Zoff um Social-Media-Posts

Nach Plastik-Panne: So fies wurde Grünen-Politikerin Katharina Schulze beleidigt

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Grünen-Politikerin Katharina Schulze
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Ein Tweet hatte Katharina Schulze mächtig Gegenwind eingebracht. Jetzt bekannte die Grünen-Politikerin, wie heftig die Beleidigungen tatsächlich waren. 

Update vom 23. September: Nach der Kritik wegen der Plastik-Panne, bekommt Katharina Schulze nun erneut negative Kommentare für klimaschädliches Verhalten. Denn die Grünen-Fraktionsvorsitzende ist in die USA geflogen - doch auf die Kritik reagiert Schulze selbstbewusst. 

Katharina Schulze: So heftig wurde die Grünen-Politikerin beleidigt

Update vom 2. März: Katharina Schulze hat jetzt in einem Interview bekannt, wie schlimm die Attacken gegen sie nach der Plastik-Panne tatsächlich waren. „Unter wirklich jedem Post, egal ob es um Sozial- oder Umweltpolitik ging, wurde ich persönlich angegriffen. „Du bist hässlich, du gehörst vergewaltigt“, hieß es da zum Beispiel“, sagte die Politikerin„Focus Online.“ „Natürlich macht mir das was aus, wenn dort falsche Tatsachen über mich verbreitet werden oder wenn Leute dazu auffordern: „Findet Dreck über Katharina Schulze“. Aber ich bin eine Kämpferin und ich weiche nicht“, so die Grünen-Politikerin.

Plastik-Panne von Schulze, Özdemir in den Anden: Grüne kassieren Spott

Update vom 7. Januar, 15.28 Uhr: Mit harter Kritik hat nun auch CSU-Generalsekretär Markus Blume die Grünen bedacht - in seinem Rundumschlag in einem SZ-Interview ist auch Katharina Schulzes Eisbecher-Foto Thema. Die Grünen-Fraktionschefin habe sich als „scheinheilig“ entlarvt, urteilt der CSU-Mann.

Spott für Eisbecher-Foto - So reagiert Katharina Schulze

Update vom 7. Januar, 12.47 Uhr: Die Grünen befinden sich zum Jahresbeginn im Shitstorm-Chaos. Parteichef Robert Habeck hat mit dem kompletten Rückzug aus Facebook und Twitter reagiert - und auch Katharina Schulze zieht Konsequenzen. Wenn auch nicht ganz so drastische. 

Die bayerische Oppositionsführerin hat nach dem Zoff um einen Eiscreme-Post (siehe unten) die Kommentarfunktion unter dem Instagram-Schnappschuss deaktiviert. Allerdings: Das Posting selbst ist weiter abrufbar - komplett tilgen will Schulze die Episode also nicht. 

Unterdessen hält Schulze ihre Follower weiter mit Fotos ihrer USA-Reise auf dem Laufenden. Am frühen Montagmorgen deutscher Zeit teilte sie ein Foto, auf dem sie auf dem Campus der University of California in San Diego posiert. Und das sichtlich gut gelaunt.

Update vom 6. Januar, 20.15 Uhr: Kurz nach Cem Özdemir und Katharina Schulze hat nun auch Grünen-Parteichef Robert Habeck Ärger wegen einer Äußerung im Internet. In einem Wahlkampf-Video zum 2019 anstehenden Urnengang in Thüringen ließ sich Habeck zu einer äußerst missverständlichen Formulierung verleiten. Die Partei löschte den Clip wieder.

Plastik-Panne von Schulze, Özdemir in den Anden: Grüne kassieren Spott - zurecht?

Update vom 5. Januar, 15.22 Uhr: Grünen-Chefin Katharina Schulze muss nach ihrem ökologisch bedenklichen Urlaubsfoto mit reichlich Spott leben. Als einer der Ersten meldete sich ausgerechnet Martin Hagen zu Wort - er war als FDP-Spitzenkandidat einer von Schulzes Konkurrenten im Landtagswahlkampf.

