Busverbindungen als Nervenstränge des öffentlichen Verkehrs

SPD für dichteren Takt und bessere Haltestellen im Berchtesgadener Land

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Landkreis Berchtesgadener Land - Die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner traf sich mit dem Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner, um über die Businfrastruktur im Landkreis zu sprechen.

"Stell Dir vor, Du lebst auf dem Dorf und jede Stunde kommt ein Bus" – auf vielen Plakaten mit der SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen ist dieser Spruch derzeit im Landkreis zu lesen. Bei einem Treffen von Susanne Aigner mit Hans Metzenleitner nahmen die beiden die Situation des Busverkehrs im Berchtesgadener Land unter die Lupe und stellten ihre konkreten Forderungen vor.


"Wenn die Bahnlinie zwischen Freilassing und Berchtesgaden das Rückgrat der öffentlichen Verkehrsmittel im Landkreis darstellt, dann sind die Buslinien die Nervenstränge, die alles miteinander verbinden", meinte Susanne Aigner. Die SPD-Landtagskandidatin aus Laufen sieht in der Forderung nach Mobilität für alle eine zentrale soziale Frage. "Wir brauchen gerade auch auf dem Land Barrierefreiheit, dichte und gut aufeinander abgestimmte Fahrpläne und moderne Verkehrsmittel – hier gibt es noch einiges zu tun und der Freistaat Bayern ist in der Pflicht", zeigte sich die 41-jährige Sozialarbeiterin und Laufener Stadträtin überzeugt.


Ohne eine deutliche Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel seien auch keine wesentlichen Fortschritte beim Klimaschutz zu erreichen, stimmte ihr der Bischofswieser Gemeinde- und Kreisrat Hans Metzenleitner zu. Mit der Einführung des Rufbusses im südlichen Landkreis sei zwar ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Situation gemacht worden, so der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. "Die Fahrgastzahlen müssen sich aber noch deutlich nach oben entwickeln, damit wir von einer nachhaltigen Lösung sprechen können", machte er deutlich. Einen Beitrag dazu könnten moderne, verglaste, gut beleuchtete und barrierefreie Bushaltestellen im gesamten Landkreis erbringen. Hans Metzenleitner erinnerte an das zur Förderung durch europäische Mittel angemeldete und später gescheiterte Projekte zur Ausstattung der Bushaltestellen auf der Strecke Richtung Salzburg mit Solarbeleuchtung. Hier würde es sich lohnen, einen neuen Anlauf zu machen, war er sich mit Susanne Aigner einig.

Auch der Vorschlag seines Fraktionskollegen Roman Niederberger, an jeder Bushaltestelle ein Informationssystem mit aktuellen Angaben zur nächsten Verbindung anzubringen, sei ein Beitrag für eine bessere Akzeptanz öffentlicher Verkehrsmittel. "Mit der kostenlosen App "Wohin-Du-willst" der DB Regio gibt es für Smartphone-Benutzer schon ein gutes Angebot, aber nicht überall gibt es einen entsprechend guten Empfang und nicht jeder ist mit Smartphone unterwegs", ergänzte Susanne Aigner.

Das Mobilitätskonzept für den Landkreis sei jetzt auf der Zielgeraden, aber trotzdem seien kreative Ideen weiterhin gefragt, waren sich die beiden Sozialdemokraten einig. Gerade bei der Frage autonomer öffentlicher Verkehrsmittel dürfe man im Berchtesgadener Land keinesfalls den Anschluss verpassen. "Stell Dir vor, es fährt auch auf dem Land bis zum späten Abend noch jede Stunde ein Bus", ergänzten die beiden den Wahlkampfslogan von Natascha Kohnen. Susanne Aigner erneuerte zum Abschluss des Treffens auch ihre Forderung nach einem gebührenfreien Ticket für Schüler und Auszubildende, mit dem der Weg zur Schule, in den Betrieb und in die Berufsschule zukünftig in Bayern kostenfrei und unbürokratisch mit Bus und Bahn möglich sein soll.

Pressemitteilung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - Kreisverband Berchtesgadener Land

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