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Impfgegner zunehmend radikal

IMK-Chef warnt vor Angriffen auf Impfzentren

Georg Maier
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Georg Maier (SPD) spricht bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Innnenministerkonferenz. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ POOL/dpa

Die logistischen Vorbereitungen für die Verteilung der Corona-Impfstoffe laufen in Deutschland auf Hochtouren. Georg Maier (SPD), Vorsitzender der Innenministerkonferenz, sorgt sich unterdessen um die Sicherheit des Transports und der Impfzentren.

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Georg Maier (SPD), hat vor Angriffen auf Transporte von Corona-Impfstoffen und Angriffen auf die Impfzentren gewarnt.

«Wir müssen Impftransporte auf jeden Fall schützen», sagte Thüringens Innenminister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). «Auch die Impfzentren wird man schützen müssen. Das ist ein Gebot der Stunde aufgrund der aufgeheizten Atmosphäre und radikalen Äußerungen von Impfgegnern.»

Maier fügte hinzu: «Ich sehe da eine Gefahr. Denn die Impfgegner haben auf den Demonstrationen ja deutlich gemacht, wie radikal sie sind, und das mit gewissen Symbolen wie dem Judenstern gezeigt. Unter ihnen hat eine gewisse Radikalisierung stattgefunden. Ihn wundere überdies, wie gering die Impfbereitschaft in der Bevölkerung sei. «Daran merken Extremisten, dass hier ein Anknüpfungspotenzial besteht. Deshalb muss man das sehr ernst nehmen.»

Vor wenigen Tagen hatte der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle ebenfalls darauf hingewiesen, dass Impfzentren, Lager und Transportwege sensible Ziele seien, die entsprechend geschützt werden müssten. Insbesondere zeigten eine Unterwanderung der «Querdenken»-Bewegung durch Rechtsextremisten und die Ausschreitungen bei Versammlungen gegen die Corona-Maßnahmen, «dass die Szene durchaus bereit und fähig ist, Gewalt anzuwenden». Er forderte Bund und Länder auf, ein Sicherheitskonzept vorzulegen. Daneben könnten Impfzentren aber auch wegen der großen Besucherzahlen zu Zielen für Anschläge «mit anderem ideologischen Hintergrund» werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass spätestens im Januar der erste Impfstoff verabreicht werden kann. Verteilt werden sollen Impfstoffe über knapp 30 Anlieferstellen der Länder. Von dort geht es dann weiter in regionale Impfzentren, für die gerade Hallen, Stadien und Hotels hergerichtet werden. Später sollen die Praxen das Impfen in der Fläche übernehmen.

© dpa-infocom, dpa:201212-99-662957/2

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