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Guttenberg: Neuer Job in den USA

CSIS zu Guttenberg Ex-Verteidigungsminister
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Karl-Theodor zu Guttenberg hat wieder einen Job gefunden.

Washington - Karl-Theodor zu Guttenberg, ehemaliger Verteidigungsminister, soll eine neue Tätigkeit gefunden haben. Nach seiner Plagiatsaffäre heuert der CSU-Politiker beim CSIS in den USA an.

Der ehemalige deutsche Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat laut Nachrichtenseite spiegel-online.de einen neuen Job. Er bewarb sich am amerikanischen Inistitut "Center for Strategic and International Studies" (CSIS) und wird dort als "Distinguished Statesman" (zu Deutsch: "angesehener Staatsmann") arbeiten - ehrenamtlich.

Der Präsident der Einrichtung John Hamre freut sich sehr über das Engagement des Franken. Zu Guttenberg wird beim CSIS ein neues Dialogformat zu transatlantischen Fragen leiten und bringt laut Hamre die richtigen Eigenschaften mit: "Karl-Theodors Energie, Enthusiasmus und teife Hingabe zur transatlantischen Partnerschaft" waren ausschlaggebend für die Benennung des ehemaligen Verteidigungsministers.

Fall Guttenberg: Auch diese Künstler haben abgekupfert

Fall Schavan: Auch diese Promis haben abgekupfert

Annette Schavan soll bei ihrer Doktorarbeit getäuscht haben. Die Uni Düsseldorf entzieht ihr am 5. Februar 2013 den Titel. Doch in Politik, Literatur und Musik wird seit jeher abgekupfert, was das Zeug hält. Hier eine Übersicht: © dpa
Im Februar 2011 stürzt der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg über seine Doktorarbeit. Darin hatte er kräftig abgeschrieben. © dpa
Der umstrittene Berliner Rapper Bushido wurde 2010 wegen Urheberrechtsverletzungen gerichtlich verurteilt: Er hatte in 13 Liedern Songfragmente der französischen Gothic-Band Dark Sanctuary ohne Erlaubnis verwendet. © dpa
Die Ex-Brosis-Sängerin und „Dschungelshow“-Teilnehmerin wollte ihre kurzzeitig wiedergewonnene Prominenz mit einem Stimmungslied in klingende Münze umwandeln. „Hol de Radio“ heißt das Traktat. Doch es war der Song eines anderen: Comedian Chris Boettcher. © dpa
In der klassischen Musik sind Plagiate nichts Ehrenrühriges, sondern eine gebräuchliche Stilform. In den Epochen des Barock und der Wiener Klassik wird dies „Parodie“ genannt. Johann Sebastian Bach „veredelte“ fremde Werke und eigene Werke. © ddp
Jungautorin Helene Hegemann („Axolotl Roadkill“) sah sich im vorigem Jahr mit dem Vorwurf des Plagiats konfrontiert, weil sie umfangreich aus dem Roman „Strobo“ des Berliner Bloggers Airen abgeschrieben hatte. Die 17-Jährige fand das „total legitim“. Immerhin: Sie würdigte den Textlieferanten in den folgenden Auflagen in der Danksagung. © dpa
Auch Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe käme heute in Erklärungsnot, würde man den Schluss seines 1774 erschienenen Briefromans „Die Leiden des jungen Werther“ unter die Lupe nehmen. In der Beschreibung des Endes seines Helden, der sich mit einer Pistole eine Kugel in den Kopf jagte, verwertete Goethe einen Brief seines Wetzlarer Freundes Johann Christian Kestner. © dpa
Als berühmtestes Plagiat der Musikgeschichte gilt derweil „My Sweet Lord“ von Ex-Beatle George Harrison. Das Stück erschien 1970 auf dem Album „All Things Must Pass“. Es klang verdächtig nach dem Titel „He’s so fine“ der US-Mädchenband „The Chiffons“ von 1963. Der Prozess zog sich über viele Jahre hin und endete mit einem Vergleich. © dpa

Für Karl-Theodor zu Guttenberg ist das CSIS kein unbekanntes Terrain. Er hielt bereits 2009 als Verteidigungsminister einen Vortrag.

ms

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