"Worte sorgsam wählen"

Euro-Krise: Stoiber watscht Söder ab

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Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber fordert einen sachlicheren Ton in der Diskussion über den Umgang mit dem hoch verschuldeten Griechenland.

Athen - Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber fordert einen sachlicheren Ton in der Diskussion über den Umgang mit dem hoch verschuldeten Griechenland.

„Wenn es um die Beurteilung eines Landes geht, mit dem wir im Zweiten Weltkrieg fürchterlich umgegangen sind, sollte man die Worte sorgsam wägen“, sagte Stoiber am Dienstag dem RBB. „Die Emotionen sind sehr schnell da, und wir sollten da sehr sachlich bleiben.“

Der CSU-Ehrenvorsitzende kritisierte insbesondere den bayerischen Finanzminister Markus Söder für dessen Äußerungen über Griechenland. Er habe Söder seine Einschätzung auch mitgeteilt. Nicht deutsche Politiker, sondern Griechenland selbst sollte entscheiden, ob es im Euroverbund bleiben wolle und könne, sagte Stoiber. Söder hatte im August gefordert, dass Griechenland bis zum Jahresende aus der Eurozone ausscheiden sollte.

Stoiber machte zugleich den griechischen Politikern Vorwürfe: „Natürlich hat Griechenland schwere Fehler gemacht. Die politische Klasse in Griechenland hat dieses Land im Grunde genommen überschuldet, mit all den Problemen, die heute festzustellen sind.“

dapd

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