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Gespräche über drittes Hilfspaket für Griechenland starten

Die griechische Flagge weht zwischen zwei Europafahnen in Athen. Foto: Michael Kappeler/Illustration
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Die griechische Flagge weht zwischen zwei Europafahnen in Athen. Foto: Michael Kappeler/Illustration

Brüssel (dpa) - Vertreter der internationalen Geldgeber sind in Athen angekommen, um mit der griechischen Regierung Gespräche über ein drittes Hilfspaket aufzunehmen. Das teilte eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel mit.

"Teams der (Geldgeber-)Institutionen sind vor Ort", sagte die Sprecherin. Die Verhandlungen würden "unmittelbar beginnen", fügte sie hinzu: "Die Institutionen sprechen mit den griechischen Behörden." Aus griechischen Regierungskreisen hieß es dagegen, die Gespräche würden am Dienstag beginnen.


Die Leiter aller Delegationen sollen nach den Worten der Sprecherin spätestens bis Mittwoch in Athen eintreffen. Bereits seit der Vereinbarung des Euro-Gipfels vor zwei Wochen seien alle Seiten in Kontakt.

Bei den Verhandlungen geht es um ein neues dreijähriges Rettungspaket von bis zu 86 Milliarden Euro für Athen. Dieses soll nach Kommissionsangaben in der zweiten August-Hälfte stehen.


Wie aus Kommissionskreisen verlautete, erwarten die Geldgeber aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) von Athen weitere Reformen vor der ersten Auszahlung der Hilfskredite. Reformen wären "hilfreich und nützlich" und würden das Vertrauen wieder herstellen, hieß es. Die griechische Seite habe den Geldgebern zugesichert, dass sie Zugang zu den griechischen Ministerien und allen relevanten Daten bekommen würden.

Unterdessen fordern griechische Parteien eine schnelle Klärung der Berichte über einen angeblichen geheimen Grexit-Plan von Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis. Einem Bericht der griechischen Zeitung "Kathimerini" zufolge soll Varoufakis den Aufbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben.

Dies habe im Falle eines Austritts aus der Eurozone (Grexit) in Kraft treten und die Grundlage für die Wiedereinführung der alten Währung der Drachme werden sollen, berichtete die Zeitung am Sonntag. Dies gehe aus einem Mitschnitt einer Telefonkonferenz von Varoufakis mit führenden Hedgefonds Mitarbeitern am 16. Juli hervor.

Der stellvertretende griechische Finanzminister Dimitris Mardas sagte im griechischen Rundfunk, diese Pläne seien bei Sitzungen der griechischen Regierung nie zur Sprache gekommen. Varoufakis selbst schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Ich bin beeindruckt von der Fantasie meiner Verleumder". Der britischen Zeitung "Telegraph" sagte er, seine Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. 

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