Trump-Telefonat mit Selenskyj im Juni

Ex-Botschafterin in Kiew fühlte sich von US-Präsident bedroht: Trump-Aussage habe „schockiert“

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Die ehemalige US-Botschafterin in Kiew, Marie Yovanovitch, fühlte sich von US-Präsident Donald Trump bedroht. Das sagte sie bei ihrer Aussage zur Ukraine-Affäre.

  • Ex-Botschafterin Marie Yovanovitch hat vor dem Kongress ausgesagt.
  • Sie fühlte sich von Donald Trump bedroht.
  • Es geht um Trumps Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten.

Washington - Die frühere US-Botschafterin in Kiew, Marie Yovanovitch, hat sich nach eigenen Angaben von US-Präsident Donald Trump beim Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bedroht gefühlt. Das geht aus einer Mitschrift ihrer Aussage zur Ukraine-Affäre hervor, die von den Demokraten am Montag veröffentlicht wurde.

Yovanovitch gab an, über die Inhalte des Gesprächs „schockiert“ gewesen zu sein. Sei sei „sehr besorgt“ gewesen, als sie die veröffentlichte Mitschrift des Telefonats gelesen habe. Auch neue Zeugenaussagen belasten Trump nun in der Ukraine-Affäre schwer.

Yovanovitch fühlt sich von Donald Trump bedroht

Trump hatte im Verlauf des Gesprächs gesagt, die Botschafterin werde „einige Dinge durchmachen“. Die ehemalige Diplomatin bejahte die Frage eines Ermittlers, ob sie sich bedroht gefühlt habe.

Yovanovitch, die als wichtige Figur in der Ukraine-Affäre gilt, hatte im Oktober vor dem US-Repräsentantenhaus erklärt, sie sei nach monatelangem Drängen durch Präsident Trump von ihrem Posten als Botschafterin in Kiew abberufen worden.

Joe Biden: Ex-Diplomatin nicht mit Bestrebungen von Trump und Giuliani einverstanden

Die vorzeitige Entfernung von dem Posten sei aufgrund von gegen sie vorgebrachten „gegenstandslosen und falschen Behauptungen“ erfolgt. Ihrer Aussage zufolge war Yovanovitch nicht mit den Bestrebungen Trumps und von dessen Anwalt Rudy Giuliani einverstanden, sich aus der Ukraine möglicherweise kompromittierendes Material über den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen früher für ein ukrainisches Gasunternehmen tätigen Sohn zu besorgen.

Alle neuen Entwicklungen rund um ein mögliches Impeachment-Verfahren finden Sie hier. Aktuell muss sich Trump auch mit einer Verleumdungsklage beschäftigen - eine Journalistin behauptet, von Trump vor über 20 Jahren vergewaltigt worden zu sein.

afp/kam

Am Mittwoch beginnen die öffentlichen Anhörungen für das Amtsenthebungs-Verfahren gegen Donald Trump. Die USA erwartet ein hartes Politspektakel. Der Präsident ist vorbereitet.

Rubriklistenbild: © dpa / J. Scott Applewhite

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