Gewollter Seitenhieb?

Donald Trump einst von JU beglückwünscht - SPD kontert vier Jahre später mit selber Wortwahl bei Biden

Donald Trump und seine Ehefrau Melania landen am Tag von Bidens Amtseinführung in Florida.
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Donald Trump und seine Ehefrau Melania landen am Tag von Bidens Amtseinführung in Florida.

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2016 sorgte auch in Deutschland für Aufsehen. Die SPD stichelt nun in einem Post gegen die Junge Union.

Berlin - Die Wahl von Donald Trump* zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten* im Jahr 2016 sorgte weltweit für Überraschung und Aufsehen. Trump läutete in den USA ein neues politische Zeitalter ein, das mit dem Sturm auf das Kapitol* Anfang des Jahres seinen traurigen Höhepunkt fand. Doch es ist davon auszugehen, dass der Trumpismus auch in den kommenden Jahren die politische Kultur in den USA und vor allem innerhalb der republikanischen Partei prägen wird.


Die Ära Trump ist vorbei - vier Jahre nach dem überraschenden Wahlerfolg ist Schluss

Trumps Wahlerfolg 2016 sorgte vor allem bei populistischen Parteien in Europa für Freude. Politiker von AfD, FPÖ oder Rassemblement National feierten es, dass „einer von ihnen“ nun das mächtigste Amt der Welt innehalten würden. Andere Parteitypen agierten eher zurückhalten, gratulierten jedoch teilweise Trump als Gewinner einer demokratischen Wahl, auch wenn sie sicherlich lieber Hillary Clinton im Weißen Haus gesehen hätten.


Donald Trump: Post der Jungen Union sorgt noch Jahre später für Aufsehen - „Wir sind gespannt“

Interessant war auch die Reaktion der Jungen Union auf die Wahl Trumps, die nach dessen Wahlniederlage im November 2020 und zu der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden* vor allem von SPD, Grünen und der Linken wieder herausgesucht wurde. Am 22. Januar 2017 veröffentlichte der offizielle Twitter-Account der JU ein Bild von Trumps Amtseinführung mit den Worten: „Es wird viel geredet, kritisiert und demonstriert. Lasst uns mal abwarten. Wir sind gespannt.“

Vielleicht hoffte die konservative Junge Union darauf, dass sich Trump als Macher im Weißen Haus zeigen und als Gegenwurf zum politischen Establishment frischen Wind in die USA bringen würde. Knapp vier Jahre später gilt die USA als gespaltene Nation. Der Sturm auf das Kapitol durch Trump-Anhänger* und Verschwörungsgläubige wird vielerorts als Tiefpunkt der USA in den letzten Jahre und Jahrzehnte angesehen. Die Spannung der JU dürfte wohl der Ernüchterung gewichen sein.

Donald Trump macht Platz für Joe Biden - SPD feiert neun US-Präsidenten und stichelt gegen die JU

Als am Mittwoch mit Joe Bidens Amtseinführung* die Ära Trump ihr Ende fand, lies es sich die SPD* jedoch nicht nehmen, den schlecht gealterten Post der JU erneut aufzugreifen und in Richtung der Jugendorganisation zu sticheln. „Herzlichen Glückwunsch Mr. President. Wir sind gespannt!“, lautete der Post, der auf dem Account der SPD-Fraktion im Bundestag veröffentlicht wurde.

„Wir sind gespannt“. Die SPD stichelt nach der Amtseinführung von Joe Biden gegen die Junge Union.

Vier Jahre danach feiert die SPD mit der gleichen Wortwahl wie die JU 2017 den Einzug von Joe Biden ins Weiße Haus. Ein Post seitens der Jungen Union zur Amtseinführung des 46. US-Präsidenten war hingegen nicht zu finden. (fd) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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