, dass drei Spuren auf jeder Seite gerechtfertigt sind. Allerdings geht der Vorschlag der Ausbaugegner zu Lasten der Verkehrssicherheit.

Ein so genannter temporär befahrbarer Seitenstreifen kommt dem Bedarf nicht wirklich entgegen und ist mit Blick auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer absolut verantwortungslos.   

15. Thema Wohnen: Wie kann gerade in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder geht mit dem Baukindergeld plus und der bayerischen Eigenheimzulage genau den richtigen Weg. Junge Familien müssen bei der Wohneigentumsbildung gefördert werden. Gleichzeitig wird es notwendig sein, dass wir uns auch im ländlichen Raum daran gewöhnen, auch mal ein Stockwerk höher zu bauen als bisher.

Auch die unsere Kulturlandschaft prägende Architektur verträgt eine maßvolle Erweiterung des Wohnraums. Entscheidend wird dabei sein, wie wir Umnutzungen von landwirtschaftlichen Anwesen begegnen und dass wir hier auch eine sinnvolle Wohnraumentwicklung zulassen.   

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden? 

Mir ist vor allem wichtig, dass die Entscheidungsfreiheit der Kommunen nicht beschnitten wird. Flächenverbrauch kann nicht zentral aus der Landeshauptstadt gesteuert werden, wie es beispielsweise ein Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch fordert. Klar ist auch, dass wir besonders im ländlichen Raum unsere Bauweise verändern müssen. 

In unserer gewohnten und landschaftsprägenden Architektur kann ein Stockwerk mehr sinnvoll sein. Unsere starke Wirtschaftsregion muss auch künftig wettbewerbsfähig bleiben. Eine pauschale Ablehnung beispielsweise von der Neuausweisung von Gewerbegebieten lehne ich daher ab. Es muss immer im Einzelfall die beste Lösung gesucht werden.   

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Besonders im Landkreis Rosenheim kann man sehen, dass Umweltschutz, Tourismus und ein wirtschaftlicher Betrieb nicht im Gegensatz zueinander stehen. Unsere Landwirte, die oftmals bereits in mehrfacher Generation eine Landwirtschaft betreiben, sind prägend für unsere wunderschöne Landschaft, die uns auch als Tourismusdestination so attraktiv mach. Unsere Landwirte leben seit jeher von und mit der Umwelt und bewirtschaften diese sehr nachhaltig und sensibel.   

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Unsere vielen Vereine sind Herz und Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie erfüllen eine ganz besondere Funktion des Zusammenhalts in unserer Region. Leider ist es tatsächlich so, dass Vereine immer öfter Herausforderungen gegenübersehen, die sie selbst nur sehr schwer lösen können. Deshalb ist es meiner Ansicht nach zunächst wichtig, dass unsere Behörden und auch die Politik immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Vereine haben. 

Gleichzeitig muss daran gearbeitet werden, dass die eigentliche Vereinsarbeit nicht nach und nach von der Verwaltungsarbeit überlagert wird. Hierzu gibt es beispielsweise zum Thema DSGVO bereits von unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder das große Entgegenkommen an die Vereine, dass kein Ehrenamtlicher eine Bestrafung zu fürchten hat, der aus Unwissenheit einen Fehler im Dickicht der Bürokratie begeht. Wichtig ist, dass mehr Menschen vom Ehrenamt überzeugt werden, als davon abgeschreckt werden! 

Auch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und die zuständige Ministerin Ilse Aigner, MdL haben die Herausforderungen erkannt und hierzu auch einen Leitfaden herausgegeben, den ich sehr empfehlen kann. 

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden? 

Bayern hat bewiesen, dass Migration und Integration besser funktioniert als anderswo. Diesen Erfolgsweg müssen wir konsequent weitergehen. Hierfür ist es wichtig, dass die Diskussion in der Migrationspolitik ehrlich und transparent geführt wird. Weder Ideologie noch Illusionen bringen uns und auch unsere Zuwanderer hier weiter.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus? 

Die ersten Pilotversuche zum BGE wurden nicht ohne Grund bereits vor Ablauf der Testphase abgebrochen. Ich halte diese Idee für den falschen Ansatz auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu reagieren. Wichtiger ist für mich in einer sich durch die Digitalisierung schnell verändernden Arbeitswelt den Menschen im Mittelpunkt nicht zu vergessen: flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter ausbauen und Anreize für die lebenslange berufliche Weiterbildung setzen!   

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Das bayerische Bildungssystem ist im Vergleich zu vielen Mitbewerbern Spitze. Unsere duale Ausbildungsstruktur ist nicht nur weltweit anerkannt, sondern sichert unseren Schülerinnen und Schülern auch beste Karrieremöglichkeiten. Ich stehe klar dafür, dass erstens das duale Ausbildungssystem weiter gestärkt wird und zweitens unser mehrgliedriges Schulsystem als Basis für eine bedarfsgerechte Schülerförderung beibehalten wird. Es muss auch mit Blick auf die Lehrbedingungen der Schulen für Lehrkräfte möglich sein, sich um Schülerinnen und Schüler mit mehr Lehraufwand auch intensiver zu kümmern. Dies kann in einer Gemeinschaftsschule nicht realisiert werden.

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Das Familiengeld ist ein gutes Signal für eine verlässliche Familienpolitik. Nur durch das bayerische Familiengeld können alle Eltern unabhängig vom Einkommen entlastet werden. Eine generelle Gebührenfreiheit in den Kindertagesstätten entlastet faktisch nur die gut- und besserverdienenden Eltern, da Bedürftige ohnehin schon eine Befreiung beantragen können.

Es muss immer Kern unserer Politik sein, dass die Eltern maximale Wahlfreiheit haben. Nur die Eltern können entscheiden, ob und wann sie Ihr Kind außer Haus betreuen lassen möchten.   

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? 

Das Pflegegeld setzt genau dort an, wo die finanzielle Unterstützung am notwendigsten ist. Pflege wird nicht nur in professionellen Einrichtungen geleistet, sondern überwiegend im Kreise der engsten Angehörigen, im Familienverbund. 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zur Hause gepflegt, deshalb ist es gut und richtig auch denjenigen, die sich aus reiner Nächstenliebe für ihre Familienangehörigen tagtäglich aufreiben, ein Stück weit Entlastung zu bieten. Wichtiger als diese gute und richtige neue jährliche Leistung in Höhe von 1.000€ ist, dass wir den pflegenden Angehörigen und den Pflegerinnen und Pflegern noch mehr Wertschätzung entgegenbringen.     

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag? 

Über sechs Jahrzehnte Erfolgsgeschichte Freistaat Bayern und das Regierungsprogramm unseres Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sprechen eine eindeutige Sprache: nein zum Wechsel, ja zu Bayern!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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