Kein Einzug in den Landtag

Bernhard Zimmer verfehlt Mandat: "Klar bin ich auch ein Stück weit enttäuscht"

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Bernhard Zimmer muss weiter zittern.

Berchtesgadener Land - Für Dr. Bernhard Zimmer von den Grünen im Berchtesgadener Land hat das Warten seit Dienstagabend ein Ende. Die Oberbayernliste der Grünen ist endlich ausgezählt. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis.

Update, 7.23 Uhr: Statement Bernhard Zimmer

Bernhard Zimmer hat inzwischen BGLand24.de ein Statement zukommen lassen: "Klar bin ich auch ein Stück weit enttäuscht, weil es doch ziemlich knapp war. Wer das bayerische Wahlsystem aber kennt, der weiß, dass es kaum möglich ist aus dem Berchtesgadener Land über die Liste in den Landtag einzuziehen, weil der Stimmkreis ein eher kleiner ist und daher ein überproportionales Zweitstimmenergebnis notwendig ist. Dass die Auszählung der Stimmen länger gedauert hat als normal ist halt so, das war ja für alle Kandidat*innen gleich aufregend.


Es bleibt also am Ende die Freude über das sensationelle Ergebnis der Grünen im Berchtesgadener Land und in ganz Bayern, denn wir haben unsere Wahlziele erreicht. Die absolute Mehrheit der CSU wurde gebrochen und nicht zu vergessen, das Ergebnis der AfD ist im Berchtesgadener Land, obwohl wir Grenzregion sind unterdurchschnittlich.

Heute beginnen die Sondierungsgespräche und wir blicken alle gespannt nach München. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob der Wille der Wähler*innen nach Veränderung umgesetzt werden kann oder ob sich ein mutloses Beharren auf dem "Weiter-so-wie-bisher" unter dem Deckmantel "Stabilität" durchsetzt. Die Grünen werden jedenfalls den Schwung aus der Landtagswahl aufnehmen, wenn es im Frühjahr 2019 in das Ringen für ein menschfreundliches und zukunftsfähiges Europa geht."


Update, Mittwoch, 6 Uhr:

Drei Plätze fehlten Bernhard Zimmer aus Piding letztlich auf einen der begehrten Plätze im Bayerischen Landtag. Selbst hat er gesagt, seine Chancen stünden nie so gut wie jetzt. Doch trotzdem hat es nicht gereicht.

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"Noch immer wird gezählt und so hoffe ich, dass es in München genügend Bienenfreunde gab, die einem Bio-Imker das Vertrauen schenkten, um aus einem der kleinsten Stimmkreise in den Landtag zu kommen", schreibt der Wahl-Pidinger auf seiner Facebook-Seite. "Die Würfel sind ja schon am Sonntag gefallen, jetzt heißt es warten - nicht meine Stärke, aber ich übe und gute Nerven habe ich ja."

Gute Nerven scheint der 57-Jährige zu brauchen. Trotz guter Ergebnisse beim Direktmandat im Berchtesgadener Land, war er gegen die CSU-Kandidatin und derzeitige bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber chancenlos. Über die Oberbayernliste könnte er aber noch in den Landtag einziehen. "Die Chancen waren noch nie so gut wie jetzt", sagte er am Wahlabend gegenüber BGLand24. Wann die Ergebnisse feststehen ist nicht bekannt.

Biodiversität und nachhaltige Entwicklung

Der diplomierte Forstwirt ist seit 2007 bei den Grünen politisch engagiert. Sitzt im Pidinger Gemeinderat und im Kreistag, ist dritter Bürgermeister in Piding. Er betreibt dort eine kleine Bio-Landwirtschaft mit Bio-Imkerei. Der Erhalt der Biodiversität und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume sind sein Arbeitsschwerpunkt.

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