Klima-Politik im Fokus

„Deutsche Greta“ rechnet mit Bundesregierung ab: „Es ist schon bemerkenswert“ ...

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Die Klima-Debatte hat weiter Bestand. Die deutsche Bundesregierung ist gefragt, Lösungen zu finden. Geht es nach der „deutschen Greta“, ist sie dabei bislang gescheitert.

  • Luisa Neubauer wird auch die „deutsche Greta“ genannt.
  • Die Studentin setzt sich intensiv für ein besseres Klima ein.
  • Für die Arbeit der Bundesregierung hat sie nur wenig übrig.

Berlin - Sie gilt als „deutsche Greta Thunberg“ - die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer ist Sprecherin, Organisatorin und Gesicht der „Fridays for Future“-Bewegung in Deutschland. Die steigende Prominenz verschafft der Studentin einiges Gehör. In einem Interview rechnet sie nun schonungslos mit der Bundesregierung ab. 

„Deutsche Greta“ schießt gegen Klima-Politik - Luisa Neubauer attackiert Bundesregierung

Mit bild.de (Artikel hinter Bezahlschranke) sprach die 23-Jährige über die Klima-Krise. Dabei schießt sie den ein oder anderen Giftpfeil in Richtung deutsche Bundesregierung. Neubauer sagt etwa, sie „habe gelernt, dass sich unsere Regierung nicht kümmert“. Die gebürtige Hamburgerin kritisiert allen voran das Verhalten der Politik rund um das Paris-Abkommen. In diesem sieht sie einen Beschluss, „an den sich niemand hält.“

Das Pariser Klimaabkommen sei zudem der Auslöser für ihr Handeln gewesen - durch dieses habe sie die Notwendigkeit erkannt, etwas zu unternehmen. Inspiriert hat sie dabei Greta Thunberg. 

Schon lange bevor sich die Medien auf Greta stürzten, hatte Neubauer nach eigenen Angaben das Potenzial des Protestes der heute 16-Jährigen erkannt. Deshalb wollte sie Gretas Streikidee nach Deutschland bringen. Vor etwa einem Jahr dann lernte sie Greta auf der Klimakonferenz im polnischen Katowice kennen. Im März protestierten beide zusammen in Hamburg. 

Klima-Politik der Bundesregierung - Luisa Neubauer: „Nur schlechter geworden“

Das Klimapaket der Bundesregierung bezeichnete die junge Frau unmittelbar nach Bekanntgabe als „Skandal“ und konstatiert heute: „Es ist schon bemerkenswert, wie die Regierung es geschafft hat, ein Klimapaket zu verabschieden, das wirklich von niemandem, selbst in den Regierungsparteien, nicht in den Ministerien, nicht in der Wissenschaft, nicht in der Zivilgesellschaft, als gut oder ausreichend empfunden wird.“ 

Das Beste am Klimapaket sei, „dass es ein erster Schritt ist. Aber wir machen seit 30 Jahren erste Schritte und es ist immer nur schlechter geworden“.

Klima-Politik in der Kritik: „Es ist ziemlich tragisch“

Neubauer macht - wie zuletzt bei Markus Lanz - klar, was sie von der Arbeit der Bundesregierung hält: „Wir hatten alles gegeben, um auch der Regierung zu signalisieren: Egal, welche Schritte ihr geht, sobald es irgendwas Substantielles ist, sind wir bereit zu sagen, dass es gut ist. Wir sind ja nicht kategorisch anti.“ 

Diese Substanz sucht Neubauer im Klimapaket allerdings vergeblich: „Es ist ziemlich tragisch (...). Wir können ja vor vielem weglaufen, aber nicht vor unserer eigenen Zukunft.“

Die Bundesregierung hat derweil einen Bericht zum Zustand des Klimas in Deutschland veröffentlicht. Svenja Schulze bezeichnet die Ergebnisse als alarmierend.

as

Rubriklistenbild: © AFP / TOBIAS SCHWARZ

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