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Konferenz „Europe 2021“

Spahn gesteht Fehler bei Corona-Impfkampagne ein - und erhöht den Druck auf Impfverweigerer

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) kommen mit Gesichtsmaske zur wöchentlichen Kabinettssitzung.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.) hat Fehler im Umgang mit der Impfkampagne eingeräumt.

Jens Spahn hat Versäumnisse nach dem Start der Impfkampagne zugegeben, zeigt sich aber zuversichtlich, dass es weiter vorangeht. Impfverweigerern schickt er eine Botschaft.

  • Jens Spahn hat Fehler bei der Bewältigung der Corona-Pandemie eingeräumt.
  • Er hätte die Euphorie nach dem Start der Impfkampagne bremsen müssen.
  • Impfverweigerern sendete der Gesundheitsminister eine klare Botschaft.
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Berlin - Wegen der Pannen bei der Corona-Impfkampagne steht die Bundesregierung unter großem Druck. Impfstoff-Mengen mussten nach unten korrigiert werden, weil Hersteller nicht die vereinbarten Mengen liefern. Deutschland und der Europäischen Union als gemeinsamem Besteller werden Fehler bei der Beschaffung von Impfstoffen* vorgeworfen. Dazu kommen technische Probleme bei der Vergabe von Impfterminen.

Jens Spahn gibt Fehler bei Impfkampagne zu: „Hätte stärker Erwartungen managen müssen“

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel* standhaft blieb und im ARD-Interview „Farbe bekennen“ keine Versäumnisse sah, geht der Bundesgesundheitsminister in die Offensive. Bereits im Januar hatte Jens Spahn Fehler bei der Bewältigung der Corona-Pandemie eingeräumt, indem er sagte, dass in der zweiten Welle härtere Maßnahmen hätten ergriffen werden müssen. Aktuell befürchtet der Virologe Christian Drosten im Fall von Lockerungen* ein bedenkliches Szenario.

Jetzt legte der CDU-Politiker nach und gestand erneut Versäumnisse ein. Diesmal betrafen sie konkret die Impfkampagne der Bundesregierung. Ihm sei es nicht gelungen, die Euphorie, die mit dem Start der Impfkampagne* aufkeimte, zu bremsen, sagte Spahn am Mittwoch bei der Konferenz „Europe 2021“ von Zeit, Tagesspiegel, Handelsblatt und Wirtschaftswoche.

Corona: Jens Spahn erwartet intensive Debatten über Impfverweigerer

Er habe der Bevölkerung nicht verdeutlichen können, wie schwierig der Winter werde. „Ich hätte stärker Erwartungen managen müssen“, sagte der Gesundheitsminister. Fast zeitgleich sorgte eine neue Studie über den Impfstoff von AstraZeneca für einen Paukenschlag.

Spahn zeigte sich zudem zuversichtlich, dass es mit den Impfungen „Zug um Zug“ vorangehe. Dennoch sei „nicht gesichert, dass Ostern so stattfindet, wie wir es gewohnt waren“. Auch machte er deutlich, dass er „desto intensivere Debatten“ über Impfverweigerer erwartet, je mehr Menschen sich impfen lassen. „Wenn Leute sagen, sie wollen nicht geimpft werden, können sie nicht erwarten, dass alle um sie herum weiter Schutzmasken tragen“, sagte Spahn. (mt) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.