Auf einem Instagram-Schnappschuss stellte der Liberale Schulzes Foto nach. Allerdings in „Bayern (dahoam)“ statt in Kalifornien, und mit „Pfandflasche“ einer lokalen Brauerei statt Einwegbecher samt Plastiklöffel. Als knüppelharten Angriff wollte der Fraktionschef der Landtags-FDP das Posting aber offenbar nicht verstanden wissen. „Sorry @KathaSchulze, ich konnte nicht widerstehen ;-) Viel Spaß im Urlaub, haste dir verdient!“, überschrieb er seine Stichelei.

In eine ähnliche Lage wie Schulze war vor wenigen Tagen übrigens auch Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir geraten. Er hatte in den sozialen Medien ebenfalls ein Urlaubsfoto gepostet - aus dem südamerikanischen Gebirgsmassiv der Anden. Auch hier grätschte ein FDP-Mann dazwischen. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Lambsdorff betonte, er gönne Özdemir den Urlaub - noch schöner sei es aber, würden die Grünen „auch denen etwas gönnen, die es nicht in die Anden schaffen, sondern mit #Familie per #Auto nur zB an Nord- oder Ostsee wollen“, fand er.

Özdemir konterte allerdings mit einem Seitenhieb auf die Diesel-Politik der FDP - und teilte einen Post eines Users, der auf die Familienbande des Grünen nach Argentinien hinwies.

Plastik-Panne von Katharina Schulze: Wasser predigen, Wein trinken?

München - Eigentlich wollte Katharina Schulze das Jahr „richtig“ beginnen, so schrieb sie es zumindest am Mittwoch unter ihrem Instagram-Beitrag („Starting the year right“). Ihre Abonnenten reagierten allerdings mit einem Shitstorm! Denn die meisten sahen in dem Bild keinen Eisbecher im kalifornischen Sonnenschein, sondern: Langstreckenflug, Einwegbecher und Plastiklöffel (s. unten). Die Fraktionsvorsitzende der Grünen würde „Wasser predigen und Wein trinken“, heißt es in vielen der über 100 Kommentare.

„Da die Anderen die Hände in den Schoß legen, müssen wir die Welt retten“, verkündete Schulze auf ihrer Webseite. Dass sich Fliegen und Umweltschutz schlecht vertragen, müsste die Sprecherin des Bündnis „München gegen die Dritte Startbahn“ eigentlich wissen... Trotz ihrer selbstbewussten Antwort auf die Frage, ob das ein Plastiklöffel auf dem Bild sei, hat sie sich nicht aus der Affäre gezogen: „Habe gewettet, wie lange es dauert, bis es jemandem auffällt.“ 

Katharina Schulze: FDP-Rivale Martin Hagen postet Alternative

FDP-Fraktionschef Martin Hagen stichelt gegen Schulze mit einem Beitrag auf Twitter (siehe Bild oben): Statt des Eisbechers fotografiert er ein Helles vor einer bayerischen Landschaft - und stellte die Bilder mit den Worten „Sorry @KathaSchulze, ich konnte nicht widerstehen ;-)“ gegenüber. 

Ob Katharina Schulze auf ihren Flug und ihren Eisbecher nicht besser verzichten müsste, hat eine große Diskussion ausgelöst. Fest dürfte zumindest stehen: Es war vielleicht nicht unbedingt geschickt, das zu posten...

Lesen Sie auch: Hackerangriff: Datenklau flog wegen Martin Schulz auf - auch Merkel betroffen - Alle Neuigkeiten rund um die politische Zukunft der Bundeskanzlerin finden Sie auch in unserem News-Ticker.

Die GroKo scheint die Deutschen nach wie vor nicht zu überzeugen: In einer neuen Umfrage liegen Union und SPD hinter den Grünen. Noch sind nicht viele Informationen bekannt, doch fest steht: Eine bayerische Politikerin wurde in einer E-Mail sexuell beleidigt.

Kathrin Braun

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