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Über 100 Verhaftungen

Nach G7: Polizei sieht Sicherheitslücken an deutschen Grenzen

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Anlässlich des G7-Gipfels wurde an den bayerischen Grenzen verstärkt kontrolliert.

Berlin - Die Grenzkontrollen rund um den G7-Gipfel haben nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) große Sicherheitslücken offenbart.

„Das Netz der inneren Sicherheit in Deutschland wird immer großmaschiger“, sagte der GdP-Vorsitzende für die Bundespolizei, Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. „Besonders groß sind die Maschen zur Zeit an der deutsch-österreichischen Grenze“, fügte er hinzu. Sinnvoll wären nach Ansicht des Gewerkschafters dauerhaft verstärkte Stichproben-Kontrollen in einem 30-Meter-Radius an deutschen Außengrenzen. „Mit der aktuellen Personaldecke ist das aber nicht zu leisten, und wir haben dafür auch nicht einmal genug Fahrzeuge“, erklärte Radek.

G7-Gipfel auf Elmau: Bilder vom Abschlusstag

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Anlässlich des G7-Gipfels im oberbayrischen Elmau waren an den deutschen Grenzen vorübergehend wieder Kontrollen eingeführt worden, um gewalttätige Demonstranten an der Einreise zu hindern. Eigentlich sind sie mit dem Schengen-Abkommen abgeschafft worden. Die Bundespolizei erzielte bei den Kontrollen vom 26. Mai bis zum 9. Juni 1056 Fahndungstreffer und stellte 10 555 illegale Einreisen fest. 135 offene Haftbefehle wurden vollstreckt.

„Das ist doppelt so viel wie normalerweise bundesweit in diesem Zeitraum aufgegriffen wird“, erklärte der GdP-Vorsitzende. Er betonte aber: „Wir sind nicht für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Die Freizügigkeit, die in Europa seit 30 Jahren herrscht, ist ein hohes Gut.“ Die für den Gipfel eingerichteten Kontrollen konnten laut Radek nur durch 12-Stunden-Schichten und eine Urlaubssperre für die gesamte Bundespolizei realisiert werden.

dpa

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