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Ischinger: Kreml-Muskelspiele könnten Katastrophe auslösen

Ein norwegischer Kampfjet neben einer russischen Militärmaschine: In jüngster Zeit gab es immer wieder provokante Manöver russischer Maschinen. Foto: Norwegian Air Force/Archiv
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Ein norwegischer Kampfjet neben einer russischen Militärmaschine: In jüngster Zeit gab es immer wieder provokante Manöver russischer Maschinen. Foto: Norwegian Air Force/Archiv

Berlin (dpa) - Die Muskelspiele des russischen Militärs könnten nach Worten des Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, «möglicherweise katastrophal eskalierende Reaktionen auslösen».

Eine solche Entwicklung könne schon durch die Fehleinschätzung nur eines einzigen Raketenoffiziers auf einem russischen Kriegsschiff auf der Ostsee oder eines Piloten in einem einzigen Kampfbomber über der Nordsee ausgelöst werden, warnte Ischinger im SWR-«Interview der Woche».

Der Westen und Russland sollten deshalb Vereinbarungen über einen bestimmten Mindestabstand zwischen Schiffen und Flugzeugen beider Seiten von beispielsweise fünf oder zehn Kilometer treffen, schlug Ischinger vor.

Den Ukraine-Konflikt bezeichnete Ischinger als «die größte Krise europäischer Sicherheit seit dem Zerfall der Sowjetunion». Es müsse eine Lösung gefunden werden, die es sowohl der prowestlichen Führung in Kiew wie auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erlaube, einen Gesichtsverlust zu vermeiden.

Der Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel, nach einem Ende des Ukraine-Krieges einen gemeinsamen Handelsraum mit Russland zu vereinbaren, könne eine solche Entwicklung begünstigen, sagte Ischinger. Es gehe nicht darum, Russland abzustrafen, sondern durch die Sanktionen des Westens Anreize zu schaffen, dass Russland bei der Beendigung des Konflikts in der Ukraine mithelfe.

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