Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Immobilien-Kracher folgt

Trumps Familie im Kreuzfeuer: Immer neue Skandale für Ivanka und Jared Kushner - Reibach bei Amtseinführung?

  • Astrid Theil
    VonAstrid Theil
    schließen

Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner sehen sich mit immer neuen Vorwürfen konfrontiert. Dennoch hatten sie offenbar Muße für den Kauf eines millionenschweren Anwesens auf der Insel „Billionaire‘s Bunker“.

  • Die Liste an Vorwürfen und Anklagen* gegen Ivanka Trump* und ihren Ehemann Jared Kushner wächst stetig.
  • Für besondere Empörung sorgte, dass Gelder der Corona-Nothilfe in millionenhöhe an die „Trump Organization“ und die „Kushner Company“ geflossen sein sollen.
  • Der Anwalt von Jared Kushner sah sich nun sogar selbst gezwungen, einen Anwalt zu engagieren.

Washington D.C. - Erneut musste Ivanka Trump vor Gericht erscheinen. In der vergangenen Woche hatte sie verschiedene Fragen zum Vorwurf eines Finanzbetruges zu beantworten. Auf Twitter zeigte sich die Tochter von US-Präsident Donald Trump* reichlich empört darüber: Sie twitterte am 3. Dezember, sie sei über fünf Stunden befragt worden - die Befragung sei eine „Verschwendung von Steuergeldern“ gewesen.

Wie die Washington Post berichtet, liegen für den Justizminister des Washingtoner Disctrict of Columbia, Karl Racine, die Fakten hingegen auf der Hand. Er erklärte, Ivanka Trump habe öffentliche Gelder in das Trump-Familienunternehmen geleitet und damit eine Straftat begangen. Im Zuge der Feierlichkeiten zur Amtseinführung ihres Vaters Donald Trump im Jahr 2016 hatte sie 3,8 Millionen Dollar zugunsten des Trump-Hotels in Washington in Rechnung gestellt. Mit diesen Summen soll sie die Kostenvoranschläge anderer luxuriöser Hotels in der Hauptstadt weit übertroffen haben.

Immer neue Skandale: Anwalt von Jared Kushner nimmt sich selbst Anwalt

Verschiedene E-Mails dokumentieren bemerkenswert hohe Mietkosten für Konferenzsäle im Trump-Hotel und möglicherweise überzogene Mindestbeträge für Speisen und Getränke. Racine betonte, dass es verschiedene Gesetze gebe, die gemeinnützigen Verbindungen wie dem „Presidential Inaugural Committee“ solche verschwenderische Ausgaben explizit verbieten. Die Anwälte von Ivanka Trump weisen jedoch alle Vorwürfe zurück.

Auch Ivanka Trumps Ehemanns Jared Kushner musste in den vergangenen Tagen Negativschlagzeilen erdulden. Kushners Anwalt, Abbe Lowell, befürchtet im Kontext mit möglichen Präsidentenbegnadigungen in einen Skandal um Bestechungsgelder verwickelt zu sein. Der Jurist soll den mittlerweile verstorbenen Immobilien-Milliardär Sanford Diller gebeten haben, ihm im Falle von Hugh Baras bei einer Spendenzahlung für eine Präsidentenbegnadigung zu helfen.

Empörung über Corona-Hilfe für Familie Trump und Kushner

Trotz zahlreicher Vorwürfe lassen sich Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner offenbar nicht aus der Ruhe bringen.

Hugh Baras verbüßt aktuell wegen Steuerbetrugs eine Haftstrafe von 30 Monaten. Kushners Anwalt sah sich offenbar selbst dazu gezwungen, einen Anwalt zur Hilfe zu ziehen. Er wird nun von dem Juristen Reid Weingarten vor Gericht vertreten. Weingarten hat sich bereits an die Öffentlichkeit gewendet. Er betonte, von Bestechung könne keine Rede sein - lediglich einige Dokumente müssten eventuell erklärt werden.

Das scheint momentan aber nicht das einzige Problem für Jared Kushner zu sein. Auch Auflistungen der Empfänger von Corona-Hilfen durch Staatsgelder sorgen für Empörung. Die „Trump Organization“ und das Familienunternehmen „Kushner Companies“ haben nämlich 25 Darlehen in Höhe von insgesamt 3,65 Millionen Dollar erhalten. Eigentlich war das Corona-Nothilfeprogramm „Paycheck Protection Program“ für kleine und mittelständische Betriebe gedacht. Entsprechend empörte Reaktionen gab es in den amerikanischen Medien und sozialen Netzwerken.

Ivanka Trump und Jared Kushner: millionenschweres Anwesen im „Billionaire‘s Bunker“

Auch die Pressesprecherin des Präsidenten, Kayleigh McEnany, soll von dem Corona-Nothilfeprogramm profitiert haben. Unterlagen dokumentieren Berichten zufolge, dass eine Firma ihrer Familie zwei Millionen Dollar an staatlichen Nothilfe erhielt. Bisher haben die Trumps und ihr Umkreis keinerlei Statement zu diesen Vorwürfen abgegeben.

Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner lassen sich allerdings trotz der vielen Vorwürfen offenbar nicht aus der Ruhe bringen. Wie PageSix berichtet, hat sich das Paar nämlich gerade erst ein mehr als 30 Millionen Dollar teures Grundstück gekauft. Gelegen ist das Grundstück auf der Insel „Indian Creek“, die zu Miami gehört. Die Privatinsel wird auch als „Billionaire‘s Bunker“ bezeichnet und gilt als einer der sichersten Orte in Florida - immerhin sind 13 Polizisten für nur 29 Häuser verantwortlich.

Trump in Georgia: Morddrohungen gegen Außenminister bleiben unkommentiert

Das Paar hat sich offenbar für ein Grundstück entschieden, das zuvor dem spanischen Schlagerstar Julio Iglesias gehört haben soll. Das Anwesen hat angeblich 31,8 Millionen US-Dollar gekostet. Mit dem Kauf des Grundstücks auf der Insel gestaltet das Paar womöglich seine Zukunft nach dem Auszug aus dem Weißen Haus. Die Familie Trump zieht es offenbar nach Florida. Donald Trump will seine Rente im Mar-a-Lago Club verbringen, der nur etwas mehr als eine Stunde von der Insel „Indian Creek“ entfernt liegt. Auch Jared Kushners jüngerer Bruder Joshua wohnt mit seiner Frau in der Nähe: Sie bewohnen ein Anwesen in Miami.

Der noch amtierende Präsident Donald Trump* war zuletzt damit beschäftigt, auf Wahlkampfveranstaltungen im Bundesstaat Georgia Kandidaten der Republikaner für die anstehenden Senatswahlen im Januar 2021 zu unterstützten. Zu den Morddrohungen gegen Georgias Außenminister Brad Raffensperger äußerte Trump sich derweil noch nicht. Diese stehen im Kontext der Erklärung Joe Bidens als Wahlsieger des Bundesstaates Georgia. Nach zweifacher Nachzählung hatte Raffensperger, der selbst Republikaner ist, Biden zum Sieger erklärt. Seither müssen er und seine Familie unentwegt von Bodyguards begleitet werden. (at) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

Kommentare